Übung mit dem Rettungsboot

Am vergangenen Samstagmorgen, dem 07.05.2022 fand um 10 Uhr eine Übung des Löschbezirks Rilchingen-Hanweiler statt.
Schwerpunkt der Übung war der Umgang mit dem Rettungsboot (RTB).
Ebenfalls an der Übung teilgenommen hat Michael Becker, stellvertretender Gemeindewehrführer der Feuerwehr Kleinblittersdorf.
In mehreren kleineren Gruppen wurden verschiedene Manöver erklärt und anschließend praktisch geübt.
Es wurden beispielsweise mehrere Wendemanöver auf der Saar und das Einsatzszenario der Personenrettung aus dem Wasser durchgeführt.
Viele Kleinigkeiten sind bei der Annäherung mit dem Boot an eine hilflose Person in einem Gewässer zu beachten.
Auch muss immer wieder die genaue Handhabung bei dem zu Wasser lassen des Rettungsbootes trainiert werden.
Solche Übungen werden bei allen Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks dankend angenommen, da neben den Übungsszenarien jeder Bootsführer hier auch weitere Fahrpraxis sammeln kann.
Denn zu jeder Tages- und Nachtzeit kann eben genau diese benötigt werden. Egal ob zur Menschen- oder Tierrettung oder zum Ausbringen von Ölsperren bei Schadstoffen auf Gewässern: bei solchen Einsätzen kommt es auf jede Sekunde an um Leben zu retten oder Gefahren und Schäden abzuwenden.
Das Rettungsboot der Gemeinde Kleinblittersdorf wurde 2020 beschafft und ist in Rilchingen-Hanweiler stationiert und wird vom Löschbezirk Rilchingen-Hanweiler besetzt. Das Einsatzgebiet erstreckt sich durch die gesamte Gemeinde Kleinblittersdorf bis zur Schleuse nach Saarbrücken – Güdingen. Bei Bedarf kann das Boot aber auch von anderen Feuerwehren aus dem Regionalverband oder dem angrenzenden Saarpfalz-Kreis angefordert werden.

Anschließend fand im Feuerwehrgerätehaus in Rilchingen-Hanweiler eine Nachbesprechung statt und letzte Fragen wurden beantwortet. Das Rettungsboot wurde zum Abschluss noch gereinigt und für seinen nächsten Einsatz vorbereitet.
Die Übung endete gegen 12:00 Uhr.
Weitere Übungen mit dem Rettungsboot sind für dieses Jahr geplant. So zum Beispiel eine gemeinsame Übung mit dem Löschbezirk Habkirchen der Freiwilligen Feuerwehr Mandelbachtal, welche ebenfalls über ein ähnliches Rettungsboot für Einsätze auf der Blies verfügt.
Für ihre Sicherheit:
Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf,
Löschbezirk 4, Rilchingen-Hanweiler
Bericht:
Matthias Roth, David Steve Mantzer
Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fotos: Matthias Roth & Felix Breier

Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus nimmt zu

Freitag der 13. ist Rauchmeldertag. Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus die wohl mittlerweile in jedem Haushalt vorhanden sind.

Das Forum für Brandrauchprävention informiert:

Foto: www.ifs-ev.org / Pat Scheidmann

Zu den Informationen des Forum für Brandrauchprävention gelangen sie hier.

Rauchmelder retten Leben

Im Brandfall bleiben Ihnen 120 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Informationen, wie Sie sich in dieser Zeit verhalten sollen finden Sie hier:

Vor allem nachts sind Rauchmelder Lebensretter, denn Sie bemerken die Brandentstehung im Schlaf nicht. Sie haben im Brandfall dann durch den Rauchmelder noch 120 Sekunden Zeit, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr unter 112 zu rufen. Was tun, wenn’s brennt und wie Sie das richtige Verhalten im Brandfall Ihren Kindern erklären, das erläutert Ihnen praktisch unsere Online-Broschüre zum kostenlosen Download.

