Atemschutzwerkstatt

Werden Feuerwehrleute in Bereichen mit schadstoffhaltiger Luft oder Bereichen mit zu wenig Sauerstoff eingesetzt, verwenden diese zum Schutz ihrer Gesundheit umluftunabhängige Atemschutzgeräte. Diese Geräte liefern dem jeweiligen Träger Atemluft aus einer mitgeführten Pressluftflasche. Atemschutzgeräte unterliegen strengen Prüfvorschriften und müssen nach jedem Gebrauch und in festgelegten Zeitintervallen gereinigt, desinfiziert und in ihrer Funktionsweise überprüft werden, um im Anwendungsfall eine sichere Benutzung gewährleisten zu können.
Diese Arbeitsschritte werden in der Atemschutzwerkstatt durchgeführt, die sich in Auersmacher befindet. Für diese Arbeiten gibt es von jedem der fünf Löschbezirke Feuerwehrangehörige, die für diese Tätigkeiten eine spezielle, mindestens einwöchige Ausbildung absolviert haben. Durch die insgesamt 12 Personen werden die vorhandenen Atemschutzgeräte und Masken (Firma Dräger) in ihrer Freizeit kontinuierlich überprüft und Instand gesetzt.

Ausstattung

Die eigene Atemschutzwerkstatt wurde im Jahre 2003 eingerichtet und mit den notwendigen Arbeitsmitteln ausgestattet. Im Jahre 2013 wurde der in die Jahre gekommene Prüfkoffer durch ein neues Modell der Fa. Labtec ersetzt. An diesem Prüfkoffer inkl. Prüfkopf werden die einzelnen Komponenten der Atemschutzgeräte auf Ihre korrekte Funktionsweise getestet. Sind die einzelnen Prüfwerte nicht innerhalb fest definierter Bereiche wird geprüft, warum dies so ist und die Teile werden bei defekt oder Ablauf bestimmter Fristen getauscht. Die geleisteten Tätigkeiten werden für jedes Gerät einzeln protokolliert, so dass durchgeführte Wartungsmaßnahmen auch über längere Zeiträume nachvollziehbar sind.
Mit diesen gesamten Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Atemschutzgeräte im Einsatzfall zuverlässig funktionieren und sich die Atemschutzgeräteträger auf die eingesetzte Technik verlassen können.

In diesem Bereich werden die benutzten Atemschutzgeräte nach ihrer Verwendung teilweise demontiert, gereinigt und desinfiziert.

Nachdem die gereinigten Gegenstände im Trockenschrank getrocknet wurden, werden diese entsprechend überprüft.

Die Atemschutzwerkstatt verfügt über einen 300-bar Kompressor. Mit diesem Kompressor wird die Umgebungsluft gefiltert, auf 300bar verdichtet und in die Druckluftflaschen gepresst. Die Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf verfügt über Stahl-Pressfluftflaschen mit einem Fassungsvermögen von 6l und 300bar Betriebsdruck.

Leiter der Atemschutzwerkstatt ist Markus Gola vom Löschbezirk Auersmacher. Der stellvertretende Leiter ist Thomas Drumm vom Löschbezirk Sitterswald.