Für schnelle ärztliche Hilfe bei Notfällen im Gemeindewald – Gemeinde erneuert Rettungspunktenetz im Wald

Egal ob es um einen Forstunfall bei Waldarbeiten, einen Sturz beim Joggen und Radfahren oder zum Beispiel um Herzbeschwerden von Wanderer oder Spaziergängern geht: Im Notfall ist es entscheidend, dass die Rettungskräfte schnell vor Ort sind. Die sogenannten Rettungspunkte sind feste Stellen außerhalb von geschlossenen Ortschaften, die von einem Rettungswagen gut erreicht werden können. Ursprünglich wurde diese Infrastruktur eingerichtet worden, um Waldarbeitern in Notsituationen besser versorgen zu können bzw. um im Wald schnelle Hilfe vor Ort leisten zu können. Forst, Feuerwehr, DRK und weiteren Rettungskräften sind die einzelnen Rettungspunkte und die Anfahrtswege bekannt, so dass sie bei Nennung der Punkte schnell vor Ort sein können. Da der Wald in der heutigen Zeit verstärkt als Erholungs- und Freizeitgebiet genutzt wird, steigt auch die Zahl der potenziell Hilfesuchenden. Um Wanderer, Mountainbiker und andere Naturbegeisterte im Notfall schnell ärztlich versorgen zu können, hat Revierförsterin Martina Herzog die unansehnlichen Rettungspunkte im Gemeindewald, die sie 2012 angelegt hatte, jetzt gemeinsam mit Saarforst erneuert. Vor diesem Zeitpunkt gab es lediglich zwei Rettungspunkte (am Wehrholzer Weg und am Hartungshof), die für eine Rettungskette nicht ausreichten.

10 Rettungspunkte sind nun im Gemeindewald aufgestellt.
  • 6808 – 458    Parkplatz Wolfsbuche
  • 6808 – 459    Kleinblittersdorf Waldfriedhof
  • 6808 – 460    Bliesgersweiler Mühle Wendeplatz
  • 6808 – 461    Sitterswald Parkplatz zum Fischweiher an der L 106
  • 6808 – 462    Sitterswald Straße zur Wackenmühle Waldeingang
  • 6808 – 463    Sitterswald Sportplatz
  • 6808 – 464    Saarland Therme Waldeingang
  • 6808 – 465    Bliesransbach, Einfahrt zur ehemaligen EVS-Deponie
    (EVS  Gesellschaft für Abfallwirtschaft)
  • 6808 – 454    Wehrholzer Weg
  • 6808 – 455    Hartungshof

Die Rettungspunkte sind an den Waldeingängen gelegt, dass sie ganzjährig auch bei widrigen Wegeverhältnissen erreichbar sind. Feuerwehr, Polizei und Sanitätern sind die einzelnen Rettungstreffpunkte und die Anfahrtswege bekannt, so dass sie bei der Nennung eines Rettungspunktes schnell vor Ort sein können.

Die Rettungspunkte sind einheitlich gestaltet, von weitem sichtbar und fallensofort ins Auge. Jeder Rettungspunkt ist erkennbar an einem weißen Kreuz auf grünem Grund. Die Nummer auf den Schild gibt den jeweiligen Standort an.

So werden die Rettungspunkte optimal genutzt:

  • Im Falle eines Unfalles die Rufnummer 112 wählen.
  • Vor dem Anruf sollte man sich die aktuelle Lage vergegenwärtigen. Folgende fünf „W-Fragen“ sollten Sie sich merken: 
    • Wo ist es passiert?
    • Was ist passiert?
    • Wie viele Personen sind verletzt?
    • Welche Verletzungen liegen vor?
    • Wo ist der Treffpunkt mit dem Rettungswagen? Falls bekannt, ist hier die Rettungspunktnummer zu nennen. Damit weiß der Rettungswagen den Standort
  • Wichtig: Nicht unüberlegt auflegen, sondern abwarten, ob sich weitere Fragen ergeben.

Falls es nicht möglich ist, den Rettungspunkt aufzusuchen, sollte ein Gruppenmitglied am Rettungspunkt auf den Rettungswagen warten und die Rettungskräfte an den Unfallort führen.

