Am 30.04. hat den Innenminister Reinhold Jost an den Bürgermeister der Gemeinde Kleinblittersdorf, Rainer Lang, einen Scheck über 1 Million Euro übergeben. Das Geld ist für den Neubau des Feuerwehrhauses des Löschbezirkes Kleinblittersdorf bestimmt. Bei dem Betrag handelt es sich um den Höchstbetrag, den das Land für den Neubau von Feuerwehrhäusern zuschießt.
In seiner Ansprache vor Gästen aus Politik und Verwaltung sowie Mitgliedern des LB Kleinblittersdorf und dem Wehrführer ging Minister Jost darauf ein, dass funktionierende Feuerwehren ein wichtiger Betrag für die allgemeine Sicherheit sind und diese vor allem durch die Menschen geprägt werden, die ehrenamtlich das ganze Jahr als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr rund um die zum Wohle der Bevölkerung bereit zur Hilfe sind. Er dankte den Wehrleuten dafür und auch dafür, dass die Feuerwehren bei der Jugendarbeit auch Werte unserer Gesellschaft an die Nachwuchskräfte vermitteln. Er übte Kritik an den Übergriffen, denen sich Helfer der Blaulichtdienste immer öfters ausgesetzt sehen. Es sei nicht nur Sache der Politik mit aller Schärfe gegen solche Übergriffe vorzugehen, sondern die ganze Gesellschaft muss sich hinter die Blaulichtdienste stellen, vor allem in Zeiten, in denen es auch so schon schwer ist Nachwuchs zu finden.
In den letzten Jahren werden landauf und landab neue Feuerwehrhäuser gebaut oder aufwendig umgebaut. Und es werden noch einige gebaut oder erweitert werden müssen. Das ist nicht nur dessen geschuldet, dass viele der Gebäude schon ein gewisses Alter erreicht haben. Viele der Feuerwehrhäuser aus der Vor- und Nachkriegszeit entsprechen einfach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Aufgaben der Feuerwehren sind seither vielfältiger geworden, die Einsatzzahlen wesentlich gestiegen. So ist die Technische Hilfeleistung hinzugekommen und nimmt einen breiten Raum ein. Auch stellen die Auswirkungen des Klimawandels (z.B. stärkere Unwetter, Hochwasser, größere Gefahr von Vegetationsbränden) ganz neue Herausforderungen an Ausbildung und Ausrüstung.
Bei dem derzeitigen Feuerwehrhaus des LB Kleinblittersdorf handelt es sich um ein umgebautes Bauernhaus mitten im Ort. Parkmöglichkeiten für die Einsatzkräfte und rar und das Gebäude musste mehrmals umgebaut werden, um die Ausrüstung, vor allem die Fahrzeuge, wenigstens notdürftig unterzubringen. Die Einsatzkräfte müssen sich nach wie vor in der Fahrzeughalle neben den Fahrzeugen auf engem Raum umziehen. So handelt es sich bei dem Neubau, der als Stahlbeton-Fertigbau ausgestaltet ist, um einen Zweckbau für die Sicherheit der Einwohner der Gemeinde Kleinblittersdorf. Der Sozialbau bekommt zwei Geschosse mit einer Höhe von insgesamt 10 Metern. Er wird eine vorgehängte Holzfassade erhalten. Auf das Dach wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30 kWp installiert. Das Dach wird auch eine Dachbegrünung erhalten. Die gesamten Baukosten sind derzeit mit 5 Millionen veranschlagt.
Nach der Scheckübergabe konnte sich Minister Jost bei einer Führung, zu der auch die Gäste durch Bürgermeister Lang eingeladen waren, über das neue Domizil für den FB Kleinblittersdorf informieren.
Wir bedanken uns beim Ministerium für Inneres, Bauen und Sport für die Zurverfügungstellung der Fotos.













