Gemeindewehr

Es war wieder so weit:

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Ich bin Atemschutzgeräteträger und habe den Führerschein Klasse 2. Ab dem 50. Lebensjahr muss ich dann, um als Geräteträger eingesetzt zu werden, jedes Jahr zu einer arbeitsmedizinischen Untersuchung. Für die Verlängerung des Führerscheines alle 5 Jahre benötigt man auch eine (etwas andere) arbeitsmedizinische Untersuchung. Dennoch macht es Sinn, wenn es von den Terminen her passt, beide Untersuchungen zusammen machen zu lassen, da es doch Überschneidungen gibt.

Bei mir standen nun beide Untersuchungen an. Ich habe mir einen Termin bei unserem Arbeitsmediziner genommen und ausreichend Zeit eingeplant. Die eigentliche Untersuchung dauert weniger als 2 Stunden, aber es kommen immer mal wieder Wartezeiten dazwischen, manchmal auch Notfälle. Die Untersuchung wird von der Gemeinde bezahlt, der Verdienstausfall hierfür nicht, sodass der Arztbesuch, wie so vieles andere für die Feuerwehr auch, in der Freizeit stattfindet.

Doch im Vorfeld beginne zumindest ich, mir mit zunehmendem Alter mehr Gedanken zu machen: Soll ich überhaupt noch zur Untersuchung gehen? Wir haben junge Leute, die hervorragend ausgebildet und körperlich ohne Zweifel leistungsfähiger sind. Diese müssen (bis sie 50 sind) nur alle drei Jahre zur Untersuchung.

Andererseits: man hat die Ausbildung, die Erfahrung und wenn die Tauglichkeit gegeben ist….. Eine seltsame Vorstellung wäre, man kommt (z.B. morgens halb zehn in Deutschland) zum Einsatz und es sind nicht genügend Atemschutzgeräteträger da. Man selbst darf das Gerät nicht anlegen, weil man einfach die notwendige Untersuchung nicht gemacht hat. Das ist dann schon ein Unterschied zu dem Fall, dass man sich unwohl fühlt oder nicht mehr tauglich ist.

Aber das eigene Ego spielt wohl auch eine Rolle: Auch für nicht-Geräteträger gibt es im Einsatz genug wichtige Arbeit. Ohne Unterstützung ist ein Atemschutzeinsatz schlicht nicht möglich. Aber: solange man atemschutztauglich ist fühlt man sich „Jung“ und „Fit“. Ist die Tauglichkeit nicht mehr gegeben drückt man sich selbst gerne den Stempel „Alt“ auf. Da ist es wohl einfacher von sich aus zu sagen „Ich will nicht mehr“ als wenn der Arzt dann sagt „Du darfst nicht mehr“.

Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, mir zu überlegen was ich das nächste Jahr mache. Die Uhr läuft……

Der Verfasser dieses persönlichen Erfahrungsberichtes möchte anonym bleiben, ist aber bekannt.

Hintergrund

Tätigkeiten unter Atemschutz sind besonders belastende und gefährliche Tätigkeiten. Durch eine eingeschränkte oder nicht vorhandene Tauglichkeit entstehen Gefahren für das Leben und die Gesundheit für einen selbst, weitere Truppmitglieder und/oder Dritte.

Deshalb verlangen die Unfallversicherungsträger entsprechende anspruchsvolle und umfangreiche Tauglichkeitsuntersuchungen mit festen Vorgaben. Dabei wird auch ein Belastungs-EKG durchgeführt. Bis zum 50 Lebensjahr ist die Untersuchung alle drei Jahre zu wiederholen, ab dem 50. jedes Jahr. Nach schweren Krankheiten (z.B. auch einer Corona-Infektion) u.ä. werden zusätzliche Untersuchungen nötig. Ohne diese Untersuchung darf – auch in Notfällen- kein Atemschutzgerät angelegt werden. Auch darf die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erst nach bestandener Tauglichkeitsprüfung begonnen werden.

Da die Gemeinde Dienstherr der ehrenamtlichen Feuerwehrleute ist muss sie als „Arbeitgeber“ die Kosten für diese Untersuchungen tragen. Verdienstausfall wird für diese Untersuchung von unserer Gemeinde nicht gezahlt. Deshalb finden viele Untersuchungen am späten Nachmittag statt, wo es dann zu längeren Wartezeiten kommt, da diese Zeiten sehr stark frequentiert sind.

Zusätzlich muss ein Mal jährlich eine Belastungsübung durchgeführt werden. Bei dieser muss mit angeatmetem Atemschutzgerät eine körperliche Beanspruchung und anschließend eine Übungsstrecke absolviert werden. Die Übungsstrecke ist im Dunkeln, mit Hindernissen und Engpässen, bei denen teilweise das Tragegestell des Atemschutzgerätes ausgezogen und später wieder angelegt werden muss, gemeistert werden. Bei dieser gesamten Übung darf der mitgeführte Luftvorrat nicht aufgebraucht werden.