Die Informationen wurden vom Forum Brandrauchprävention e.V., Berlin zur Verfügung gestellt.
www.rauchmelder-lebensretter.de

Maibaumstellung in Sitterswald

Nach der coronabedingten Zwangspause wurde am 30.4. wieder traditionsgemäß der Maibaum in Sitterswald aufgestellt.

Nachmittags trafen sich Mitglieder des Löschbezirk (LB) Mitte. Gemeinsam ging es in den Gemeindewald. Dort wurde dann eine Birke ausgesucht und gefällt. Nachdem die Birke teilweise entastet war wurde der Baum zum Marktplatz gebracht. Die anwesenden Kinder schmückten den Baum mit bunten Bändern. So wurde aus der einfachen Birke ein echter Maibaum. Unter den Augen von zahlreichen Zuschauern wurde mit vereinten Kräften der ca. 16 Meter hohe Baum mit Muskelkraft aufgestellt. Dabei wurden die Feuerwehrleute von weiteren Helfern unterstützt. Karl Leo Bohr leitete das Aufstellen und dirigierte die einzelnen Mannschaften.

Es herrschte eine ausgelassene Stimmung und man merkte, dass alle froh waren, dass hier wieder ein Stück Normalität vorhanden war.

Die Maibaumaufstellung in Sitterswald ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Heimat- und Verkehrsverein Sitterswald, der SPD Obere Saar und dem Löschbezirk Mitte. Der Erlös ist für die Jugendwehr des LB Mitte bestimmt. Wir bedanken uns bei unseren Mitveranstaltern.


Neue Löschbezirksführung in Rilchingen-Hanweiler gewählt

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Löschbezirk Rilchingen-Hanweiler am Sonntag den 3. April 2022, lag der Schwerpunkt auf den Wahlen der Löschbezirksführung.

Diese stehen turnusgemäß alle 6 Jahre an. Der bisherige Amtsinhaber Dr. Andreas Lang, seit 2016 im Amt als Löschbezirksführer, stellte sich aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl. Lang eröffnete um 10 Uhr die Sitzung. Diese fand unter strengen Hygiene Vorschriften in der Mehrzweckhalle in Rilchingen-Hanweiler statt. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften, die in den letzten 2 Jahren während der Corona Pandemie eine besondere Disziplin und strenge Maßnahmen einhalten mussten, um die Einsatzbereitschaft der Wehr auch während dieser Zeit aufrecht zu halten. Lang bedankte sich auch bei seinen Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Er freue sich zukünftig durch die neu gewonnene Zeit wieder auf die Gemeinsamkeit und Kameradschaft nach den Übungen. Der Bürgermeister der Gemeinde Kleinblittersdorf und Chef der Wehr, Rainer Lang, dankte der bisherigen Löschbezirksführung und deutete auf die gelungene Dienstzeit der Löschbezirksführung hin. Auch Wehrführer Peter Dausend bedankt sich für die Disziplin der Wehr während der Pandemie und wies nochmal auf den Stellenwert der Feuerwehr hin. Er hoffe auch bei der Feuerwehr bald Lockerungen der Corona Maßnahmen anordnen zu können. Bei Dr. Andreas Lang bedankte sich Dausend mit einem kleinen Präsent und erläuterte nochmal die großen Aufgaben der bisherigen Löschbezirksführung wie den Umbau des Feuerwehrgerätehauses, die Beschaffung eines neuen Rettungsboots und des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs. Dieses wird in Eigenleistung umgebaut und wird schon bald einsatzbereit sein. Auch ist Lang in die Planung des neuen Löschgruppenfahrzeugs involviert, das sich aktuell beim Hersteller im Bau befindet. Zur Wahl als neuer Löschbezirksführer stellte sich der bisherige Stellvertreter von Andreas Lang, Martin Debus. Er wurde von den Feuerwehrangehörigen als neuer Löschbezirksführer gewählt. Für das Amt als Stellvertreter von Debus erhielt Florian Skibbe die Mehrheit der Stimmen und wurde somit als neuer Stellvertretender Löschbezirksführer gewählt. Debus und Skibbe wurden im Anschluss an die Wahl von Bürgermeister Lang für 6 Jahre in ihren Ehrenämtern bestellt. Da in den letzten beiden Jahren die Barbarafeiern, an denen traditionell Beförderungen ausgesprochen und Übernahmen aus der Jugendwehr durchgeführt werden, ausfallen mussten, nahm Bürgermeister Lang diese Handlungen im Rahmen der Mitgliederversammlung vor: Paul Breihof, Vasco Calcagno und Joel Hasangjekaj wurden als Feuerwehranwärter in die Aktive Wehr übernommen. Der Löschmeister Manuel Debus wurde zum Oberlöschmeister ernannt. Darüber hinaus wurden noch verschiedene Funktionen und Positionen neu besetzt.