Rettungspunkte App „Hilfe im Wald“ zum Download

Im Unglücksfall hilft auch eine App „Hilfe im Wald“, die mit Smartphones unter dem Betriebssystem Android kostenfrei genutzt werden kann. Sie zeigt den eigenen Standort an und den nächstgelegenen Rettungspunkt. Weitere Funktionen sind:


• Bei Verortung des Smartphone durch Satellitenempfang (GPS) erfolgt eine grafische
Darstellung der eigenen Position in Bezug zu den umliegenden Rettungspunkten
• Anzeige der aktuellen Koordinaten der eigenen Position
• Bezeichnung, Entfernung und Richtungsanzeige zum ausgewählten Rettungspunkt
bei Netzempfang des Smartphone (GSM)
• Darstellung von topografischem Kartenmaterial und Luftbild
• Anruf bei den Rettungskräften mit Voreinstellung (112)

„Es ist einfach noch nicht in allen Köpfen, wie wichtig solche Rettungspunkte sind“, bedauert Bürgermeister Stephan Strichertz. Er betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig dabei auch die interne Koordination zwischen den einzelnen Rettungskräften ist. 


v.l.n.r. Ernst-Fred Kunz (DRK), Bürgermeister Stephan Strichertz, Markus Dincher (Freiwillige Feuerwehr), Revierförsterin Martina Herzog,
vor dem Schild: Giulio Fisci von der Jugendwehr

Bericht und Fotos: Brigitte Flaus

Nützliche Downloads für Ihr Smartphone finden Sie hier.

Rettungspunkte

Hier können Sie sich z. B. für Ihr Smartphone oder zum Ausdrucken die Rettungspunkte in unserer Gemeinde herunterladen:
Übersicht der 10 Rettungspunkte im Kleinblittersdorfer Gemeindewald:​
  • 6808 – 458    Parkplatz Wolfsbuche
  • 6808 – 459    Kleinblittersdorf Waldfriedhof
  • 6808 – 460    Bliesgersweiler Mühle Wendeplatz
  • 6808 – 461    Sitterswald Parkplatz zum Fischweiher an der L 106
  • 6808 – 462    Sitterswald Straße zur Wackenmühle Waldeingang
  • 6808 – 463    Sitterswald Sportplatz
  • 6808 – 464    Saarland Therme Waldeingang
  • 6808 – 465    Bliesransbach, Einfahrt zur ehemaligen EVS-Deponie
    (EVS  Gesellschaft für Abfallwirtschaft)
  • 6808 – 454    Wehrholzer Weg
  • 6808 – 455    Hartungshof

So werden die Rettungspunkte optimal genutzt:

  • Im Falle eines Unfalles die Rufnummer 112 wählen.
  • Vor dem Anruf sollte man sich die aktuelle Lage vergegenwärtigen. Folgende fünf  „W-Fragen“ sollten Sie sich merken: 
    • Wo ist es passiert?
    • Was ist passiert?
    • Wie viele Personen sind verletzt?
    • Welche Verletzungen liegen vor?
    • Wo ist der Treffpunkt mit dem Rettungswagen? Falls bekannt, ist hier die Rettungspunktnummer zu nennen. Damit weiß der Rettungswagen den Standort
  • Wichtig: Nicht unüberlegt auflegen, sondern abwarten, ob sich weitere Fragen ergeben.

    Falls es nicht möglich ist, den Rettungspunkt aufzusuchen, sollte ein Gruppenmitglied am Rettungspunkt auf den Rettungswagen warten und die Rettungskräfte an den Unfallort führen.
Rettungspunkte App „Hilfe im Wald“ zum Download

Im Unglücksfall hilft auch eine App „Hilfe im Wald“, die mit Smartphones unter dem Betriebssystem Android kostenfrei genutzt werden kann. Sie zeigt den eigenen Standort an und den nächstgelegenen Rettungspunkt. Weitere Funktionen sind:

• Bei Verortung des Smartphone durch Satellitenempfang (GPS) erfolgt eine grafische
Darstellung der eigenen Position in Bezug zu den umliegenden Rettungspunkten
• Anzeige der aktuellen Koordinaten der eigenen Position
• Bezeichnung, Entfernung und Richtungsanzeige zum ausgewählten Rettungspunkt
bei Netzempfang des Smartphone (GSM)
• Darstellung von topografischem Kartenmaterial und Luftbild
• Anruf bei den Rettungskräften mit Voreinstellung (112)

Texte und Fotos: Brigitte Flaus

Für schnelle ärztliche Hilfe bei Notfällen im Gemeindewald –
Gemeinde erneuert Rettungspunktenetz im Wald:

Den gesamten Beitrag hierzu finden Sie hier.

