Feuerwehrhaus kann nun mit Strom versorgt werden

Das Feuerwehrhaus des Löschbezirkes (LB) Mitte verfügt seit dem Bau über eine Einrichtung zur Notstromeinspeisung. Diese ist gedacht, um im Falle eines größeren Stromausfalles das Feuerwehrhaus mittels eines Notstromaggregates zu versorgen, damit die Einsatzbereitschaft der Einrichtung gewährleistet ist. Was bisher fehlte, war ein solches Notstromaggregat in der Gemeinde, das die benötigte Leistung erbringen konnte.

Nun wurde ein solches beschafft. Man entschied sich für ein mobiles Aggregat auf einem Anhänger. Für ein stationäres Gerät hätte noch ein Unterstand gebaut werden müssen. Der große Vorteil ist, dass dieses Gerät nicht standortgebunden ist und so im Falle eines Stromausfalles auch an einem anderen Gebäude, das über eine entsprechende Einspeiseeinrichtung verfügt, eingesetzt werden kann. Das Gerät kann auch ohne vorhandene Gebäude-Infrastruktur eine größere Einsatzstelle oder einen Sammel- oder Verpflegungsplatz mit Strom versorgen. Es ist für einen Dauereinsatz von mindestens 72 Stunden ausgelegt. In einer Übung im Juli erhielten die Mitglieder des LB Mitte eine Einweisung an dem Aggregat, damit es im Einsatz auch optimal genutzt werden kann.

Ein weiterer Baustein in der Entwicklung unserer Feuerwehr ist die Beschaffung eines sogenannten Gerätewagen Logistik (GW-Logistik). Es handelt sich hierbei weniger um ein klassisches Feuerwehrfahrzeug, sondern eher um einen LKW mit Kofferaufbau. Er ist nicht gedacht, um alleine an einer Einsatzstelle zu operieren, sondern um im jeweiligen Einsatzfall zusätzlich benötigtes Material zur Einsatzstelle zu bringen. Die Möglichkeiten sind hier fast unendlich und reichen z.B. von Schlauchmaterial über frische und kontaminierte Atemschutzgeräte, Verstärkerpumpen bis hin zu Tauchpumpen, Elektromaterial und Sandsäcken. Es ist fast alles denkbar. Allerdings sind bei den jeweiligen LB´s natürlich nur einzelne Komponenten verfügbar.

Üblicherweise sind die Geräte auf Rollcontainern verladen. Je nach Bedarf werden diese dann im Einsatzfall auf das Fahrzeug verladen. Um sie platzsparend zu lagern wurde in das Feuerwehrhaus ein Schwerlastregal eingebaut und ein entsprechender Elektro-Hochhubwagen beschafft. Auch für dieses Gerät ist eine Einweisung erforderlich. Diese Einweisung fand ebenfalls in der Übung im Juli statt.

Die Rollcontainer mit Material wurden zwischenzeitlich bereits geliefert. Mit der Auslieferung des Fahrzeuges ist nach den neuesten Entwicklungen erst Anfang des nächsten Jahres zu rechnen.

Bei dem Aggregat und dem GW-Logistik handelt es sich um keine klassischen Ersatzbeschaffungen. Der Stromerzeuger ist ein zusätzliches Gerät. Der GW-Logistik ersetzt ein klassisches Löschgruppenfahrzeug. Bei „normalen“ Einsätzen wird er eine kleinere Rolle spielen. Bei größeren Brandeinsätzen, Vegetationsbränden oder bei Unwetter- oder Hochwassereinsätzen wird er ein großer Mehrgewinn für die Sicherheit in unserer Gemeinde sein.

