Fahrgestell : MAN TGM 13.280 Allrad

Aufbauhersteller : Firma Meyer

Baujahr : 2009

Funkrufname : alt 4/75

                        neu 4/62

Sondersignalanlage : 2x Doppelblitzkennleuchten NOVA

                                   2x LED-Heckblitzleuchten

                                   2x Hella Frontblitzer

Pressluft: Martin-Horn

Sonstiges: Umfeldbeleuchtung

                  LED-Heckwarneinrichtung

                  pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast mit 4 Halogenscheinwerfern

                  Rückfahrkamera

                  Kamera im Aufbau

 

Durch altersbedingten Ausfall unseres TSF und unseres GW-Öl erhielten wir 2009 als Ersatzbeschaffung für die beiden Fahrzeuge und einen B-Schlauchanhänger diesen GW-Logistik.

 

Die Hauptaufgaben dieses Fahrzeuges liegen in der Wasserversorgung über lange Wegstrecken und in der technischen Hilfe bei großeren Ölunfällen. Für dieses Einsatzspektrum ist auch die Beladung ausgelegt.

 

Im Kofferaufbau sind seitlich die Schlauchfächer angebracht. Diese können über eigene Klappen geöffnet werden. Hier sind insgesamt knapp 1500m B-Druckschlauch untergebracht.

 

Im Koffer selbst ist immer eine gewisse Standartbeladung verladen. Diese Standartbeladung wurde nach der Häufigkeit der Einsätze festgelegt.

 

Zur Standartbeladung gehören:

- 1 Öl-, Wassersauger

- 1 Rollcontainer mit einer TS 8/8 Ziegler Ultra Leicht + Zubehör zur Wasserentnahme offenes Gewässer

 -2 Rollcontainer mit Material für die technische Hilfe bei Ölunfällen :

 

Rohrdichtkissen, Gulliabdichtungen, Auffangwannen, Trichter, Ölauffangbehälter 3000l, Auffangschürze, Auffangbehälter für kleine Mengen, Erdungsmaterialien, 1 Gefahrgutumfüllpumpe + Schläuche, nicht funkenreißendes Werkzeug + Armaturen.

- 1 Rollcontainer mit 200m B-Druckschlauch

- 2 Tonnen mit Ölbindemittel

- 1 Tonne mit Besen, Schaufeln, Wasserschiebern und Absperrstangen

 

Außerdem sind im Kofferaufbau noch Eurokisten mit Schutzkleidung für Ölunfälle, Holzkeile und ein 2000l Löschwasserbehälter verladen.

Die Beladung wird ergänzt durch Material, welches im Gerätehaus gelagert wird und im Bedarfsfall zusätzlich verladen werden kann.

Hierzu zählen unter anderem Fässer für Gefahrgut, größere Mengen Ölbindemittel, eine weitere Gefahrgutumfüllpumpe und 2 Rollcontainer mit Ölsperren und Material für Öl auf Gewässer.

 

 

 

 

 

 

 

Der GW-Logistik wurde von der Firma Meyer auf ein MAN Allrad Fahrgestell aufgebaut.

Das Allradfahrgestell ermöglicht uns das Durchfahren von leicht unwegsamen Gelände.

Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn wir natürliche Wasserentnahmestellen anfahren müssen.

Das besondere an diesem Fahrzeug ist, dass insgesamt 2000m B-Schlauch verladen sind, die über Öffnungen an der Rückseite entnommen werden können. Somit ist ein Verlegen einer längeren Schlauchleitung im Fahrbetrieb in kurzer Zeit mit wenig Personaleinsatz möglich.

Zum Verladen werden die Schläuche doppelt gewickelt und im Koffer in seitlich angebrachten Staukästen platziert und aneinander gekuppelt.

 

Das Fahrzeug konnte sich schon bei mehreren Einsätzen unter Beweis stellen.

Hierzu zählen unter anderem das Hochwasser in Saarbrücken Rußhütte, wo wir mit unserem GW-Logistik in Nachbarschaftshilfe im Einsatz waren, auslaufende Betriebsstoffe nach aufgerissenem LKW-Tank, auslaufendes Heizöl in Keller und Wasserversorgung über lange Wegstrecke bei Brand in Lebensmittelmarkt.

