Kindergarten zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr

Frau Sandra Krämer, selbst Mutter eines Kindes im Kindergarten und Ehefrau eines Feuerwehrmannes, hat uns freundlicherweise den folgenden Beitrag zur Verfügung gestellt, den die Familie in „Gemeinschaftsproduktion“ erstellt hat:

Der kath. Kindergarten Maria Heimsuchung zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Auersmacher

Im Rahmen des selbst gewählten Jahresthemas „Auersmacher“ statteten die Kinder des kath. Kindergartens Maria Heimsuchung heute dem Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks Auersmacher einen Besuch ab. Empfangen wurden die jungen Entdecker von der Brandschutzerzieherin der Gemeinde, Gabi Christmann, sowie den beiden Feuerwehrmännern Thomas Laudes und Peter Lang. Die beiden Löschfahrzeuge standen zur großen Begeisterung insbesondere einiger feuerwehrinteressierter Jungen schon auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus bereit. Zunächst wurden die Kinder in den ersten Stock des Gerätehauses geführt, wo sich der Schulungsraum befindet. Peter Lang erklärte, dass hier theoretische Übungen und Schulungen stattfinden, um die Feuerwehrleute weiterzubilden. Dann zeigte er, dass es hier auch eine Küche gibt, sodass der Schulungsraum nach getaner Arbeit auch als Aufenthaltsbereich genutzt werden kann, wo die Feuerwehrleute zusammensitzen, essen, trinken und sich austauschen können. Da die freiwillige Feuerwehr jederzeit zu einem Einsatz gerufen werden kann – auch während des Besuchs der Kindergartenkinder – erklärte Herr Lang den gespannt zuhörenden Kindern, dass sie sich sofort in den Schulungsraum begeben sollten, falls die Feuerwehrsirene ertönen sollte; zu ihrer eigenen Sicherheit und um die Feuerwehr nicht bei der Arbeit zu behindern. Zum Glück gab es heute aber keinen Feuerwehreinsatz!

Weiter ging die Besichtigung in der Umkleide im Erdgeschoss des Feuerwehrhauses, wo jedes Feuerwehrmitglied seinen eigenen Spint hat, in dem die Feuerwehrausrüstung, Brandschutzhose, -stiefel, -jacke, -handschuhe und Feuerwehrhelm aufbewahrt werden. Sofort stellte eines der Kinder die Frage, warum es hier keine Rutschstange für die Feuerwehrleute gibt. Zum einen, antwortete Herr Lang, weil es bei der freiwilligen Feuerwehr keine Schlafräume gibt: Die Feuerwehrleute sind nicht wie bei der Berufsfeuerwehr Tag und Nacht im Feuerwehrhaus, sondern werden von der Sirene und dem so genannten „Piepser“ zum Einsatz gerufen. Sobald die Sirene und der „Piepser“ ertönen, kommen die Feuerwehrleute von zu Hause oder von der Arbeit direkt zum Feuerwehrgerätehaus, um sich dort umzuziehen. Zum anderen befindet sich die Umkleide genau wie die Fahrzeughalle im Erdgeschoss des Feuerwehrhauses und somit müssen die Feuerwehrleute nicht von einer Etage in die andere rutschen, sondern können einfach durch eine Tür von der Umkleide in die Fahrzeughalle gehen. Durch diese Tür marschierten dann auch alle Kinder in die leere Halle, wo u.a. auch Besen, Heugabeln und seltsame lange Holzstile mit fächerförmigen Metallblättern an der Wand hängen. Auf Nachfragen der jungen Besucher erläuterte Herr Lang, dass diese seltsamen Werkzeuge „Feuerpatschen“ heißen und dass die Feuerwehrleute damit z. B. eine brennende Wiese löschen können, indem sie mit der Metallfläche auf das Feuer hauen und dadurch die Flammen ersticken. Die Heugabeln seien beispielsweise dazu da, schwelende Heu- oder Strohballen zu untersuchen, um zu sehen ob sich im Inneren ein Brandherd versteckt, und die Besen würden zur Beseitigung einer Ölspur benutzt. Aufmerksam und hochkonzentriert lauschten die Kinder den Ausführungen und stellten viele Fragen.