Maibaumstellung in Sitterswald

Am 30. April war es wieder soweit. In Sitterswald fand das traditionelle Aufstellen des Maibaumes statt. Seit vielen Jahren wird diese Veranstaltung durch die Freiwillige Feuerwehr durchgeführt. Seit ein paar Jahren wird sie von dem Heimat- und Verkehrsverein Sitterswald und der SPD Wohnbereich Sitterswald unterstützt.

Nachmittags ging es los. Die Feuerwehrleute trafen sich am Feuerwehrhaus Mitte und begaben sich in den Wald. Dort wurde durch „Besse“ schnell eine passende Birke ausfindig gemacht. Diese wurde gefällt und im unteren Bereich entastet. Dann wurden noch Holzstücke gespalten, um später Keilmaterial zu haben. Der frisch geschlagene Baum wurde dann zum Festplatz gebracht, wo schon zahlreiche Zuschauer warteten.

Nachdem die „Maie“ durch die anwesenden Kinder geschmückt war wurde der Baum durch die Feuerwehr mit Muskelkraft aufgestellt. Das war Schwerstarbeit, klappte aber tadellos. Auch das Entfernen der Halteleinen durch einen Zug klappte vorzüglich. Haiko Drewniok hatte beim Anschlagen der Knoten ganze Arbeit geleistet und erhielt einen dicken Applaus. Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich aktiv bei einem Aufstellen half. Irgendwie hat man dann schon eine andere Beziehung zu dem Baum, als wenn man nur Zuschauer ist.

Ortvorsteher Jürgen Laschinger bedanke sich bei der Feuerwehr. Besonders freute ihn, dass auch einige Kameraden aus Auersmacher dabei waren und so der neue Löschbezirk (LB) Mitte aus beiden Ortsteilen vertreten war. Dies war nicht selbstverständlich, da zeitgleich auch in Auersmacher die Aufstellung des Maibaumes stattfand. Bei dieser recht neuen Veranstaltung ging bisher die Feuerwehr immer mit. Doch durch die Zusammenlegung hat der LB Mitte nun eine eigene, traditionsreiche Veranstaltung, die naturgemäß leider zeitgleich stattfindet.

Der Erlös der Veranstaltung ist für die Jugendwehr LB Mitte. Wir bedanken uns bei unseren Mitveranstaltern.

Kreisfeuerwehrverband feiert Jubiläum

Am 05. Mai 2019 feiert der Feuerwehrverband für den Regionalverband Saarbrücken e.V. sein  25 -jähriges Jubiläum.

Wir wollen dies zum Anlass nehmen, die Arbeit des Feuerwehrverbandes vorzustellen.
Der Brandschutz in Deutschland ist Aufgabe der jeweiligen Kommune. In den Landesgesetzen ist das Feuerwehrwesen geregelt. Außerhalb der jeweiligen Kommune gibt es eigentlich nur noch den Kreis- und den Landesbrandinspekteur. Die Feuerwehrverbände wurden gegründet, um die Interessen der Feuerwehren und der Mitglieder der Feuerwehren, insbesondere der Freiwilligen, zu vertreten. Organisiert ist der Deutsche Feuerwehrverband von den Kreis- über die Landesverbände bis hin zum Bundesverband. Aufgabe des gemeinnützigen Vereines  ist es u.a. die Interessen der Feuerwehren und der Feuerwehrleute überregional zu vertreten und auch Lobbyarbeit zu leisten. Weites Ziel ist auch die Brandschutzaufklärung für die Bevölkerung.

So gibt der Bundesverband z.B. Fachempfehlung für die Feuerwehren heraus, wie z.B., um nur eine zu nennen, „Sicherheit und Taktik im Waldbrandeinsatz“. Aktuell macht er sich auch für die Entwicklung einer nationalen Waldbrandstrategie und der bundesweiten Beschaffung von Löschhubschraubern stark. So soll den künftig aufgrund des Klimawandels zu erwartenden Herausforderungen durch Wald- und Flächenbränden begegnet werden.