Nur in Kombination von ärztlich bescheinigter Tauglichkeit und absolvierter Belastungsübung darf im Einsatz ein Atemschutzgerät angelegt werden.

Bei der Tauglichkeit gibt es keine Unterscheidung, ob der Dienst beruflich bei einer Berufs- / Werkfeuerwehr oder ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr ausgeübt wird. Auf alle können im Einsatz die gleichen Gefahrensituationen und Belastungen zukommen, bei Berufsfeuerwehren halt nur öfters. Das Feuer unterscheidet nicht, ob es von einer Berufs- oder einer Freiwilligen Feuerwehr bekämpft wird.

Für Ihre Sicherheit:

Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf

Brandschutzaufklärung

Sicherer Umgang mit Kerzen

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es handelt sich um die dunkle Zeit des Jahres mit kurzen Tagen und langen Nächten. Gerade in diesen Zeiten sehnen sich die Menschen nach Licht und Wärme. Auch die Geselligkeit ist in dieser Zeit wichtig. Dieses Jahr ist gerade das Zusammenkommen von Menschen nicht möglich. Doch eine Kerze kann in dieser schwierigen Zeit Hoffnung geben. Und das Licht einer Kerze schafft eine angenehme Atmosphäre, die kaum eine künstliche Lichtquelle erreichen kann.

Damit Sie die Advents- und Weihnachtszeit mit Kerzen genießen können, möchten wir Sie nochmals auf die Hinweise des Deutschen Feuerwehrverbandes zum sicheren Umgang mit Kerzen aufmerksam machen:

Neun einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder (und auch Haustiere) nicht gelangen können
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind! Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  • In Haushalten mit Kindern sollten vor allem am Weihnachtsbaum elektrische Kerzen verwendet werden. Diese sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden.
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher) bereit.
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch!

Quelle: www.feuerwehrverband.de)

So können Sie verhindern, dass wir Sie mit Blaulicht und Martinshorn besuchen kommen müssen. Denn das ist ein Besuch, den Sie sich nicht wünschen sollten.

Für Ihre Sicherheit:

Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf

LB 1 Mitte

Licht im Dunkeln

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Der Löschbezirk Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Kleinblittersdorf möchte in der dunklen Jahreszeit in dieser unsicheren Zeit ein Licht setzen.

Wir wollen allen, vor allem Kindern, die Möglichkeit eröffnen „Licht in das Dunkel“ zu bringen. Alle können mitmachen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, aber auch Vereine.

Werft uns einfach Eure Mal-/Bastelarbeiten am Feuerwehrhaus Mitte ein. Eine entsprechende Box wird am Eingang bereitstehen. Wir werden sie dann in den „Fenstern“ der Garagentore präsentieren. Es soll das größte Adventsfenster in unserer Gemeinde werden. Wir wünschen uns Mal- und Bastelarbeiten rund um Weihnachten – gerne auch mit Feuerwehrmotiven. Die Arbeiten sollten das Format DIN A3 nicht überschreiten und zweidimensional sein. Da die Arbeiten von hinten beleuchtet werden wären natürlich durchscheinende Materialien wie z.B. Pergamentpapier, toll.
Die Arbeiten werden je nach Einreichung an den Toren unserer Fahrzeughalle veröffentlicht. Es wird keine Prämierung der Besten Arbeit u.ä. geben. Wir wollen aber ein Licht setzen, bei dem jeder abends, z.B. bei einem Spaziergang, sich die Arbeiten ansehen und den besonderen Geist der Weihnachtszeit auf sich wirken lassen kann.

Wir wünschen viel Spaß.

Infos: Alexander Lang 0163 7420742.

Brandschutzaufklärung

Ihre Feuerwehr informiert: Rauchmelder retten Leben!

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Bundesweiter Rauchmeldertag am Freitag 13. November

Statistisch gesehen stirbt in Deutschland jeden Tag ein Mensch durch ein Brandereignis. Tödlich bei einem Brand ist in der Regel nicht das Feuer an sich, sondern der Brandrauch. Daher sterben die meisten Personen an einer Rauchgasvergiftung. Ursache der jährlich etwa 200.000 Gebäudebrände ist nicht wie oft angenommen Fahrlässigkeit, sondern werden Brände sehr oft durch technische Defekte ausgelöst.

Tagsüber wird ein Feuer meist schnell entdeckt und kann somit rasch gelöscht werden. Vor allem nachts werden Brände in Privataushalten zur tödlichen Gefahr. Während des Schlafes riecht der Mensch nichts und bereits drei Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein. Die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken.

Auf solche Brandereignisse mit Todesfolge hat der Gesetzgeber reagiert und eine Rauchmelderpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Im Saarland gilt diese Rauchmelderpflicht sowohl für Neubauten als auch für Bestandsimmobilien.