Dann war die Inspektion der Feuerwehrfahrzeuge an der Reihe: Die kleinen Entdeckerinnen und Entdecker des Kindergartens bestaunten die Autos von Innen und Außen und die Feuerwehrleute erklärten alle Geräte und Vorrichtungen: Auf beiden Löschfahrzeugen gibt es einen Wassertank, der 1.200 bzw. 2.400 Liter Wasser fasst, zudem befinden sich in den Geräteräumen beider Feuerwehrautos die Wasserpumpen, Schläuche, Schaummittel, Atemschutzgeräte und vieles mehr. Die Ausrüstung der beiden Löschfahrzeuge ist jedoch nicht identisch: Auf einem Feuerwehrauto befindet sich zudem ein Stromaggregate zur Erzeugung von Strom (wenn am Brandort z.B. Licht benötigt wird und kein Strom vorhanden ist) und eine Kettensäge, auf dem anderen Fahrzeug gibt es einen Lüfter, um Qualm aus geschlossenen Räumen zu entfernen, einen Erste Hilfe Koffer und ein Tragetuch um verletzte Personen bergen zu können.

Nach den detaillierten Ausführungen waren die Kinder selbst in der Praxis gefragt: Einige Mutige durften eine verletze Person mimen und sich von den Feuerwehrleuten im Tragetuch transportieren lassen. Die Brandschutzerzieherin Gabi Christmann schenkte jedem Kind ein Malbuch, das in kindgerechten Bildern verschiedene Aspekte zum Thema Brandschutz illustriert. An einem großen Tisch in der Fahrzeughalle begannen einige Kinder gleich mit dem Ausmalen und tauschten sich dabei über das Gesehene und Gehörte aus. Währenddessen versuchte sich eine andere Gruppe von Kindern im Brandlöschen. Mit einer so genannten „Kübelspritze“ zielten sie auf eine hölzerne Attrappe eines brennenden Hauses: Immer im Wechsel durfte ein Kind mit Unterstützung von Frau Christmann die Hubpumpe der Kübelspritze bedienen, wodurch Wasser aus dem Spritzentank in einen kurzen Schlauch gepumpt wurde, und ein anderes Kind zielte mit dem Schlauchende auf die Hausattrappe. Zum Abschluss konnten sich die Kinder kurz wie aktive Feuerwehrmänner und -frauen fühlen als sie in kleinen Gruppen eine Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto durch Auersmacher erleben durften und dabei sogar das Martinshorn eingeschaltet wurde!

Wie im Flug vergingen die zwei Stunden bei der freiwilligen Feuerwehr Auersmacher. Die Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen bedankten sich herzlich bei den Mitgliedern der Feuerwehr für das Erlebte und ein Junge brachte sein Empfinden sehr schön auf den Punkt indem er sagte: „Heute war ein ganz besonderer Kindergartentag.“

Text: Sandra Kraemer, Peter und Pauline Lang
Fotos: Karin Schäfer und Ellen Latz

Wir bedanken uns für die Einsichten aus einem etwas anderen Blickwinkel.

LB Kleinblittersdorf besichtigt die Werkstatthalle der Saarbahn GmbH

Im Rahmen der wöchentlichen Übung besichtigten am Montag, den 06.03.2017, 22 Feuerwehrleute des LB Kleinblittersdorf zusammen mit ihrem Wehrführer Peter Dausend die Werkstatt der Saarbahn GmbH in Saarbrücken-Brebach. Ziel dieser Besichtigung war die Auffrischung der bisherigen Kenntnisse in Bezug auf Bahnunfälle.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Michael Irsch (Bereichsleiter Infrastruktur Bus und Bahn und Notfallmanager der Saarbahn) zeigte den Feuerwehrleuten in einer knapp 2 stündigen Führung die einzelnen Komponenten eines Saarbahnfahrzeugs (z.B. Türenentriegelungen, Stromabnehmer, Lüftungssystem, usw.). Danach zeigte er ihnen noch die im Jahr 2012 in Betrieb genommene Werkstatt der Saarbahn GmbH in Brebach.