Im Regionalverband Saarbrücken wird z.B. die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen durch die Feuerwehren unter dem Dach des Feuerwehrverbandes organisiert. Seit letztem Jahr gibt es ein Puppentheater, das die Brandschutzerziehung den Kindern spielerisch beibringt und Vorbildfunktion für andere Kreise hat. Der Verband bietet für die Feuerwehrleute Fahrsicherheitstraining mit Einsatzfahrzeugen an. Da die Feuerwehr zunehmend mit Türöffnungen zur Rettung hilfloser Personen konfrontiert wird und die Sicherheitstechnik zur Verhinderung von Einbrüchen immer ausgefeilter wird, bietet der Verband auch spezielle Türöffnungsseminare an. Auch ein Lehrgang Erste Hilfe ist fester Bestandteil des Programmes.

In den zurückliegenden  Jahren wurden u.a. Dummy-Puppen und Rauchverschlüsse durch den Verband angeschafft und den einzelnen Feuerwehren zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde auch Material angeschafft, auf das die Feuerwehren im Bedarfsfall zurückgreifen können. Im Einzelnen sind dies z.B.:  Kühlanhänger, Brandsimulationsanlage,  Buttonmaschine, Brandschutzerziehungskoffer, Soundanlage zur Simulation von Einsatzgeräuschen, Rauchhaus, Funkgerätekoffer, Nebelmaschine, Zelt, Verkehrsleitkegel.

Durch den Bundesverband wurden für seine Mitglieder bei vielen Firmen besondere Bedingungen ausgehandelt. Der Landesverband Saarland hat zudem bei einem namhaften regionalen Versicherer in vielen Versicherungssparten besondere Vergünstigungen vereinbart.

Der Bundesverband  ehrt und zeichnet Personen für besondere Verdienste aus. Dafür gibt es z.B. das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz für besondere Verdienste für Feuerwehrleute und die Deutsche Feuerwehr Ehrenmedaille für Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören.

Der Kreisverband wird seit  2013 vom Thomas Quint als 1. Vorsitzendem geleitet. Er gehört der Feuerwehr Saarbrücken an. Stellvertretender Vorsitzender  ist seit 2005 Winfried Lang aus unserer Feuerwehr Kleinblittersdorf.
Weitere Informationen und Einzelheiten über die Arbeit des Feuerwehrverbandes finden Sie unter https://www.feuerwehrverband-saarbruecken.de und unter http://www.feuerwehrverband.de .

Vorbereitung für „Fettexplosion“
Foto von Herbert Wilhelm, Aktion vor Saargalerie 2018
„Magisches Dreieck“ aus der Brandschutzerziehung
Foto Markus Dincher, Aktion vor Saargalerie 2017

Junger Helfer bei Vorbereitung für Fetteslosion
Foto von Markus Dincher, Aktion vor Saargalerie 2017
Arbeit mit Kindern
Foto Markus Dincher, Aktion vor Saargalerie 2017

Freiwillige Feuerwehr für Sie in Bereitschaft

Die krankheitsbedingte Nichteinsatzfähigkeit der Berufsfeuerwehr Saarbrücken ab 11. April 2019 hat auch gravierende Auswirkungen auf unsere Feuerwehr. So war die Einsatzleitstelle, die für unsere Alarmierung zuständig ist, in der Nacht zum 12.4. ebenfalls nicht funktionsfähig. Es konnten keine Alarmierungen durchgeführt werden. Die Leitstelle des Rettungszweckverbandes konnte zwar die Notrufe entgegennehmen, die gemeindespezifische Alarmierung per Meldeempfänger konnte aber aus technischen Gründen so kurzfristig nicht gewährleistet werden.

In einer Krisensitzung haben die Wehrführer des Regionalverbandes beschlossen, dass über Nacht die Feuerwehrhäuser so besetzt werden, dass einsatzfähige Einheiten vorgehalten werden. Die Hinzuziehung weiterer Kräfte sollte dann ggf. per Sozialen Medien erfolgen.

