Bei den Feuerwehren in Deutschland arbeiten wir nach einheitlichen Vorgaben, den Feuerwehr-Dienstvorschriften. Von diesen gibt es eine Vielzahl wie „Grundtätigkeiten-Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“, „Atemschutz“, „Die tragbaren Leitern“ um nur einige zu nennen. Nach diesen ist in Übung und Einsatz zu arbeiten.
Eine wichtige Vorschrift ist die FWDV3- Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz. Sie regelt die Aufgabenverteilung der Besatzung eines Feuerwehrfahrzeuges (Mannschaft) bei Löscheinsätzen und Hilfeleistungseinsätzen wie z.B. Verkehrsunfällen. Diese ist sehr flexibel gestaltet und wird durch die Befehlsgebung des Einheitenführers wesentlich beeinflusst. Diese Flexibilität ist notwendig, da jeder Einsatz seine Besonderheiten hat. Das geht schon los mit der Personalstärke: ist das Fahrzeug voll besetzt oder müssen Andere die Aufgaben der Fehlenden übernehmen? Sind Menschen oder Tiere zu retten? Bestehen besondere Gefahren wie z.B. Gasflaschen oder Chemikalien? Wie weit ist es vom Fahrzeug zum Brandobjekt und wie weit vom Gebäudeeingang zum eigentlichen Brandherd? Kann man die Treppenhäuser nutzen oder muss der Zugang über Leitern (tragbare Leitern, Drehleitern) erfolgen? Wie und wo bekomme ich Löschwasser? und vieles mehr.
Für Übernahme von Aufgaben fehlender Kräfte oder Kräften, die andere Aufgaben zugewiesen bekommen, ist in der FWDV3 ein Automatismus vorgesehen. Andere Festlegungen werden vom Einheitenführer in seinem Einsatzbefehl getroffen und die Mannschaft muss diese dann umsetzen.
Bei größeren Schadensereignissen müssen Einheiten aus verschiedenen Löschbezirken, auch über Gemeinde- Kreis- und Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten. Es erfolgt ein Aufgabenteilung. Einige Einheiten übernehmen z.B. die eigentliche Brandbekämpfung, andere übernehmen die Löschwasserversorgung usw. Diese Zusammenarbeit muss geübt werden. Wichtig ist vor allem die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und dann die Kommunikation zur Leitstelle.
Vor diesem Hintergrund fand am 17.08.2026 eine gemeinsame Übung der Löschbezirke (LB) Kleinblittersdorf und Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Kleinblittersdorf statt. Als Übungsobjekt diente die ehemalige Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kleinblittersdorf. Da dieses Gebäude abgerissen wird bietet es sich besonders für Feuerwehrübungen an. Anders als in genutzten Gebäuden musste keine Rücksicht auf das Gebäude genommen werden. Wir konnten mit Wasser am Strahlrohr und entsprechendem Wasserdruck in das Gebäude eindringen und auch schon mal Gewaltsam eine Tür öffnen. Es war eine lehrreiche Übung. Anschließend fanden eine Übungsbesprechung und ein gemütliches Beisammensein im Feuerwehrhaus des LB Kleinblittersdorf statt.








































