Hintergrund:

 Die Saarbahn fährt im Einsatzgebiet der Feuerwehr der Gemeinde Kleinblittersdorf auf der Strecke der DB Netz AG mit Haltestellen in Auersmacher, Kleinblittersdorf und Rilchingen-Hanweiler. Kommt es auf diesem Streckenabschnitt zu einem Schadensereignis müssen durch die FF Kleinblittersdorf wirksame Erstmaßnahmen (bspw. Zugang zu den Verletzten. Evakuierung der Bahn, etc.) ergriffen werden. Neben der FF Kleinblittersdorf und dem Rettungsdienst wird bei einem solchen Unfall auch der Rüstzug der Berufsfeuerwehr Saarbrücken (mit Spezialwerkzeug für Bahnunfälle), Notfallmanager der DB Netz AG (wg. Streckensperrung, Erdung der Trasse), Notfallmanager der Saarbahn und die Bundespolizei alarmiert.

Bisher kam es in unserem Einsatzgebiet zu keinen Unfällen mit der Saarbahn.

Feuerwehr gratuliert Ehrenlöschbezirksführer

Die Mitglieder des Löschbezirkes Auersmacher ließen es sich nicht nehmen ihrem Ehrenlöschbezirksführer Rudi Dahlem zum 90. Geburtstag ihre Glückwünsche zu überbringen. Dem Anlass angemessen zogen die Wehrleute in einem Fackelzug zum Haus des Jubilars. Auch wenn die Meisten der Teilnehmer aufgrund ihres Alters Rudi Dahlem nicht mehr als aktiven Feuerwehrmann erlebt haben, haben sie ihn doch als Mitglied der Alterswehr kennen und schätzen gelernt. Angeführt wurde der Zug vom Spielmannszug der Feuerwehr Sulzbach, der noch eine Auswahl aus seinem Repertoir zum Besten gab.

Rudi Dahlem ist seit 1944 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr. Von 1958 bis 1983, kurz bevor er in die Alterswehr übertrat, wurde er zunächst mit der Führung des Löschzuges Auersmacher der damals noch selbständigen Gemeinde Auersmacher betraut. Nach der Gebietsreform führte er das Amt als Löschbezirksführer des LB Auersmacher weiter. Er lenkte so die Geschicke unseres Löschbezirkes ein viertel Jahrhundert und legte so den Grundstein für die heutige Schlagkraft unserer Wehr. Zusätzlich fungierte er von 1963 bis 1980 zunächst als stellvertretender Wehrführer des Amtsbezirkes Kleinblittersdorf, später der Gemeinde Kleinblittersdorf. Mit seinem Eintritt in die Alterswehr wurde er auf Vorschlag der Mitglieder des Löschbezirkes  zum Ehrenlöschbezirksführer von Auersmacher ernannt. Wir danken Rudi Dahlem nochmal für die über 40 jährige ehrenamtliche Tätigkeit als aktiver Feuerwehrmann zum Wohle der Einwohner unserer Gemeinde. Wir wünschen uns  noch viele gesellige Stunden mit ihm.

Notruf 112: Dran bleiben rettet Leben

10.02.2017 Pressedienst DFV

Deutscher Feuerwehrverband informiert zum Notruftag am 11. Februar 2017

Berlin – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. „Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Hier geht es zum kompletten Beitrag

Mehrtagesfahrt der Jugendfeuerwehr

Ziel der alle paar Jahre stattfindenden, mehrtägigen Fahrt der Jugendfeuerwehr des Löschbezirkes Auersmacher war diesmal Köln.

Nachdem man auf der Hinfahrt noch die herrlich im Tal der Eltz gelegene Burg Eltz besichtigt hat ging es weiter nach Köln-Dünnwald. Dort biwakierten alle im Schulungsraum des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr. Man verpflegte sich selbst.

Höhepunkt war für die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren neben den historischen Sehenswürdigkeiten ein Besuch des Flughafens Köln-Bonn. Dort war die Besichtigung der Flughafenfeuerwehr besonders Eindrucksvoll, zumal die Jugendwehrmänner -leider sind in der Jugendwehr Auersmacher keine Mädchen vertreten- sich in die besonders für Flughafenbelange ausgestatteten Fahrzeuge setzen durften.

Ein weiteres Highlight war eine Führung durch das Rheinenergiestadion des 1. FC Köln. Leider war Jonas Hector nicht zugegen (Pokalspiel in Bremen), aber es wurde die Mannschaftskabine mit dem Platz von Hector begutachtet. Abschließend durften die Jugendwehrleute im Presseraum eine Pressekonferenz nachstellen.

Daneben standen auch der Besuch des Olympiamuseums, des AQUALAND Köln mit seinen vielen Rutschen, eine Besichtigung der Wache 5 der Berufsfeuerwehr Köln und eine Nachtwanderung auf dem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm.