Für Ihre Sicherheit: Ihre Feuerwehr Kleinblittersdorf

David Steve Mantzer Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Auf dem Foto von links nach rechts: Michael Becker, Andreas Lang, Martin Debus, Florian Skibbe, Peter Dausend, Rainer Lang.

Regengüsse glimpflich für Gemeinde Kleinblittersdorf

Die ergiebigen Regenfälle vom 7. und 8. April gingen für die Gemeinde Kleinblittersdorf glimpflich vorüber.

Nachdem seit dem Nachmittag des 8. April bereits einige Einsätze abgearbeitet waren wurden gegen 22 Uhr alle Löschbezirke der Gemeinde alarmiert. Aufgrund der Unwetterereignisse im gesamten Regionalverband war die Einsatzleitstelle überlastet und es wurden die Technische Einsatzleitungen (TEL) der einzelnen Gemeindefeuerwehren aktiviert. Gleichzeitig wurden auch alle Löschbezirke der Gemeinde alarmiert, um in den Feuerwehrhäuern in Bereitschaft zu gehen. Dabei sollten die Sirenen mit der Alarmierung „Feueralarm“ ausgelöst werden, um mehr Feuerwehrleute zur erreichen. Versehentlich wurde stattdessen die Sirenenalarmierung „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst, was zu Irritationen geführt hat.

Umgehend nach der Alarmierung wurden durch die Feuerwehr Erkundungsfahrten an den neuralgischen Punkten durchgeführt. Erleichterung machte sich breit als klar war, dass von der Scherbach im Ortsteil Kleinblittersdorf diesmal keine größeren Probleme zu erwarten waren.

Die ersten Einsätze waren bereits am Nachmittag. Um 2 Uhr nachts beendete die TEL ihre Tätigkeit und die Leitstelle der Berufsfeuerwehr übernahm wieder die Feuerwehralarmierung. Das war auch das Ende der Einsätze in der Gemeinde Kleinblittersdorf für diese Nacht.

Insgesamt war die Feuerwehr in der Gemeinde Kleinblittersdorf bei 13 Einsätzen in den Ortsteilen Auersmacher, Bliesransbach, Kleinblittersdorf und Sitterswald im Einsatz. Einzig in Rilchingen-Hanweiler waren keine Einsätze der Feuerwehr zu verzeichnen. Es handelte sich im Wesentlichen um Wassereinbrüche in Häuser und überflutete Straßen, da das Wasser nicht durch die Kanalisation abfließen konnte. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Kleinblittersdorf war ebenfalls bis in die Nacht im Einsatz. Sie befreiten vor allem die Rechen der Kanaleinflüsse, die immer wieder von angeschwemmten Treibgut wie Äste und Blätter, verstopft wurden, von diesem. Feuerwehr und Bauhof arbeiteten Hand in Hand zum Wohle der Bürger.

Aus Sicht der Feuerwehr war der aufwendigste Einsatz in Bliesransbach. Dort war der Ransbach über seine Ufer getreten. Er hatte die Bliesbolchener Straße überflutet. Die in Rilchingen-Hanweiler für die Gemeinde vorgehaltenen gefüllten Sandsäcke reichten hier nicht aus, sodass weitere Sandsäcke gefüllt werden mussten. Sie wurden mit dem Gerätewagen Logistik des LB Rilchingen-Hanweiler zur Einsatzstelle gebracht. Hierbei handelt es sich um ein Fahrzeug, das neben seiner feuerwehrtechnischen Beladung über eine Hebebühne und Transportkapazitäten verfügt.