Vorsorge für den Fall der Fälle – Stromausfall

In den letzten Jahren, vor der Pandemie und den Unwetterkatastrophen 2021, wähnten wir und nach der Beendigung des kalten Krieges in Sicherheit. Die Vorsorge für Notfälle ist immer mehr in den Hintergrund gedrängt worden. Trotzdem hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seine Empfehlungen für Katastrophenfälle vor einigen Jahren grundlegend überarbeitet. Durch die Energiekriese wird auch die Wahrscheinlichkeit für einen zeitweisen Ausfall des Stromnetzes größer und auch die Gefahr von Unwetterkatastrophen ist allgegenwärtig. Deshalb möchten wir Sie mit den Empfehlungen für die Vorsorge vertraut machen.

Wir veröffentlichen Informationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Heute:

Vorsorgen für den Stromausfall

Sind Sie sich bewusst, wie abhängig wir von Strom sind? Was passiert, wenn der Strom länger ausfällt? Das Telefon ist tot, die Heizung springt nicht an, Leitungswasser fehlt, der Computer streikt, die Kaffeemaschine bleibt aus, das Licht ist weg.

Die Aufzählung können Sie beliebig erweitern. Schnell merken Sie, wie abhängig Sie von elektrischer Energie sind. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. Aber es kann in Notsituationen durchaus auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Beispielsweise wenn Stromleitungen bei einem Unwetter oder starken Schneefällen beschädigt wurden. Hier finden Sie Tipps, wie Sie die Auswirkungen eines Stromausfalls auf sich und Ihr Umfeld mildern können.

Wenn die Heizung ausfällt

Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben. Prüfen Sie, ob die Installation einer alternativen Heizquelle in Ihrem Zuhause möglich ist. Lassen Sie sich dazu von Fachleuten beraten. Achtung! Bei gasbetriebenen Heizquellen achten Sie unbedingt darauf, dass Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung bei dem Gerät vorliegen. Die Installation eines sogenannten CO-Warnmelders erhöht Ihre Sicherheit.

Auch mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen. Wählen Sie möglichst einen Raum zum Aufenthalt und halten Sie die Türen geschlossen, damit Wärme nicht entweichen kann. Achten Sie jedoch trotzdem darauf, regelmäßig zu lüften! Besonders wenn Sie beispielsweise Kerzen als alternative Lichtquelle nutzen, ist eine regelmäßige Erneuerung des Sauerstoffgehalts in Ihren Räumen wichtig.

Wenn bei einem Stromausfall die Heizung kalt bleibt, ist ein Kamin eine gute alternative Wärmequelle.

[Hinweis der Feuerwehr Kleinblittersdorf: Achten Sie bitte darauf, dass die Feuerungsanlagen ordnungsgemäß installiert und durch den Schornsteinfeger abgenommen sind. Ansonsten besteht Lebendgefahr! Und verwenden Sie nur für die Feuerstätte zugelassene Brennstoffe. Achten Sie darauf, dass Holz nur ausreichend getrocknet verwendet wird.]

Wenn das Licht ausfällt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für alternative Lichtquellen, wenn die Stromversorgung ausfällt. Sorgen Sie vor und halten Sie am besten verschiedene Varianten vorrätig:

  • Taschenlampe: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchten – „Ersatzbirnen“ nicht vergessen oder mehrere Geräte als Ersatz für Defekte vorhalten
  • Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeuge
  • Camping- oder Outdoor-Lampen: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), LED-Leuchten oder Petroleumlaternen (passenden Brennstoff vorhalten)

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: beachten Sie beim Einsatz immer die Herstellervorgaben und achten Sie bei offenen Flammen immer darauf, diese nicht unbeobachtet zu lassen. Es herrscht Brandgefahr! Nutzen Sie wenn möglich feuerfeste Gefäße, bei Kerzen beispielsweise Windlichter, um die Brandgefahr zu reduzieren.

Die Küche bleibt kalt

Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten. Oder nutzen Sie, wenn Sie einen Garten oder einen Balkon, haben einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr! Sie sind nun auch im Vorteil, wenn Sie bei Ihrem Lebensmittelvorrat an haltbare Lebensmittel gedacht haben, die kalt verzehrt werden können.

Weitere Tipps zur Stromausfall-Vorsorge

  • Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit.
  • Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können.

Quellen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft; Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.