Brandschutzaufklärung

Ein einfaches Blatt Papier, das Leben retten kann:

Ihr Leben!

...... die Rettungskarte....

 

 

Durch die Entwicklung im Fahrzeugbau ist die Situation für Retter immer schwieriger geworden. Es sind viele Sicherheitseinrichtungen, wie z.B.  Airbags, oder Versteifungen in die Karosserie eingebaut. Diese können nach einem Unfall nicht nur hinderlich sein, sie können auch –wie z.B. nicht ausgelöste Airbags- zur Gefahr für eingeklemmte Insassen und die Rettungskräfte werden.

Auf Initiative des ADAC wurde die Rettungskarte entwickelt. Die meisten Fahrzeughersteller bieten zwischenzeitlich Rettungskarten für ihre Modelle an. Dieses Blatt Papier, das in Farbe ausgedruckt sein sollte, liefert den Rettungskräften wichtige Informationen über das Fahrzeug. Dadurch kann die Rettung – Ihre Rettung - beschleunigt und Sie vor weiteren Verletzungen geschützt werden. Es können auch Verletzungen der Rettungskräfte, welche wiederum Ihre Rettung verzögern würden, vermieden werden. Aufbewahrt wird die Rettungskarte in der Sichtblende Ihres Fahrzeuges.

Über das Internet können Sie die Rettungskarte für Ihr Fahrzeug erstellen. Sie benötigen lediglich den Fahrzeugschein. Wenn Sie über kein Internet oder keinen Farbdrucker verfügen wenden Sie sich an einen Bekannten oder an Ihre Feuerwehr. Auch Ihre Autowerkstatt ist Ihnen sicherlich behilflich.

Wir hoffen, dass jeder eine Rettungskarte in seinem Fahrzeug hinterlegt und wünschen Ihnen, dass wir Ihre Rettungskarte nie benötigen.

 

 

Ein Weg zum Download:

http://www.dekra.de/de/rettungskarten-zum-download

Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf

Markus Dincher, Pressesprecher

 

 

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Killer Kohlenmonoxid

Die Tragödie von Arnstein, bei der sechs Jugendliche starben, hat uns auf dramatische Weise wieder auf die permanente Gefahr durch Kohlenmonoxid hingewiesen. In Zeiten von Zentralheizungen und Klimaanlagen ist die Sensibilität im Umgang mit Feuer in geschlossenen Räumen wohl zurückgegangen. Gleichwohl ist die Gefahr durch die immer bessere Isolation von Gebäuden mit einhergehendem geringerem Sauerstoffaustausch gestiegen. Bemerkenswert ist hier, dass bereits von Shisha-Pfeifen eine Gefahr ausgehen kann.

 

Deshalb möchten wir Sie zu Ihrem eigenen Schutz auf eine Veröffentlichung des Deutschen Feuerwehrverbandes zum Thema

 "Gefahr durch Kohlenmonoxid"

 hinweisen.

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Notruf 112: Dran bleiben rettet Leben

10.02.2017 Pressedienst DFV

Deutscher Feuerwehrverband informiert zum Notruftag am 11. Februar 2017

Berlin – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. „Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). 

Hier geht es zum kompletten Beitrag

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Rauchmelder - Lebensretter

 

Brandrauch ist tödlich. Darum können selbst kleine Brände zur lebensbedrohenden Gefahr werden. Vor allem schlafende Menschen sind gefährdet. Bevor sie aufwachen, werden sie durch Rauch bewusstlos. Es droht die Gefahr des Erstickens.

Vor diesem Hintergrund muss man auch die Einführung der Rauchmelderpflicht im Saarland für Wohnungen sehr positiv sehen.

Seit 2015 besteht diese Pflicht, es gibt lediglich eine Übergangsfrist für die Nachrüstung bis zum 31.12.2016. 

Für den Einbau und die Prüfung der Rauchmelder ist der Wohnungseigentümer verantwortlich. In wieweit die Kosten für Anschaffung und Überprüfung auf den Mieter umgelegt werden können ist noch nicht endgültig rechtlich geklärt und hängt wohl auch vom jeweiligen Mietvertrag ab. Diese rechtlichen Unsicherheiten ändern aber nichts an der Verpflichtung des Eigentümers zum Einbau und Prüfung bis spätestens 31.12.2016.