Nach Kenntnis der Feuerwehr wurde niemand verletzt.

Archivfoto

Wir dürfen wieder! Die Jugendfeuerwehr darf wieder ran 2.0

Foto: Melanie Faas

Fit werden für den späteren Einsatzdienst ist das Ziel der Mädchen und Jungs in der Jugendfeuerwehr. Übungen, Spaß, gemeinsame Aktivitäten, das Zeltlager und nicht zuletzt die Leistungsspange zeigen: der Terminkalender ist in der Regel prall gefüllt.

Nachdem wir im ersten Corona-Lockdown 2020 viele geplante Aktivitäten absagen mussten, konnten wir aufgrund der Lage für 2021 leider sehr wenig planen.

Da die Feuerwehr eine systemrelevante Einrichtung der Gemeinde Kleinblittersdorf ist und die Verbreitung einer Infektion innerhalb eines Löschbezirkes dessen Einsatzbereitschaft gefährden würde, mussten wir länger pausieren als es bei anderen Hobbies der Fall ist. Hierunter fiel leider auch die Jugendfeuerwehr und wir mussten zum 2. mal innerhalb kurzer Zeit, quasi von heute auf morgen, eine Übungspause einlegen.

Natürlich waren wir in der “Pause” nicht ganz untätig und haben unsere Übungen teilweise online abgehalten. Das war sicher spannend, aber es kann das Üben an unseren Werkzeugen nicht ersetzen.

Nun soll die 2. Pause ein Ende haben und Präsenzübungen sind ab dem 28.3.22 wieder erlaubt. 

Die ersten Übungen und Ereignisse wie z. B. die Leistungsspange oder die Jugendflamme sind schon geplant und terminiert.

Wir sind optimistisch, dass wir nun endlich wieder durchstarten können und würden uns über Verstärkung freuen!

Du bist mind. 8 Jahre alt?

Hast Lust auf eine Gruppe, mit der man Spaß und Action erleben kann?

Du hast Lust auf eine Aufgabe, die neben Spaß auch viel Anerkennung bringt? Dann bist du bei der Jugendfeuerwehr genau richtig!

Übungen der Jugendfeuerwehr in den jeweiligen Löschbezirken:

LB Mitte (Sitterswald & Auersmacher): alle 14 Tage Donnerstags 18:00 – 20:00 Uhr

LB 2 (Bliesransbach): alle 14 Tage Donnerstags 17:15 – 19:00 Uhr

LB 3 (Kleinblittersdorf): wöchentlich Donnerstags 18:00 – 19:30 Uhr

LB 4 (Hanweiler): wöchentlich Freitags 17:30 – 19:00 Uhr

Komm doch einfach mal vorbei.

Die Jungendwarte freuen sich, die “alten” und neuen Schützlinge zu begrüßen.

Denn ihr seid die Jugend von heute und die Retter von morgen!

Für Ihre Sicherheit:

Ihre Feuerwehr Kleinblittersdorf

Melanie Faas

stv. Gemeindejugendwartin 

Jugendfeuerwehrübung mal anders – Liveübertragung aus der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Bliesransbach

Normalerweise treffen sich die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Kleinblittersdorf regelmäßig in ihren Fahrzeughallen zur Therorie oder fahren zu Übungen raus. Leider ist dies derzeit, aufgrund der aktuellen Corona Situation nach wie vor verboten. Es dürfen keine Präsenzübungen vor Ort durchgeführt werden. Nun war Geschick gefragt, um den Kindern und Jugendlichen nicht immer langweilige Präsentationen am PC vorzuhalten und so den Spaß an den Übungen nicht zu verderben. Denn auch in der Corona-Zwangspause ist es enorm wichtig, das bisher Erlernte nicht zu vergessen und immer wieder zu wiederholen.