Binnen kürzester Zeit mussten Freiwillige gefunden werden, die diesen Dienst zw. 22.30 und ca. 6 Uhr übernehmen konnten. Dabei mussten auch die Funktionen wie z.B. Einheitenführer, Fahrer und Atemschutzgeräteträger vorhanden sein. Auch wurde die Technische Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Kleinblittersdorf in Betreib genommen. So war eine zeitnahe Hilfe in unserer Gemeinde sichergestellt. Trotzdem bestand bzw. besteht noch die Gefahr von Engpässen, da Spezialfahrzeuge und -einheiten im Regionalverband durch die Berufsfeuerwehr gestellt werden. Hier ist mit extrem längeren Vorlaufzeiten zu rechnen, da die Kräfte aus anderen Kreisen anrücken müssten.

Insgesamt waren in den 4 Löschbezirken Mitte, Bliesransbach, Kleinblittersdorf und Rilchingen-Hanweiler 36 Frauen und Männer für Ihre Sicherheit die ganze Nacht in den Feuerwehrhäusern.
Es gab bei uns keine Einsätze.

Zwischenzeitlich wurden die technischen Voraussetzungen in der Leitstelle des Rettungszweckverbandes geschaffen, dass die Funkmelder ausgelöst werden können.

Die Wehrführung bedankt sich bei allen ganz besonders, die in dieser Nacht die Bereitschaft übernommen haben.

Ebenso ein Dankeschön an die Mitarbeiter des ZRF, die außerplanmäßig die ganze Nacht mit der Pflege der Alarmierungsdaten beschäftigt waren.

Für Ihre Sicherheit:

Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf

Archivfoto

14 neue Sprechfunker im Regionalverband Saarbrücken

Bei der Feuerwehr Kleinblittersdorf fand am 16. und 30. März im Gerätehaus des neuen Löschbezirkes Mitte ein Sprechfunker-Lehrgang auf Regionalverbandsebene statt.

Hier wurden 14 Feuerwehrangehörige von den Feuerwehren aus Heusweiler, Riegelsberg, Saarbrücken und Kleinblittersdorf ausgebildet und absolvierten eine schriftliche sowie eine praktische Prüfung.

Der Funk, den die Feuerwehren, wie auch Polizei und Rettungsdienst, nutzen gehört zum nichtöffentlichen Funk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Deshalb wird er auch kurz BOS-Funk genannt. Da der Funk nicht öffentlich ist, muss jeder Teilnehmer zur Verschwiegenheit verpflichtet werden und eine entsprechende Verpflichtungserklärung unterschreiben. Zuvor wurden sie u.a. auch über strafrechtliche Konsequenzen einer Nichteinhaltung der Verschwiegenheit belehrt.

Des weiteren wurde den Teilnehmern der Umgang mit dem BOS Funk erläutert.

Wie zum Beispiel: die Funkwellentechnik, Aufbau des Funknetzes, Betriebsarten, Umgang mit den Geräten, Funkdisziplin, Funkrufnamen sowie rechtliche Grundlagen.

Der Funklehrgang bei der Feuerwehr ist ein Bestandteil der Grundausbildung, den möglichst jeder Feuerwehrangehörige absolvieren muss. Denn der Funk in der Feuerwehr stellt im Einsatz einen sehr wichtigen und unverzichtbaren Bestandteil der Kommunikation dar. Die Kommunikation im BOS Funk ist daher in der heutigen Zeit für die Feuerwehr  nicht mehr wegzudenken. So ist beispielhaft der Angriffstrupp im Innenangriff bei einem Wohnungsbrand das Auge des Einsatzleiters und dieser weiß nur durch die Kommunikation mit seinem Trupp wie er weiter entscheiden muss. Darum ist dieser Sprechfunker-Lehrgang auch Grundvoraussetzung für einen Atemschutzlehrgang.

Um sich mit dem Funken vertraut zu machen, wurden am 1. Lehrgangstag nach dem theoretischen Teil morgens und am 2. Lehrgangstag nach der schriftlich absolvierten Prüfung mittags, praktische Funkübungen durchgeführt. Hierbei erlernen die Lehrgangsteilnehmer Einsätze über Funk abzuarbeiten. Dazu wurden alle in insgesamt 7 Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe übernahm hierbei die Leitstelle mit dem Funkrufnamen „Florian Schule“. Die anderen Gruppen wurden in „Florian Schule 1 bis 6“ eingeteilt.