Am letzten Tag wurde gemeinsam mit der Jugendwehr der Löschgruppe Dünnwald eine Übung durchgeführt. Besonders für die Jugendlichen war hier, dass die Feuerwehren der Stadt Köln nicht nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 (FWDV3) arbeiten, sondern nach eigenen Vorschriften. Die FWDV3 gilt ansonsten im gesamten Bundesgebiet und regelt die Aufgabenverteilung der Mannschaften bei Lösch- und Hilfeleistungseinsätzen.  

Für den Nachwuchs unserer Feuerwehr war es eine ereignisreiche und lehrreiche Woche, die allen viel Spaß gemacht hat. Auch konnten sie das Geschehen in einem Gerätehaus bei einem Einsatz hautnah erleben, da die Löschgruppe Dünnwald in dieser Woche zu mehreren Einsätzen ausrücken musste.

Ein besonderer Dank gilt unserem Jugendbetreuerteam und seinen Helfern, ohne deren großes Engagement eine solche Fahrt nicht möglich gewesen wäre. Auch bei den Kameraden der Löschgruppe Dünnwald möchten wir uns für die freundliche Aufnahme und die Zurverfügungstellung des Gerätehauses herzlich bedanken.


Großübung der Jugendwehr

Rauch steigt aus dem Industriegebiet „Alte Ziegelei“ in Kleinblittersdorf empor, die Sirene der automatischen Brandmeldeanlage ist weithin hörbar, die Feuerwehr wurde bereits verständigt.

Schon ist das erste Einsatzfahrzeug vor Ort, der ersteintreffende Einsatzleiter erkennt sofort den Ernst der Lage und lässt zahlreiche Einsatzfahrzeuge alarmieren. Schnell sind die Fahrzeuge positioniert, Schläuche werden ausgerollt und die ersten Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, betreten die Lagerhalle um nach eventuell eingeschlossenen Menschen zu suchen.

Entwarnung – diesmal handelte es sich glücklicherweise nicht um einen Ernstfall, sondern um die jährlich stattfindende gemeinsame Übung aller Jugendfeuerwehren der Gemeinde Kleinblittersdorf. Diese Übung findet im Wechsel in allen fünf Ortsteilen der Gemeinde Kleinblittersdorf statt, in diesem Jahr am 24.09. in Kleinblittersdorf. Die Planer der Übung haben sich hierbei ein anspruchsvolles Szenario für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ausgedacht, welches den Kindern und Jugendlichen alles abverlangt hat, was sie unter dem Jahr in zahlreichen Übungen gelernt haben. So galt es eine vermisste Person aus der mit Disconebel verrauchten Lagerhalle zu retten, das Übergreifen des Brandes zu verhindern, eine Löschwasserversorgung aufzubauen und natürlich das eigentliche Feuer zu löschen. Mit solchen Übungen wird bereits sehr früh die Zusammenarbeit unter den einzelnen Löschbezirken der Gemeinde-Feuerwehr geübt, was spätestens in der aktiven Wehr bei der Bewältigung von Einsätzen unersetzlich ist.

Die Löschbezirke Kleinblittersdorf und Auersmacher übernahmen bei der Übung die Menschenrettung und Brandbekämpfung im vorderen Bereich der Lagerhalle. Unterstützt wurden sie vom Löschbezirk Bliesransbach, der die Wasserversorgung für die eingesetzten Löschfahrzeuge sicherte und später ebenfalls die Brandbekämpfung unterstützt hat. Das Löschfahrzeug des Löschbezirks Rilchingen-Hanweiler übernahm die Brandbekämpfung an der Stirnseite der Lagerhalle, der Löschbezirk Sitterswald war auf der gegenüberliegenden Seite, im Bereich der Laderampen eingesetzt. Die Löschwasserversorgung für das Fahrzeug aus Sitterswald wurde hierbei vom Gerätewagen-Logistik des Löschbezirks Rilchingen-Hanweiler über lange Wegstrecke sichergestellt. Der Einsatzleiter, ebenfalls ein Mitglied der Jugendfeuerwehr, beendete die Übung nachdem alle eingesetzten Kräfte ihre Aufgaben erfüllt haben. Die Zuschauer, Beobachter der aktiven Wehr und die Jugendbetreuer, zeigten sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Im Anschluss an die Übung wurden die Jugendlichen zur Stärkung ins Gerätehaus nach Kleinblittersdorf eingeladen. Ein großes Dankeschön gilt hierbei dem Löschbezirk Kleinblittersdorf, der sowohl die Planung und Durchführung der Übung als auch die Verpflegung übernommen hat. Unser Dank gilt weiterhin dem Inhaber der Lagerhalle, die der Feuerwehr als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt wurde.