Nach kurzer Überlegung hatten die Jugendwarte und Betreuer des Löschbezirks Bliesransbach eine Idee. „Wir wollen unsere Fahrzeughalle als Fernsehstudio umbauen und live aus der Fahrzeughalle eine Übung senden.“

Gesagt getan, nach kurzer Zeit wurde die Idee bereits umgesetzt.

Alexander Brach, Dennis Boucher, Melanie Faas und Cornelia Krüger fanden sich am 17.02.2022 im Gerätehaus Bliesransbach ein.

Unser Moderator Alexander brachte die Technik von zu Hause mit.

Nach kurzer Aufbauphase sendeten wir tatsächlich „live“ aus dem Feuerwehrgerätehaus bzw. unserer Fahrzeughalle.

Auf dem Plan stand das Thema Fahrzeug- und Gerätekunde.

Nach einer halben Stunde war die erste Seite des Fahrzeugs erklärt und Dennis drehte das Fahrzeug um. Nun war die zweite Seite des Fahrzeugs dran. Alexander erklärte den Kindern und Jugendlichen jedes auf dem Fahrzeug verladene Teil ausführlich.

Melanie bediente die Kamera, Cornelia war für die Fotos zuständig und koordinierte die jungen Zuschauer online.

Nach gut 1 Stunde war die Präsentation der etwas anderen Art beendet. Alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren begeistert und wünschten sich sofort weitere Übungen live aus dem „Feuerwehr-Studio“. Auch die ausführenden Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr waren sehr zufrieden mit dem Endergebnis.

Es war für uns das erste Mal, aber wird sich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Bericht und Fotos: Cornelia Krüger, LB Bliesransbach

Rauchwarnmelder ausgelöst, Frau in Klinik gebracht

Am späten Nachmittag des 12. März wurde die Feuerwehr Kleinblittersdorf zu einem Brand „Ausgelöster Rauchwarnmelder“ in die Saargemünder Straße in Rilchingen Hanweiler alarmiert. Bei dem Anruf in der Rettungsleitstelle der Feuerwehren bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken kamen Zweifel darüber auf, ob sich die Anruferin, eine ältere Dame, in Gefahr befand. Die Rettungsleitstelle setzte deshalb die Alarmierungsstufe hoch, sodass mehr Kräfte als bei einem ausgelösten Rauchwarnmelder üblich alarmiert wurden. Die Bewohnerin wurde an der Einsatzstelle durch einen Notarzt untersucht und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der Rauchmelder in der Erdgeschosswohnung eines Zweifamilienhauses wurde offenbar durch angebranntes Essen ausgelöst. Die Feuerwehr führte Belüftungsmaßnahmen mit einem Überdruckbelüfter durch. Der Einsatz dauerte knapp eine Stunde.

Die Feuerwehr war aufgrund der erhöhten Alarmierungsstufe mit den Löschbezirken Rilchingen-Hanweiler, Mitte und Kleinblittersdorf und ca. 50 Kräften ausgerückt. Ein Teil dieser Kräfte fuhr nicht die Einsatzstelle sondern die vorgesehenen Bereitschaftsräume an. Der Rettungsdienst rückte wie bei dieser Alarmierungsstufe vorgesehen mit zwei Rettungswagen und einem Notarztwagen und die Polizei mit zwei Kommandos an.

Symbolfoto

Was bedeutet es, wenn die Sirene heult?