Ein Rauchmelder erkennt frühzeitig den tödlichen Brandrauch und warnt durch einen lauten, durchdringenden Ton. Menschen werden so frühzeitig geweckt und alarmiert, dass Rettung möglich ist. Rauchmelder sind daher Lebensretter. Ihre Kosten mit wenigen  Euro´s sind gering. Rauchmelder werden mit einer Batterie betrieben. Geht deren Ladung zu Ende, gibt der Melder einen entsprechenden Ton ab. Die meisten Rauchmelder funktionieren nach dem Streulichtprinzip. Dabei wird im Gerät eine Lichtquelle aktiviert. Ist Rauch in einer bestimmten Konzentration vorhanden reagiert der Melder und löst den Alarm aus.

 In § 46 Abs. 4 der Landesbauordnung heißt es

„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“

Daraus ergibt sich wohl die Mindestausstattung:

  • Schlafräume (auch kombinierte Wohn- Schlafräume)
  • Kinderzimmer
  • Flure, über die Wege von diesen Zimmern oder anderen Aufenthaltsräumen nach außen führen.

Optional:

  • Küchen/ Bäder
  • Keller
  • Speicher
  • Sonstige Räume

Bei mehrgeschossigen Gebäuden Rauchmelder auch im Treppenhaus montieren. Rauchmelder können auch durch Kabel/Funk miteinander verbunden werden. Bei Gefahr alarmieren dann alle Melder gleichzeitig. Rauchmelder an der Decke anbringen und möglichst in Raummitte. Von Wänden oder Einbaumöbeln Mindestabstand von 0,5 Meter beachten.

Tipps für den Kauf

Rauchmelder sind nicht teuer. Gute Geräte sind bereits für einen Preis von etwa 20 Euro zu erhalten. Auf einige Punkte sollten Sie beim Kauf achten: Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren! Achten Sie auf akustische Signalisierung einer "leeren" Batterie! 

Achten Sie auf das CE-Zeichen und das GS-Zeichen!

Achten Sie auf einen Testknopf, mit dem das Funktionieren des Gerätes überprüft werden kann!

Achten Sie auf die Möglichkeit, mehrere Geräte miteinander vernetzen zu können!

Für Gehörlose gibt es Ausführungen mit Blitzlicht und Vibrationsgeber, der nachts unter das Kopfkissen gelegt wird.

Zur besseren Verbraucherinformation gibt es seit 2011 das neue „Q“: ein unabhängiges Qualitätszeichen, dass für Rauchwarnmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht. Folgende Leistungsmerkmale sind ausschlaggebend: Geprüfte

Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen

Erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse

Fest eingebaute Batterien mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer. 

Wo werden Rauchmelder installiert?

In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in der Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst - vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate oder ähnliches benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch zusätzliche Geräte schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf einen Rauchmelder verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdampf Fehlalarme ausgelöst werden können. Daher eignen sich auch besonders staubige Räume nicht für die Installation. In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen. Stellt ein Melder Rauch fest, werden Sie vom Pfeiffen aller mit ihm verbundenen Rauchmelder alarmiert, also auch dann, wenn das Feuer in einem anderen Gebäudeteil ausgebrochen ist. Sie gewinnen so lebenswichtige Zeit.

 

 

Richtiges Verhalten im Brandfall

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch, 6000 werden dadurch verletzt. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen etwa 4 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse entsteht durch Unachtsamkeit und wird oft durch Unwissenheit noch schlimmer. Die Feuerwehr informiert darum über das richtige Verhalten im Brandfall.

 

Gehen Sie im Brand- oder Unglücksfall immer in der Reihenfolge

retten - alarmieren – löschen

vor. Und bleiben Sie ruhig!

 

Bringen Sie sich und andere gefährdete Personen in Sicherheit. Fenster und Türen schließen. Ist wegen Rauch und Feuer ein gefahrloser Weg ins Freie nicht mehr möglich, bleiben Sie im Zimmer. Machen Sie sich am Fenster bemerkbar. Warten Sie die Ankunft der Feuerwehr ab und folgen Sie deren Anweisungen. Alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112.