Während die Teilnehmer am 1. Lehrgangstag die Funksprüche und Übungsszenarien noch von den Lehrgangsunterlagen ablesen konnten, wurde am 2. Lehrgangstag „frei“ gefunkt. Die Leitstelle erteilte Übungseinsätze bei denen dann die einzelnen Gruppen das gelernte in die Praxis umsetzen konnten.

Dazu wurde z.B. die Ausfahrt und Ankunft und auch komplizierte Lagemeldungen an „Florian Schule“ gemeldet.

Geleitet wurde der Lehrgang ehrenamtlich von Wolfgang Bauer und Tim Heckmann. Wolfgang Bauer, der Funksachbearbeiter der Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken, leitet diese Lehrgänge seit über 20 Jahren. Obwohl er kürzlich aus Altersgründen in die Alterswehr wechseln musste, wird er die Lehrgänge noch weiter leiten. Unterstützt wird er seit über 18 Jahren von Tim Heckmann, ein eingespieltes Team also.

Sehr erfreut können wir berichten, dass alle Lehrgangsteilnehmer das Lehrgangsziel erreicht haben und somit die Prüfung bestanden haben.

Der Kleinblittersdorfer Wehrführer Peter Dausend beglückwünschte die neuen Sprechfunker und teile die Urkunden aus.

Somit gibt es nun 14 neue Sprechfunker für die Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken

Bericht und Fotos:

Steve Mantzer, Feuerwehr Kleinblittersdorf

Wahlen neuer Löschbezirk Mitte

Foto: Günni Schmidt

Mit der Zusammenlegung der Löschbezirke (LB) Sitterswald und Auersmacher ab 1. April 2019 war es notwendig, erstmals eine Löschbezirksführung für den neuen Löschbezirk Mitte zu wählen. Dem Wunsch der Wehrleute zur Zusammenlegung der beiden funktionierenden Löschbezirke hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2018 Rechnung getragen und die Brandschutzsatzung der Gemeinde entsprechend geändert.

Diese geänderte Satzung sieht vor, dass aufgrund der Größe des neunen Löschbezirkes bis zu zwei Stellvertreter gewählt werden können. Bisher wurden der Löschbezirk Sitterswald von Joshua Zins als Löschbezirksführer und Timo Dahlem als Stellvertreter sowie der LB Auersmacher von Christian Hoffsteter und seinem Stellvertreter Martin Hector geleitet. Seit dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus wurde zwischen den beiden Löschbezirksführungen schon eng zusammengearbeitet.

Der neue Löschbezirk Mitte besteht derzeit  aus 78 Aktiven, 21 Jugendwehrangehörigen und 28 Kameraden in der Alterswehr. Da für die Wahl das Kommunalwahlrecht gilt, stand sie unter der Leitung der Gemeindeverwaltung, die auch durch den Bürgermeister und Chef der Wehr Stephan Strichertz vertreten war. Strichertz nannte die Zusammenlegung ein historisches Ereignis. Man habe im Interesse der Allgemeinheit über den Kirchturm hinaus gesehen.

Die Ortsvorsteher von Sitterswald, Jürgen Laschinger, und von Auersmacher, Thomas Unold waren ebenfalls anwesend. Auch sie würdigten die zukunftsweisende Entscheidung.

Die komplette Wehrführung, bestehend aus dem Wehrführer Peter Dausend und seinen Stellvertreten Jörg Wagner und Michael Becker, war ebenfalls anwesend.

Von dem bisherigen Führungsquartett hatte Martin Hector schon im Vorfeld bekanntgegeben, dass er nicht mehr für ein Amt in der Löschbezirksführung kandidieren will. Für seine bisherige Arbeit wurde ihm eine besondere Ehre zuteil. Der Deutsche Feuerwehrverband hat ihm das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze verliehen. Die Verleihung wurde von dem 1. Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes für den Regionalverband, Thomas Quint, vorgenommen. Hector war von 2005 bis 2016 Gemeindejugendwart und hat die Jugendarbeit in unserer Feuerwehr geprägt. Zuvor war er zuerst als stellvertretender Jugendwart, dann als Jugendwart beim LB Auersmacher tätig. Seit 2011 war er stellvertretender Löschbezirksführer in Auersmacher. Er will die neue Löschbezirksführung auch künftig unterstützen.