Was bedeutet es, wenn die Sirene heult?
Sirenen werden zur Alarmierung für die Feuerwehren aber auch zur Warnung der Bevölkerung betrieben. Die Feuerwehren sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, die Alarmierung über Funkmeldeempfänger, die jedes Feuerwehrmitglied bei sich trägt, sicherzustellen. Für die Feuerwehralarmierung werden daher in der Gemeinde Kleinblittersdorf die Sirenen nur noch nach Anforderung genutzt.
Zu Warnzwecken gewinnen die Sirenen, besonders nach der Flutkatastrophe im Ahrtal wieder zunehmend an Bedeutung. Da der bundesweite Warntag 2020 zwar allgemein als gescheitert gilt, wurde in viele Kommunen das Sirenenkonzept neu überarbeitet.
Die Gemeinde Kleinblittersdorf verfügt verteilt auf alle Ortsteile 11 Sirenen vom Typ „e57“. Die Sirenenanlagen wurden im Dezember von einer Fachfirma überarbeitet, da die Sirenen zum Warntag zwar funktionierten, doch nicht das gewünschte Signal abgeben konnten. Dabei wurde auch die Funktionsfähigkeit aller 11 Sirenen Anlagen überprüft und notwendige Reparaturen durchgeführt.
Hörbar ist das seit Januar jeden 4. Samstag im Monat zur Sirenenprobe um 12:00 Uhr. Da geben die Sirenen nicht mehr den gewohnten Ton „Feueralarm“ (Dauersignal mit 2x Unterbrechung) ab, sondern das Signal „Probealarm“, ein etwa 12 Sekunden langes Tonsignal.
Doch wie erkennt man als Laie den Unterscheid der Sirenentöne zwischen der Alarmierung der Feuerwehr und der Warnung der Bevölkerung?
Die Sirene hat je nach Tonfolge verschiedene Bedeutungen und betrifft alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nur Feuerwehrleute!
An dieser Stelle wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Tonfolgen, deren Bedeutung und evtl. wichtige Verhaltensregeln geben:

1-minütiger Heulton auf- und abschwellend. Bedeutung: Warnung der Bevölkerung.
Verhaltensregeln: In das Haus, bzw. in die Wohnung gehen. Radio und Fernsehen einschalten und auf Durchsagen achten. Die mobilen Warn Apps wie Nina oder KatWarn beachten.
Gegebenenfalls schutzlose Personen oder Nachbarn informieren. Türen und Fenster schließen, Klimaanlagen abschalten.

1-minütiger Dauerton. Bedeutung: Entwarnung
Wenn Sie den Heulton eine Minute lang ohne Unterbrechung hören, bedeutet dies für Sie eine Entwarnung bzw. das Ende der Gefahr.

Dauersignal, 2x unterbrochen. Bedeutung: Feueralarm
Dieses Sirenensignal dient nur zur Alarmierung der Feuerwehr bei verschiedenen Einsätzen.
Verhaltensregeln:
Achten Sie besonders als Verkehrsteilnehmer auf herannahende Einsatzfahrzeuge
Anmerkung: Die Feuerwehr der Gemeinde Kleinblittersdorf wird in allen Ortsteilen nur noch über digitale Funkmeldeempfänger alarmiert. Dieses Signal wird nur nach Anforderung der Feuerwehr ausgelöst wenn zum Beispiel durch eine technische Störung die Alarmierung per Funkmeldeempfänger nicht funktionierte.

12 Sekunden Dauerton. Bedeutung: Probealarm
Erfolgt jeden 4. Samstag im Monat um 12:00 Uhr und dient zur Überprüfung der Sirenen.

Hier nochmal die Bedeutung der Sirenensignale in einer Grafik dargestellt:

Für Ihre Sicherheit:

Ihre Feuerwehr Kleinblittersdorf
David Steve Mantzer
Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr und des Bauhofes in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar 2022

Vorbildliche Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr und des gemeindlichen Bauhofes nach lang andauernden und ergiebigen Regenfällen: In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar 2022 musste unsere Feuerwehr insgesamt 6 Mal ausrücken. Außerdem war der Bereitschaftsdienst des Bauhofes mit bis zu 9 Mitarbeitern ab 20 Uhr im Einsatz.

In den Medien wurde berichtet, dass Katastrophenalarm ausgelöst worden wäre. Der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Markus Dincher, stellte jedoch in seinem Statement klar, dass dies nicht der Fall war. Bei den Einsätzen handelte es sich um Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen der Technischen Hilfeleistung.

Nach einem ersten Einsatz des Löschbezirkes Kleinblittersdorf gegen 20:30 Uhr an der B51 zwischen Kleinblittersdorf und Auersmacher, wo der Straßengraben und die Straße überflutet und die Einläufe mit Geröll, Laub etc. verstopft waren, wurde der Löschbezirk Bliesransbach kurz vor 21 Uhr alarmiert.