 

 

Fahrzeug im Aufbau bei der Firma Meyer

 

 

Übergabe an den LB Rilchingen-Hanweiler

Zeitungsartikel aus der SZ:

 

25.04.2009 10:15 Jahreshauptübung der Gemeindewehr am 25. April 2009 in Auersmacher

Festlich geschmückt und in roter Signalfarbe stand er da auf dem Marktplatz in Auersmacher: der neue GW Logistik. Ihn wird künftig der Löschbezirk Rilchingen-Hanweiler benutzen, wenn es in der Gemeinde irgendwo brennt oder jemand technische Hilfe benötigt. Bürgermeister und Chef der Wehr, Stephan Strichertz, die Ortsvorsteher Reiner Braun und Thomas Unold, Wehrführer Erwin Karr, sein französischer Kollege adjudant Michel Willmouth aus Grosbliederstroff, und daneben zahlreiche Gremienmitgliedern, ließen es sich nicht nehmen, zuzusehen, als der stellvertretende Wehrführer Peter Dausend Löschbezirksführer Dieter Podewin aus Rilchingen-Hanweiler die Schlüssel übergab. Bei der zuvor erfolgten Schlüsselübergabe des Chefs der Wehr an den stellvertretenden Wehrführer betonte Strichertz, dass das neue ca. 180.000 € teure Fahrzeug, das vom Regionalverband mit 85.000 € bezuschusst wird, die gut vorbereitete und top-ausgebildete Wehr noch optimiert. Die Sicherheit für die Menschen, Hab und Gut, so Bürgermeister Stephan Strichertz, wurde durch die Anschaffung auf ein hohes Niveau angehoben.Retten, Löschen, Bergen, Schützen – das oberste Gelöbnis eines jeden Feuerwehrmannes. Um dies auch optimal tun zu können, werden neben den ehrenamtlichen Personen auch Material und Fahrzeuge benötigt. Deshalb war gerade der vergangene Samstag ein besonderer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf und insbesondere für den Löschbezirk Rilchingen-Hanweiler, wo das neue Feuerwehrfahrzeug seinen Platz im Feuerwehrgerätehaus gefunden hat. Die Feuerwehrfrauen und –männer können nun mit einem technisch gut ausgestatteten Fahrzeug den Ernsteinsatz vor Ort in guter Weise bewältigen und auch bei Unfällen sofort technische Hilfe leisten. Es handelt sich um ein 15 Tonnen schweres Gerätefahrzeug mit Allradantrieb und einer komfortablen Tipmatic-Schaltung. Die Beladung ist flexibel durch sechs Rollcontainer änderbar und dadurch in Minutenschnelle aus einem Schlauchwagen ein Gerätewagen-Öl gemacht. Das Fahrzeug kostet insgesamt 180.000 €, wobei der Regionalverband diese Anschaffung mit 85.000 € bezuschusst. Der GW-Logistik ersetzt zwei Fahrzeuge des Löschbezirks Rilchingen-Hanweiler, von denen bereits eines Mitte 2008 außer Dienst gestellt und verkauft worden ist. Für die festliche Übergabe war der neue GW Logistik mit dem amtlichen Kennzeichen SB F 475 extra mit Girlanden und Blumen geschmückt. Pastor Peter Sens und Pfarrer Gerd Schroer segneten das Fahrzeug, damit es mit seinen Feuerwehrleuten immer wieder heil zurückkehrt. Die Hauptübung fand direkt im Anschluss an die Übergabe des neuen GW Logistik vor dem Ruppertshofsaal statt. Die Aufgabe, welche die Rettungskräfte erwartete. Im Bühnenbereich war durch einen Kurzschluss ein Brand, ausgebrochen. Zwei Arbeiter waren vermisst. Der Rauch breitete sich über den Dachstuhl bis zu den Räumen des Jugendclubs aus. Im Jugendclub waren zwei Personen durch eine starke Rauchentwicklung eingeschlossen. Die Gemeindewehr demonstrierte Stärke und Augenmaß: Wenn die Freiwillige Feuerwehr zur gesetzlich vorgeschriebenen Jahresübung ruft, kommen nicht weniger als 200 hoch qualifizierte Helfer zusammen. Die Einsatzleitung hatte der Löschbezirksführer aus Auersmacher, Winfried Lang, der mit gelbschwarzer Weste und Funkgerät auf dem Vorplatz des Ruppertshof die Rettungskette aktivierte. Nach der Alarmmeldung kamen in kürzester Zeit die verschiedenen Einsatzfahrzeuge der Gemeindewehr zur Einsatzstelle. Natürlich stand zunächst die Menschenrettung an erster Stelle. Ein Einsatzkommando ging mit schwerem Atemschutzgerät in den brennenden Ruppertshofsaal und rettete die vier Personen aus den Flammen, während ein weiteres Kommando versuchte, den Brand von einer Drehleiter den Brand von außen zu bekämpfen. Nachdem die Verletzte geborgen waren, wurde die Brandherde auch schnell unter Kontrolle gebracht. Die anwesenden Schaulustige waren sichtlich angetan von der professionellen Arbeitsweise der Feuerwehr und DRK. So waren bei der anschließenden Lagebesprechung keine große Manöverkritik sondern nur lobende Worte über das Engagement der Wehrleute zu hören.