Von den 77 wahlberechtigten Mitgliedern der aktiven Wehr waren 59 anwesend. Der neue Löschbezirk steht geschlossen hinter der neuen (alten)Führung: Joshua Zins wurde mit einer Gegenstimme zum Löschbezirksführer gewählt. Christian Hoffsteter wurde mit drei und Timo Dahlem mit zwei Gegenstimmen als Stellvertreter gewählt.

Zur Komplettierung wurden noch Jörg Schäfer als Kassierer und Gerhard Dincher als sein Stellvertreter gewählt. Matthias Bock wurde Schriftführer und Nico Focht sein Vertreter. Thomas Dahlem und Peter Dausend wurden Kassenprüfer.

Um den Löschbezirk Mitte funktionsfähig zu  machen, mussten auch die Funktionswarte durch den Bürgermeister bestellt werden:

Jugendbetreuerin                          Silvia Hector

Stellv. Jugendbetreuer                Jürgen Spath

Atemschutzgerätewarte             Haiko Drewniok, Thomas Drumm, Markus Gola,
Alexander Lang, Tobias Lehmann und Stefan Schütz

Gerätewarte                                     Yannick Eckardt und Tim Schäfer

Fahrzeugwart                                   Tobias Lehmann

Timo Dahlem, Joshua Zins, Christian Hoffsteter

Martin Hector, Thomas Quint, Stephan Strichertz, Peter Dausend

Die Hilfe auch für Helfer

Immer wenn Betroffene oder Einsatzkräfte an ihre psychische Grenze kommen sind sie da:

die Notfallseelsorger.


Bundesweit gibt es weit über 200 Organisationen, die sich um die Notfallseelsorge kümmern. Im Saarland ist es als einzigem  Bundesland gelungen, die Notfallseelsorge in einer Organisation für das ganze Land zu bündeln. In 2016 feierte der Verein „ Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e.V.“ (NKS e.V.) sein 20-jähriges Jubiläum. In diesem Verein, der seinen Ursprung im kirchlichen Umfeld hat, ist die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) in der Akuthilfe (Notfallseelsorge und Krisenintervention) organisiert.

Das Zugunglück in Eschede 1998 und das Flugunglück im nahen Ramstein in 1988 machten deutlich, wie wichtig eine organisierte Notfallseelsorge ist. Dabei geht es nicht nur um die Opfer und deren Angehörigen, auch die Helfer brauchen in Extremsituationen psychische Hilfe. Um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser beiden Gruppen eingehen zu können, ist die Notfallseelsorge und Krisenintervention in zwei Bereiche mit ehrenamtlichen Helfern geteilt. Die Mitglieder des einen Bereiches sind speziell für Hilfe bei durch das Ereignis Betroffenen (Verunglückte, Zeugen, Angehörige usw.) geschult. Der andere Bereich ist auf Hilfe für Helfer (Einsatzkräfte, Ersthelfer usw.) spezialisiert.

Dabei geht es nicht immer um die großen Katastrophen. Auch kleine Unglücke können Menschen an die Grenzen dessen bringen, was sie verkraften können.

Für uns als Einsatzkräfte ist es sehr wichtig, dass es diese Hilfe –nicht nur für uns- gibt. Dennoch ist jeder froh, wenn er sie persönlich nie in Anspruch nehmen muss.

Schade ist, dass die Arbeit der PSNV von der Öffentlichkeit nicht gebührend wahrgenommen wird. Grund hierfür ist wohl, dass die Seelsorge abseits von Kameras und Medieninteresse stattfindet, was für die Betroffenen ja auch gut so ist.

Trotzdem sollte jeder Achtung vor der Arbeit dieser Kräfte haben und sie entsprechend würdigen. Die Organisation ist in das Rettungswesen und den Katastrophenschutz eingebunden. Die Helfer sind von uns einfach über die Einsatzleitstelle zu alarmieren. Bei entsprechenden Schadenslagen sind sie schon in die Alarmpläne integriert. Sie sind wie die Feuerwehr mit Funkmeldern ausgestattet und können so kurzfristig zu den Einsatzstellen kommen um Hilfe zu leisten.

Weitere Infos finden Sie auch auf der Internetseite des PSNV unter  http://www.psnv-saarland.de/ .