Foto: Einsatz Kapellenstraße von Philipp Thiel

Auch dort kam es zu einer Überflutung der Straße mit Gefährdung für Autofahrer, und zwar am Ortsausgang Bliesransbach in Richtung Bliesmengen-Bolchen. Hier konnte die Überflutung durch das Anheben eines Gullydeckels beseitigt werden.

Foto: Einsatz Scherbachstraße von Sebastian Quinten

Gegen 23:30 Uhr rückte der Löschbezirk Mitte wegen Überflutung der Kapellenstraße im Bereich der Kreisstraße aus. Da in der Alarmierung von mehreren Kellern die Rede war, fuhren gleich zwei Lösch-gruppenfahrzeuge an die Einsatzstelle.

Außerdem wurde noch der Löschbezirk Rilchingen-Hanweiler alarmiert, da dieser über einen Gerätewagen mit Logistik verfügt, der Sandsäcke zur Einsatzstelle bringen sollte. In der Kapellenstraße war der Einlauf des Tiefenbaches verstopft, obwohl dieser nach dem Starkregenereignis 2018 komplett erneuert und der Bachlauf oberhalb neu profiliert und mit Pfählen versehen worden war, um Geröll zurückzuhalten.

Der größte Einsatz war im Ortsteil Kleinblittersdorf erforderlich. Nachdem sich der Löschbezirksführer des Löschbezirkes Kleinblittersdorf Sebastian Quinten noch gegen 23 Uhr davon überzeugt hatte, dass die Lage in der Scherbachstraße trotz des lang andauernden Regens ruhig war, wurde um 23:45 Uhr der Löschbezirk Kleinblittersdorf alarmiert. Wieder drohte Gefahr von den Wassermassen, die die Scherbachstraße herunter strömten. Da die Einläufe des Scherbaches in die Kanalisation im oberen Bereich der Straße liegen, war die Anfahrt mit dem Feuerwehrfahrzeug schon mit Schwierigkeiten verbunden. Aufgrund der Lage wurden auch die Löschbezirke Bliesransbach und Rilchingen-Hanweiler sofort hinzugezogen.

Um die Anwohner zu warnen, wurden auf Veranlassung der Feuerwehr auch die Sirenen im Ortsteil Kleinblittersdorf durch die Einsatzleitstelle ausgelöst. Zwar wird die Feuerwehr überwiegend über Funkmeldeempfänger alarmiert – diese Situation hat aber wieder gezeigt, wie wichtig Sirenen zur Warnung der Bevölkerung sind.

Außerdem wurden die Anwohner durch die Feuerwehrleute aus den Betten geklingelt und gebeten, ihre Fahrzeuge in Sicherheit zu bringen. Trotzdem wurde ein Fahrzeug weggespült und beschädigt.

Die Feuerwehr legte einen Einlauf der Scherbach in die Kanalisation von angeschwemmten Ästen und Geröll frei. Außerdem leiteten sie die Wassermassen auf der Straße mit Hilfe von Sandsäcken, Bohlen usw. in die Kanaleinläufe. Durch diese Maßnahmen verbesserte sich die Lage in der Scherbachstraße erheblich und die drohende Überflutung vieler Keller konnte gebannt werden.

Zwischendurch wurde die Feuerwehr auch noch zu einem Einsatz in die Klosterstraße gerufen, die auch überflutet war. Lt. Mitteilung der Feuerwehr kam es bei 3 Kellern zu Wassereinbrüchen. Da sich die Bewohner aber weitgehend selbst halfen, war hier kein größerer Feuerwehreinsatz erforderlich.

Der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Markus Dincher, macht allerdings darauf aufmerksam, dass es sicherlich bei Starkregen eine gewisse Dunkelziffer gibt, da viele Bewohner von Häusern an neuralgischen Punkten mit Tauchpumpen und Wassersaugern ausgestattet sind und bei Wassereintritt die Schäden selbst beseitigen, ohne die Feuerwehr zu alarmieren.