 

Beachten Sie bei der Alarmierung folgendes Schema:

Wer ruft an? (Name, Adresse)

Wo ist etwas passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, Geschoss)

Was ist passiert? (Feuer, Verletzte, eingeschlossene Personen)

 

Nehmen Sie die Brandbekämpfung erst nach der Rettung gefährdeter Menschen und der Alarmierung der Feuerwehr auf. Kein Risiko eingehen! Benutzen sie Wasser oder einen Feuerlöscher. Und denken Sie daran: Bei Kleinbränden kann das Feuer oft mit einer Decke erstickt werden. Fett- und Ölbrände nie mit Wasser löschen; Explosionsgefahr! (siehe Punkt "Gefahr in der Küche - Fettexplosion").

 

 

Gefahren in der Küche - Fettexplosion

Häufige Ursache für Brände in Küchen ist vergessenes Essen auf dem Herd. Noch weitaus gefährlicher ist die sogenannte Fettexplosion.

 

Sie mögen jetzt vielleicht denken "Explosion klingt so gewaltig, bei mir kann eigentlich nichts explodieren". Jedoch wird brennendes Fett in der Pfanne oder in der Fritteuse allzu oft unterschätzt.Meist wird versucht, die relativ kleine Flamme mit Wasser zu löschen. Doch dies ist der schwerwiegendste Fehler, den man machen kann!

 

Warum? Was passiert in dem Topf?

 

Beim Eindringen des Wassers in tiefere Schichten von brennendem Fett oder Öl kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers (aus einem Liter Wasser werden 1.700 Liter Wasserdampf!). Dadurch wird das brennende, flüssige Fett eruptionsartig aus dem Behälter herausgeschleudert. Durch das entstehende Verhältnis zwischen Fettteilchen und Luft ("günstiges" Mischungsverhältnis zwischen brennbarem Stoff und Sauerstoff) kommt es zu einer explosionsartigen Verbrennung und einer entsprechenden Drucksteigerung. Diese Explosionen können für einen Menschen, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, tödlich enden. Deswegen bei Fettbränden immer einen Deckel oder andere abdeckende Gegenstände verwenden, um das Feuer damit zu ersticken!

 

 

 

Grillen - Brandgefahr

Grillen im Freien, sei es im eigenen Garten oder an einem der zahlreichen öffentlichen Grillplätze, ist ein beliebtes, gemütliches Sommervergnügen. Damit es auch so bleibt und nicht zu einer Gefahr wird, sollten einige Regeln beachtet werden:

Achten Sie beim Aufstellen des Grills auf einen festen Standpunkt und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien. Halten Sie genügend Abstand zu den Verzehrplätzen. Halten Sie Kinder vom Grill fern. Das Anzünden von Holzkohle erfordert häufig etwas Geduld. Verwenden Sie stets nur handelsübliche Grillanzünder, keinesfalls "Brandbeschleuniger" wie Benzin oder Spiritus. Beide Flüssigkeiten verdampfen ab einer Temperatur von 20 Grad zunehmend schnell. Das dabei entstehende Dampf-Luft-Gemisch ist höchst brennbar, Sie stehen beim Anzünden mitten in einer Dampfwolke, die blitzartig brennt. Resultat sind schwere Verbrennungen. Schütten Sie niemals aus einer Flasche brennbare Flüssigkeiten in den Grill. Durch Rückzündung entflammt deren Inhalt, und Sie halten einen Molotowcocktail in der Hand. Sollte es beim Grillen zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese sofort mit viel Wasser, bis spürbare Schmerzlinderung eintritt. Decken Sie die Wunde dann möglichst keimfrei ab, und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung. Abtropfendes Fett in die Grillkohle kann zu Flammbildungen führen und dabei sogar das Grillgut entzünden. Halten Sie auch deshalb steht einen Eimer Wasser bereit. Achten Sie bei Verwendung eines Gasgrills unbedingt darauf, dass die Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch nicht der Hitze ausgesetzt ist. Austretendes Gas ist brandgefährlich. Grillen Sie nie in einem Raum, in dem keine zu- und Abluftmöglichkeit besteht. Sauerstoffentzug und Kohlenmonoxidbildung bedeuten Erstickungs- und Vergiftungsgefahr. Vergewissern Sie sich, dass keine Glut vom Wind verweht wird. Im Hochsommer besteht höchste Waldbrandgefahr. Entsorgen Sie die Grillkohle erst, wenn diese völlig erkaltet ist, füllen Sie sie zur Sicherheit nie in Kartons oder Plastikbehälter.

 

 

 

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