Ist ein Rauchmelder vorhanden, warnt dieser Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor dem ausgebrochenen Feuer. Er ermöglicht es Ihnen, sich selbst und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren. Daher ist ein Rauchmelder das beste Mittel im vorbeugenden Brandschutz und somit der beste Lebensretter.

Wo müssen Sie Rauchmelder anbringen?

In jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fluren, die als Fluchtwege aus einem Aufenthaltsraum dienen, sind Rauchmelder Pflicht. Weiterhin sollten Sie auch Rauchmelder im Wohn- / Esszimmer und Arbeitszimmer installieren. Im Badezimmer und in der Küche sollte kein Rauchmelder eingebaut werden. Durch Wasserdampf bzw. Kochdunst kann es hier zu Fehlauslösungen kommen.

Woran erkennt man gute Rauchmelder?

Ein Rauchmelder sollte folgende wichtige Kriterien erfüllen: Er muss zuverlässig Brandrauch erkennen und mit einem unüberhörbaren, lauten Warnton alarmieren. Die Bedienung und Montage sollte einfach sowie die Bedienungsanleitung verständlich sein. Als Orientierungshilfe kann der Rauchmeldertest der „Stiftung Warentest“ dienen. Bereits für wenige Euro können Sie gute Rauchmelder im Handel erwerben. Denken Sie aber auch bitte daran, die installierten Rauchmelder regelmäßig gemäß Herstellerangaben zu prüfen.

Weitere Informationen zu Rauchmeldern finden Sie unter „www.rauchmelder-lebensretter.de“

Eine Information in eigener Sache: Durch die Feuerwehr erfolgt keine Kontrolle, ob Sie Rauchwarnmelder in Ihrer Wohnung installiert haben. Bei Personen, die vorgeben, Ihre Rauchmelder prüfen zu wollen kann es sich um Betrüger handeln. Verweigern Sie ihnen den Zutritt und informieren Sie gegebenenfalls die Polizei.

Torsten Folz

Pressesprecher Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren im Regionalverband

Brandschutzaufklärung

Rauchmelder – die 5 größten Irrtümer

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Irrtum #3:

Nur Vermieter sind dazu verpflichtet, Rauchmelder zu installieren.

Falsch!!!

Auch ALLE Eigentümer sind dazu gesetzlich verpflichtet!

Auch selbst genutzte Wohnungen sind mit Rauchmeldern auszustatten!

Übrigens: Am 13. November ist Bundesweiter Rauchmeldertag!

www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelder-die-5-groessten…

Quelle Text und Grafiken: rauchmelder-lebensretter.de

Brandschutzaufklärung

Rauchmelder – die 5 größten Irrtümer

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Irrtum #2:

Ein Rauchmelder im Flur reicht.

Falsch!!!

Rauchmelder gehören in ALLE Flure, Schlaf- und Kinderzimmer.

(Sonderfall Berlin & Brandenburg: Rauchmelder gehören in ALLE Flure und Aufenthaltsräume, außer Küche und Bad.)

Übrigens: Am 13. November ist Bundesweiter Rauchmeldertag!

www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelder-die-5-groessten…

Quelle Text und Grafiken: rauchmelder-lebensretter.de

Brandschutzaufklärung

Richtig reagieren im Kohlenmonoxid-Notfall

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Im Rahmen der Aktionswoche

der Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen möchten wir Sie mehr zu diesem Thema informieren:

Schleichende Vergiftung, tödliche Gefahr

Eine hohe Konzentration an Kohlenmonoxid führt bereits in kürzester Zeit zu Benommenheit, Bewusstlosigkeit und anschließend sogar zum Tode. Vor allem nachts im Schlaf merken die Betroffenen die Anfangssymptome nicht.

Aber auch niedrige Konzentrationen von Kohlenmonoxid (CO) können über einen längeren Zeitraum zu einer chronischen Vergiftung mit erheblichen Gesundheitsschäden führen.

Eine beginnende CO-Vergiftung verursacht Sehstörungen, Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Atemprobleme und Übelkeit und wird oft falsch gedeutet.

Richtig reagieren im Kohlenmonoxid-Notfall

Wenn ein Kohlenmonoxid-Melder Alarm auslöst – oder es einen anderen, offensichtlichen Hinweis auf eine akute Kohlenmonoxid-Vergiftung gibt – reagieren Sie wie folgt:

  • Verlassen Sie umgehend das Gebäude mit allen in der Wohnung anwesenden Personen!
  • Öffnen Sie Türen und Fenster, sofern möglich.
  • Nehmen Sie Ihr Mobiltelefon mit!
  • Rufen Sie unter dem Notruf 112 Rettungsdienst und Feuerwehr!
  • Warten Sie draußen auf die Einsatzkräfte.
  • Informieren Sie nach Möglichkeit weitere Bewohner/Nachbarn über die Gegensprechanlage oder telefonisch. Gehen Sie nicht zurück ins Haus.

Quelle: www.co-macht-ko.de dort finden Sie weitere lebensrettende Informationen zum Thema Kohlenmonoxid.