Joshua Zins, FF Kleinblittersdorf


Man ist nie zu alt……..

Unser Team Brandschutzerziehung hatte von diesem Hintergrund eine besondere Ehre: Die Frauen vom „Café Schwätzje“ haben sich – jede ist schon über 80 Jahre alt oder knapp darunter- noch einmal freiwillig auf die Schulbank gesetzt. Durch unsere Brandschutzerzieherinnen der Gemeindefeuerwehr, Silvia Hector und Gabi Christmann, wurden sie in Theorie und Praxis im Umgang mit Feuerlöschern geschult. Im Rahmen der theoretischen Grundlagen wurden auch die Brandgefahren im Haushalt, das Umgehen mit Fettbränden und vieles mehr angesprochen. Danach konnte das Gelernte in die Praxis umgesetzt werden. Wir verfügen hierfür über Feuerlöscherübungsgeräte, mit denen umweltschonend der praktische Umgang mit Feuerlöschern geübt werden kann.

Den Damen vom „Café Schwätzje“ hat das sehr viel Spass gemacht und sie haben noch etwas für ihre eigene Sicherheit gelernt. Wir hoffen, dass sich viele Bürger unserer Gemeinde daran ein Beispiel nehmen und sich im Umgang mit Feuerlöschern an unseren Übungsgeräten durch unser speziell ausgebildetes Team Brandschutzerziehung schulen lassen.

Das „Café Schwätzje“ ist in Auersmacher eine Institution. Die Damen haben es auf Initiative unseres Ortsvorstehers vor über 10 Jahren übernommen, am geplanten Wochenmarkt eine Anlaufstelle zu bieten, bei der man sich bei einer Tasse Kaffee austauschen kann. Mittlerweile ist dieses Café  Herzstück des kleinen Wochenmarktes. Mit dem Erlös werden die Vereine unterstützt, die Kinder- und Jugendarbeit leisten, was auch unserer Jugendwehr zu Gute kam. Die Frauen wurden auch schon „Saarlands Beste“ bei der gleichnamigen Aktion der Saarbrücker Zeitung. Leider haben sich die Frauen aufgrund ihres Alters entschlossen, ihre Tätigkeit zum Jahresende einzustellen. Es werden zur Zeit Nachfolgerinngen gesucht.
Wir bedanken uns nochmals für die jahrelange Unterstützung unserer Jugendwehr und die Bereicherung des kulturellen Lebens unseres Ortes.

Leistungsspange der Jugendfeuerwehr verliehen

Nach monatelangen Vorbereitungen haben kürzlich zwei Gruppen unserer Jugendfeuerwehr mit Erfolg an der Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr in Heusweiler teilgenommen.

An der Abnahme für den Regionalverband Saarbrücken nahmen sechs weitere Gruppen aus dem Regionalverband und eine aus dem Landkreis Saarlouis teil, die ebenfalls alle bestanden haben.

Die Verleihung der Leistungsspange ist eines der wichtigsten Ereignisse während der Jugendfeuerwehrzeit, da nach ihrem Erwerb und bei Erreichen des 16. Lebensjahres die Übernahme in die aktive Wehr erfolgt.

Die Prüfungen bei Abnahme der Leistungsspange werden in der taktischen Gliederung einer Gruppe abgelegt, das heißt ein Gruppenführer und 8 Personen Mannschaft. Die Einzelprüfungen bestehen aus einer Schnelligkeitsübung, bei der eine Schlauchleitung in kürzester Zeit verlegt werden muss, einem Staffellauf über 1.500 Meter, Kugelstoßen, dem Aufbau eines Löschangriffes und einer Fragerunde in Theorie. Hierbei muss in jeder Prüfung eine Mindestpunktzahl erreicht werden. Zusätzlich bewertet wird der Gesamteindruck, also das geordnete und geschlossene Auftreten der Gruppe und das Verhalten allgemein. Ist der Gesamteindruck der Gruppe mangelhaft und/oder wird die Mindestpunktzahl in einer Disziplin nicht erreicht, scheidet die Gruppe im Ganzen aus dem Wettbewerb aus.