Foto: MUV Scheibner

Die Freiwillige Feuerwehr möchte sich an dieser Stelle für die enorme Hilfsbereitschaft der Anwohner in den Schadensgebieten bedanken, die u. a.  Bretter, Bohlen und Holztafeln zur Wasserumleitung zur Verfügung gestellt und auch mit angepackt haben.

Noch in der Nacht wurde durch Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde mit der Beseitigung der ausgespülten Schotter- und Geröllmassen begonnen. Die Verfüllung der ausgespülten Bereiche und die Reinigungsarbeiten dauerten bis zum nächsten Tag an.

Um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen, waren am Folgetag u. a. Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Naturschutz des Saarlandes, Bürgermeister Rainer Lang, der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Klein-blittersdorf Jörg Wagner und der Löschbezirksführer des Löschbezirkes Kleinblittersdorf Sebastian Quinten vor Ort.

Bürgermeister Rainer Lang wies darauf hin, dass nach dem Starkregenereignis im Jahr 2018 die Gemeinde das Staubauwerk oberhalb der Scherbachstraße funktionsfähig gemacht und auch verschiedene Maßnahmen getroffen hat, um das Wasser zu drosseln. Es hat sich leider gezeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen noch nicht ausreichen. Fest steht lediglich, dass das Wasser in der Nacht nicht von dem Staubauwerk kam.

Umweltminister Reinhold Jost: „Der extreme Starkregen, der 2018 die Gemeinde Kleinblittersdorf traf, hatte große Schäden an der öffentlichen Infrastruktur und Privatbesitz hinterlassen. Die Entscheidung, als erste Gemeinde ein Starkregenvorsorgekonzept zu beauftragen und zudem auch mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Gefährdungsanalyse und Maßnahmen-ableitung durchzuführen, hat heute schon erste Früchte getragen. Die Erkenntnisse und Schwachstellen, die herausgearbeitet wurden, waren sehr wertvoll und haben so beim jüngsten Unwetter dazu beigetragen, dass die Menschen rechtzeitig gewarnt wurden und die Einsatzkräfte – allen voran die Feuerwehr – das Schlimmste verhindern konnten.“

Nach Umsetzung der Handlungsempfehlungen aus dem vom ZEK finanzierten Starkregenvorsorge-konzeptes kann zukünftig das Schadensrisiko durch Starkregen weiter minimiert werden. Mit der finanziellen Förderung von Vorsorgekonzepten und Gefahren-karten sollen den Bürgern alle Informationen zur Verfügung gestellt werden, damit sie Eigenvorsorge betreiben können.

Mittels Starkregengefahrenkarten können sich Kommunen und Privathaushalte auf den Starkregenfall vorbereiten, indem sie Abflusswege erkennen, freihalten und zur gefahrlosen Ableitung neue Abflusswege schaffen.

Umweltminister Reinhold Jost betont, dass ihm diese Vorsorge wichtig ist. „Deshalb stecken wir Arbeit und Geld in Konzepte und Maßnahmen. Unser Ziel ist im Sinne der Schadensminimierung die saarlandweite kartografische Abbildung der Starkregengefahr.“ so Jost.

Zwar ist es auch schon früher ab und an zur Überschwemmung in der Scherbachstraße gekommen, allerdings nie in den Ausmaßen wie im Jahr 2018 und in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar – und das trotz der nach dem Starkregenereignis getroffenen Maßnahmen.

Bürgermeister Rainer Lang bedankt sich ganz besonders bei den 119 Einsatzkräften der  Freiwilligen Feuerwehr, die in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar 2022 rund 375 Stunden zum Schutz der Allgemeinheit im Einsatz waren. Ein weiteres Dankeschön geht an die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, deren nächtlicher Einsatz gegen 7:30 Uhr beendet war.

Laut Bürgermeister Rainer Lang sollen die in dem erarbeiteten Starkregenkonzept aufgeführten Schutzmaßnahmen weiter abgearbeitet werden, damit zukünftig solche Ereignisse wenn möglich minimiert werden können. Eine 100%ige Sicherheit kann es aber nie geben.

Autor: Gemeinde Kleinblittersdorf