Löschbezirk Kleinblittersdorf unterstützt soziale Tage der Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf

Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, besuchten fünf Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks Kleinblittersdorf im Rahmen der sozialen Tage der siebten Klassen die Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf. Sie gaben den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr.

In Kleingruppen lernten die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben der Feuerwehren in Deutschland kennen. Bei einem informativen Teil haben die Schülerinnen und Schüler neben den Aufgaben der Feuerwehr auch die Unterschiede zwischen einer Freiwilligen Feuerwehr und einer Berufsfeuerwehr kennengelernt. Hier durften sie schätzen, wie viele Feuerwehren von der jeweiligen Art in Deutschland und im Saarland vorhanden sind und wie viele Mitglieder diese entsprechend haben. Viele waren überrascht, dass der Großteil der Feuerwehren in Deutschland Freiwillige Feuerwehren sind und entsprechend die vielen Aufgaben durch Ehrenamtliche übernommen werden.

Nach dem Informationsteil konnten sich die Schülerinnen und Schüler das Löschfahrzeug samt Ausrüstung anschauen und die Gerätschaften in die Hand nehmen. Ebenso durften sie Teile der Einsatzkleidung anziehen und mit Unterstützung der Kräfte des Löschbezirkes spüren, was es bedeutet, zusätzlich noch ein Atemschutzgerät auf dem Rücken zu tragen.

Für den Abschluss jeder Gruppe gab es ein besonderes Highlight: Die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen durften ein echtes Feuer löschen. Dazu hatten die Kräfte des Löschbezirkes eine Trainingsanlage für den Umgang mit Feuerlöschern, die die Feuerwehr Kleinblittersdorf besitzt, mitgebracht. Damit konnte ein kontrolliertes Feuer erzeugt werden, dass einen brennenden Mülleimer darstellte, welches die Schülerinnen und Schüler mit Übungsfeuerlöschern – mit Wasser gefüllt – löschen konnten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß bei den Aktionen, auch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Wir bedanken uns für die seit Jahren funktionierende Zusammenarbeit im Rahmen der sozialen Tage mit der Gemeinschaftsschule.

Hintergrund: Der Brandschutz in Deutschland wird zum Großteil durch ehrenamtliche Kräfte sichergestellt. In ganz Deutschland gibt es nur 116 Berufsfeuerwehren mit rund 35.700 Mitarbeitern, die sich überwiegend in Städten mit über 100.000 Einwohnern befinden. In allen kleineren Städten und Gemeinden sind Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Die rund 1.030.000 ehrenamtlichen Kräften sind neben ihrem normalen Beruf in ihrer Freizeit für die Sicherheit der Bevölkerung aktiv.

Gemeindeübergreifende Übung Verkehrsunfall

Im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung fand am 12.06. eine gemeinsame Übung „Technische Hilfeleistung“ statt. Ausrichter war der Löschbezirk (LB) Mitte der Feuerwehr Kleinblittersdorf. Es war ein anspruchsvolles, von Tobias Lehmann inszeniertes, Szenario mit fünf an einem Verkehrsunfall beteiligten Personen, drei PKW und einem landwirtschaftlichen Fahrzeug mit Anhänger. Die Übung fand auf der Landstraße im Bereich der Bliesgersweiler Mühle, nahe der Grenze zwischen Kleinblittersdorf und Mandelbachtal, statt.

Dementsprechend groß war auch der Bedarf an Rettungskräften. Für den Rettungsdienst nahmen die Malteser, Stadtgliederung Saarbrücken, und der Arbeiter-Samariter Bund (ASB), Ortsverband Saarbrücken, mit je einem Rettungswagen teil. Der örtlich zuständige LB Bliesransbach, der nur über eine Mindestausstattung zur technischen Hilfeleistung verfügt, wurde durch den LB Bliesmengen-Bolchen aus der Gemeinde Mandelbachtal und den LB Mitte aus der Gemeinde Kleinblittersdorf unterstützt. Beide LB´s verfügen über eine Ausstattung, die normalerweise für PKW-Unfälle mit einem Fahrzeug ausreichend ist. Da hier mehrere PKW und ein größeres Fahrzeug beteiligt waren, war abzusehen, dass das vorhandene Material nicht ausreichen würde. Für solche Fälle gibt es bei der Feuerwehr sogenannte Rüstwagen (RW). Diese verfügen über eine Besatzung von nur drei Personen. Sie sind als Ergänzungsfahrzeuge konzipiert, um zusätzliches Material für technische Hilfeleitungen zu vorhandenem Personal zu bringen. Weder die Gemeinde Kleinblittersdorf noch die Gemeinde Mandelbachtal verfügen über einen solchen Rüstwagen. Normalerweise wird im Einsatzbereich der Gemeinde Kleinblittersdorf ein Rüstwagen aus Saarbrücken und im Bereich der Gemeinde Mandelbachtal einer aus Blieskastel hinzugezogen. Für die Übung wurde angenommen, dass der RW aus Saarbrücken anderweitig gebunden ist. Deshalb wurde der RW aus Blieskastel alarmiert. Es waren insgesamt rd. 50 Kräfte im Einsatz.

Zur Übungslage:

Ein PKW mit einer Person ist unter den Anhänger einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine gekommen. Der PKW Fahrer war eingeklemmt und für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer der Arbeitsmaschine war verletzt aber nicht eingeklemmt.

Zwei weitere PKW waren kollidiert. Einer davon befand sich im Gelände neben der Straße. Er war in Seitenlage auf der Beifahrerseite geraten und der Fahrer und einzige Insasse eingeklemmt. Um ein durch das Hängen in den Sicherheitsgurten verursachte Hängetrauma zu verhindern, war eine schnelle Rettung erforderlich. Ein Hängetrauma ist ein potentiell lebensbedrohlicher Schockzustand. In dem anderen PKW war der Fahrer ebenfalls verletzt und eingeklemmt, der Beifahrer verletzt. In enger Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr wurden Einsatzbereiche festgelegt, die Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt. Der Wehrführer der Feuerwehr Kleinblittersdorf, Michael Becker, war Einsatzleiter der Übung. Er war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden.

Abschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein im Feuerwehrhaus des LB Mitte. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, insbesondere bei den Kräften des Rettungsdienstes und den Kameraden aus Blieskastel. Bedanken möchten wir uns auch bei Timotheus Emanuel, der uns das Übungsgelände neben der Straße zur Verfügung gestellt hat.

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