Es gibt nur ein Bestehen oder nicht Bestehen für die Gruppe, also kein Ranking zwischen den Gruppen. Allerdings hat die gemeinsame Gruppe der Löschbezirke Bliesransbach und Rilchingen-Hanweiler, wie durchsickerte, eine sehr hohe Gesamtpunktzahl erreicht, worauf die Teilnehmer und deren Ausbilder sehr stolz sein können. Auch die zweite Gruppe aus unserer Gemeinde, bestehend aus Mitgliedern der Löschbezirke Kleinblittersdorf, Sitterswald und Auersmacher hat sich gut geschlagen, aber vor allem in den sportlichen Disziplinen konnte, nicht zuletzt aufgrund des niedrigeren Durchschnittsalters, nicht so hoch gepunktet werden. Allen Teilnehmern und Ausbildern muss insgesamt ein dickes Lob ausgesprochen werden, da sie sich alle in den vergangenen 5 Monaten in ihrer Freizeit und neben dem normalen Feuerwehrdienst auf diesen Prüfungstag sehr intensiv vorbereitet und diesen mit Bravur bestanden haben.

Wir bedanken uns auch bei den Kameraden die die Gruppen aufgefüllt haben, obwohl sie die Leistungsspange schon hatten oder aufgrund ihres niedrigen Alters noch nicht verliehen bekommen konnten und in zwei Jahren wieder antreten müssen.

Diese Ausbildung kommt der Allgemeinheit zugute, da die Grundlagen für eine Tätigkeit in der Aktiven Feuerwehr und somit zu Ihrer Sicherheit gelegt sind. Oder wie der Bürgermeister von Heusweiler , Thomas Redelberger, in seinen Grußworten zu den Jugendlichen sagte: „Ihr werdet gebraucht! Eure Gemeinde braucht Euch; das Land braucht Euch; und die Bundesrepublik Deutschland braucht Euch!“.


Besuch der Alterswehr in Frankreich

Am 24.06.2016 hat die Alterswehrkameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr Kleinblittersdorf das Centre D‘Incendie et Secours (C.I.S.) der „sapeurs pompiers de Sarreguemines“ besucht. 12 Mitglieder der Alterswehr wurden von Wehrführer Peter Dausend begleitet, der bemüht ist, die Kontakte zu den Nachbarwehren in Frankreich wieder zu vertiefen. Diese sind, trotz Europäischer Union, Grenzöffnungen usw. in den letzten Jahren durch diverse Wechsel bei den Führungskräften leider immer mehr verloren gegangen.

Welchen Stellenwert dieser Besuch auch für unsere französischen Kameraden einnahm, ließ sich daran erkennen, dass Commandant Patrick Denisan, der Leiter der Feuerwehr Saargemünd, die Führung persönlich durchgeführt hat. Die Compagnie Sarreguemines ist bei Bedarf bis nach Bitche und Volmunster zuständig. Es handelt sich um eine Berufsfeuerwehr, die von Freiwilligen Kameraden Tag und Nacht unterstützt wird.

Bei dem Rundgang konnten die Gemeinsamkeiten und Abweichungen in der Ausrüstung begutachtet werden. Auch wurde sich über Unterschiede in der Alarmierung, Organisation usw. ausgetauscht.

Im Anschluss waren unsere Kameraden zu einem Umtrunk eingeladen, zu dem sich auch Kameraden der Saargmünder Alterswehr gesellten. Es war ein herzliches Wiedersehen nach einigen Jahren. Es wurde über viele gemeinsame Erlebnisse erzählt und alte Erinnerungen mit einem Lächeln geweckt.

Wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme bei unseren französischen Kameraden und besonders bei Commandant Patrick Densian für die sehr interessante Führung.