Das Foto wurde anlässlich der Jahreshauptübung 2017 in Sitterswald aufgenommen. Bestandteil der Übung war auch ein verunglückter Schulbus.

Wenn alle feiern…….

Auch wenn alle feiern muss die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gegeben sein, ebenso beim beliebten Faschingsumzug in Kleinblittersdorf. Einerseits gilt es während der Veranstaltung mit ca. 10.000 Zuschauern bei einem Ereignis schnell helfen zu können andererseits sind sehr viele Feuerwehrleute als Akteure oder Zuschauer bei dem Umzug zugegen.

Im Alarmfall wird es ihnen nicht möglich sein, innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist auch nur ihr Feuerwehrhaus zu erreichen, da sie ja erst mal, sofern sie nicht zu Fuß gekommen sind, ihren PKW auf den Parkplätzen außerhalb erreichen müssen.

Deshalb hat sich die Wehrführung vor einigen Jahren entschlossen, während des Umzuges eine einsatzbereite Einheit bereitzuhalten. Zwölf Freiwillige aus allen Löschbezirken standen mit einem Löschgruppenfahrzeug, einen Vorausrüstwagen und einem Kommandowagen mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung ausgerüstet bereit, um in kürzester Zeit jeden Ort in unserer Gemeinde erreichen zu können und die dort verbliebenen Wehrleute schlagkräftig unterstützen zu können. Der evtl. längere Anfahrtsweg wird dadurch kompensiert, dass die Wehrleute ausgerüstet sind und nicht erst die Feuerwehrhäuser aufsuchen müssen. Diese Einheit ist in der Lage, kleinere Ereignisse selbständig abzuarbeiten. Bei größeren Schäden kann Menschenrettung durchgeführt bzw. damit begonnen werden und erste Maßahmen können eingeleitet werden, bis weitere Kräfte eintreffen. Die Einheit ist sowohl für Brand- als auch Hilfeleistungseinsätze (insbesondere Verkehrsunfälle) ausgerüstet.

Zusätzlich wurde auch die Technische Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Kleinblittersdorf besetzt. Dort wurde für den Umzug auf Führungsebene ein gemeinsamer Funkkanal für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr genutzt, um schnell Informationen austauschen zu können.

Für Ihre Sicherheit:
Ihre Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf

Foto: Feuerwehr Kleinblittersdorf

Löschbezirksführer im Amt bestätigt

Am 18.02. stand in Bliesransbach turnusgemäß die Wahl des Löschbezirksführers an. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Der Löschbezirksführer berät den Wehrführer in allen feuerwehrtechnischen Angelegenheiten des Löschbezirkes. Er ist der Vorgesetzte der Angehörigen des Löschbezirkes. In der Brandschutzsatzung ist vorgesehen, dass der für die Geschicke des Löschbezirkes wichtige Löschbezirksführer von den aktiven Wehrleuten des Löschbezirkes gewählt wird. Da die Feuerwehr eine kommunale Einrichtung ist gilt Kommunalwahlrecht. So ist beispielsweise eine geheime Wahl vorgeschrieben. Die Wahl findet auf Einladung und unter Federführung der Gemeindeverwaltung statt. Zugegen waren auch der Bürgermeister Stephan Strichertz als Chef der Wehr sowie der Wehrführer Peter Dausend und der stellvertretende Wehrführer Jörg Wagner.

Der Löschbezirk hat mit überwältigender Mehrheit Michael Becker wieder zum Löschbezirksführer gewählt. Der Oberbrandmeister ist seit 1992 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Kleinblittersdorf. Seit 1999 gehört er der Aktiven Wehr an. Für ihn beginnt nun seine zweite Amtszeit in Folge. Zuvor war er sechs Jahre stellvertretender Löschbezirksführer. Seit 2016 ist er einer der beiden stellvertretenden Wehrführer. Wir wünschen Michael Becker eine erfolgreiche zweite Amtsperiode bei der Führung des derzeit aus 32 aktiven Mitgliedern bestehenden Löschbezirkes zum Wohle der Allgemeinheit.

von links nach rechts:
Alexander Effnert, Peter Dausend, Michael Becker, Stephan Strichertz und Jörg Wagner.
Foto: Dennis Boucher,
 
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