Im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung fand am 12.06. eine gemeinsame Übung „Technische Hilfeleistung“ statt. Ausrichter war der Löschbezirk (LB) Mitte der Feuerwehr Kleinblittersdorf. Es war ein anspruchsvolles, von Tobias Lehmann inszeniertes, Szenario mit fünf an einem Verkehrsunfall beteiligten Personen, drei PKW und einem landwirtschaftlichen Fahrzeug mit Anhänger. Die Übung fand auf der Landstraße im Bereich der Bliesgersweiler Mühle, nahe der Grenze zwischen Kleinblittersdorf und Mandelbachtal, statt.
Dementsprechend groß war auch der Bedarf an Rettungskräften. Für den Rettungsdienst nahmen die Malteser, Stadtgliederung Saarbrücken, und der Arbeiter-Samariter Bund (ASB), Ortsverband Saarbrücken, mit je einem Rettungswagen teil. Der örtlich zuständige LB Bliesransbach, der nur über eine Mindestausstattung zur technischen Hilfeleistung verfügt, wurde durch den LB Bliesmengen-Bolchen aus der Gemeinde Mandelbachtal und den LB Mitte aus der Gemeinde Kleinblittersdorf unterstützt. Beide LB´s verfügen über eine Ausstattung, die normalerweise für PKW-Unfälle mit einem Fahrzeug ausreichend ist. Da hier mehrere PKW und ein größeres Fahrzeug beteiligt waren, war abzusehen, dass das vorhandene Material nicht ausreichen würde. Für solche Fälle gibt es bei der Feuerwehr sogenannte Rüstwagen (RW). Diese verfügen über eine Besatzung von nur drei Personen. Sie sind als Ergänzungsfahrzeuge konzipiert, um zusätzliches Material für technische Hilfeleitungen zu vorhandenem Personal zu bringen. Weder die Gemeinde Kleinblittersdorf noch die Gemeinde Mandelbachtal verfügen über einen solchen Rüstwagen. Normalerweise wird im Einsatzbereich der Gemeinde Kleinblittersdorf ein Rüstwagen aus Saarbrücken und im Bereich der Gemeinde Mandelbachtal einer aus Blieskastel hinzugezogen. Für die Übung wurde angenommen, dass der RW aus Saarbrücken anderweitig gebunden ist. Deshalb wurde der RW aus Blieskastel alarmiert. Es waren insgesamt rd. 50 Kräfte im Einsatz.
Zur Übungslage:
Ein PKW mit einer Person ist unter den Anhänger einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine gekommen. Der PKW Fahrer war eingeklemmt und für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer der Arbeitsmaschine war verletzt aber nicht eingeklemmt.
Zwei weitere PKW waren kollidiert. Einer davon befand sich im Gelände neben der Straße. Er war in Seitenlage auf der Beifahrerseite geraten und der Fahrer und einzige Insasse eingeklemmt. Um ein durch das Hängen in den Sicherheitsgurten verursachte Hängetrauma zu verhindern, war eine schnelle Rettung erforderlich. Ein Hängetrauma ist ein potentiell lebensbedrohlicher Schockzustand. In dem anderen PKW war der Fahrer ebenfalls verletzt und eingeklemmt, der Beifahrer verletzt. In enger Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr wurden Einsatzbereiche festgelegt, die Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt. Der Wehrführer der Feuerwehr Kleinblittersdorf, Michael Becker, war Einsatzleiter der Übung. Er war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden.
Abschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein im Feuerwehrhaus des LB Mitte. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, insbesondere bei den Kräften des Rettungsdienstes und den Kameraden aus Blieskastel. Bedanken möchten wir uns auch bei Timotheus Emanuel, der uns das Übungsgelände neben der Straße zur Verfügung gestellt hat.






































