Aktive Feuerwehrleute, die das gesetzliche Höchstalter von jetzt 65 Jahren (früher 60 Jahre) für die aktive Feuerwehr erreicht haben, werden, ebenso wie Wehrleute, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Feuerwehrdienst mehr leisten können, in die Alterswehr übernommen. Sie dürfen zwar am Dienstbetrieb (Übungen, Einsätze) nicht mehr teilnehmen, leisten aber dennoch oft hilfreiche Dienste im Hintergrund und nehmen am gesellschaftlichen Leben der Feuerwehr aktiv teil. Auch bei Veranstaltungen der Feuerwehr leisten sie ihren Beitrag zum Gelingen. Die Alterswehr unserer Feuerwehr besteht derzeit aus 60 Feuerwehrleuten. Von diesen gehören 41 einer Kameradschaft an, die gemeinsame Aktivitäten, wie über die berichtete Besichtigung der Feuerwehr Saargemünd, durchführen. Bei vielen dieser Veranstaltungen nehmen auch die Ehefrauen bzw. Partnerinnen teil.

Frauen gibt es in der Alterswehr unserer Feuerwehr derzeit noch nicht, da die Öffnung der Feuerwehren für Frauen noch nicht lange genug her ist, als dass die damals jungen Frauen das Alter für den Eintritt in die Alterswehr erreicht haben könnten.

Die Kameradschaft wird auf Gemeindeebene von Ludwig (Luddi) Kühn geleitet, unterstützt von jeweils einem Alterswehrbeauftragten je Löschbezirk.

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Fotos: Peter Dausend

Truppmannausbildung erfolgreich abgeschlossen

Mit Bestehen der Prüfung des auf Gemeindeebene stattfindenden Lehrganges „Truppmann Teil 2“ haben 14 Feuerwehrleute ihre Truppmannausbildung abgeschlossen. Ziel dieser aus zwei Teilen bestehenden Ausbildung ist es, den Feuerwehrleuten die Grundfertigkeiten für den Feuerwehrdienst beizubringen.

Der Lehrgang umfasst 150 Unterrichtsstunden. Die Teilnehmer müssen in der Lage sein gemeinsam mit einem erfahrenen Kollegen (Truppführer) als Trupp, der Teil einer größeren Einheit wie Staffel oder Gruppe ist, einsatzrelevante Aufgaben zu erfüllen. Dazu zählen unter anderem das Aufbauen eines Löschangriffs, das in Stellung bringen von tragbaren Leitern, Grundlagen der technischen Hilfeleistung und vieles mehr. Teil der Truppmannausbildung ist auch ein Erste-Hilfe-Lehrgang.

Die Prüfung bestand aus einem theoretischen Teil und einer Abschlussübung. Die Übung fand an der Grundschule in Rilchingen-Hanweiler statt. Mit zwei Fahrzeugen wurde ein Einsatz simuliert, bei dem beide Einheiten getrennt arbeiteten. Eine Gruppe drang von der Rückseite mit einem Trupp über eine Steckleiter in das Gebäude ein, die Andere drang ebenfalls mit einem Trupp durch den Haupteingang über das Treppenhaus zum Brandherd vor.

Üblicherweise nehmen an diesem Lehrgang junge Feuerwehrleute, die meist gerade erst aus der Jugendwehr in die aktive Wehr übernommen wurden, teil. Wir verzeichnen erfreulicherweise aber auch eine gewisse Zahl von „Quereinsteigern“, das heißt von Personen, die nicht in der Jugendwehr waren und sich erst später für den Dienst in der Feuerwehr interessieren. So nahm an diesem Lehrgang ein 46-jähriger Kamerad gemeinsam mit seinem 17-jährigen Sohn teil. Für den Eintritt in die Feuerwehr gibt es unterhalb der Grenze für die Alterswehr kein offizielles Höchstalter.

Wir wollen uns an dieser Stelle auch bei unserem Lehrgangskoordinator Tobias Dahlem für seine Arbeit bedanken. Er ist zuständig für die Anmeldungen zu allen Lehrgängen auf Landes- und Kreisebene und organisiert die Truppmannausbildung. Dies wird zunehmend schwieriger, da sich die Öffnungszeiten durch Änderung des Ladenschlussgesetzes usw. ausgeweitet haben und praktisch von Montag bis Samstag 7.00 Uhr bis 20.30 Uhr immer jemand am Arbeiten ist. Wir möchten uns deshalb auch bei den Arbeitgebern und Kollegen unserer Lehrgangsteilnehmer bedanken, die es durch Tauschen von Schichten usw. ermöglicht haben, dass unsere Kameraden an dem Lehrgang teilnehmen konnten und so einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaftsaufgabe „Brandschutz“ leisteten, ohne selbst in der Feuerwehr zu sein.


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