Gemeinsame Übungen sind bei uns fester Bestandteil des
Übungsplanes. Etwas Besonderes war aber diese Übung schon für uns: Auf
Vorschlag eines aktiven Kameraden haben wir erstmals eine gemeinsame Übung der
Jugendwehr und der Aktiven Wehr der Löschbezirke Sitterswald und Auersmacher
durchgeführt. Es war gleichzeitig eine der letzten Übungen dieser beiden
Löschbezirke, denn gut eine Woche später fand die offizielle Zusammenlegung zum
Löschbezirk Mitte statt.
Und so ging es an einem herrlichen Sonntagmorgen los. Die
Übung fand am schön gelegenen Mühlenwaldweiher statt. Der Wehrführer hat seinen
Kommandowagen mit drei Jugendwehrangehörigen besetzt, von denen einer unter
seiner Anleitung als Einsatzleiter fungierte. Im Einsatz waren zwei Löschgruppenfahrzeugen
(LF8) mit gemischten Trupps und der Jugendwehranhänger unserer Gemeinde.
Als Lage wurde ein Waldbrand angenommen, die Wasserversorgung erfolgte zunächst aus einem der LF8 und anschließend aus dem Mühlenwaldweiher mittels Saugleitung. Die Kleineren bauten mit dem Anhängermaterial einen Angriff mit C Versorgungsleitung und drei D-Rohren auf, die Älteren einen „normalen“ Angriff mit 3 C-Rohren. Zusätzlich wurde noch ein Wasserwerfer mittels B-Strahlrohr aufgebaut. Eine Jugendliche, die als Gruppenführer fungierte, hatte ihre Mutter in ihrer Gruppe und erteilte ihr Befehle. Da hat die Mutter wohl nicht aufgepasst, auf welches Fahrzeug sie sich gesetzt hat …………
Nach dem diese Übung beendet war und alles wieder auf den
Fahrzeugen verladen war fand eine Übungsbesprechung statt.
Ein Teil der aktiven Wehr hat auf dem Alarmhof parallel eine
Übung „Grundlagen technische Hilfeleistung“ durchgeführt. Den älteren
Jugendwehrmitgliedern wurde nach ihrer Angriffsübung gezeigt, wie man ein auf
der Seite liegendes Fahrzeug abstützen kann und alle konnten zuschauen wie man
mittels Steckleiterteilen ein auf der Seite liegendes Fahrzeug „schonend“
umdrehen kann.
Zwischenzeitlich war auch die Alterswehr hinzugekommen und
es wurde gemeinsam gegrillt.
Die Übung war lehrreich und hat allen viel Spaß gemacht. Man
war sich einig, dass das nicht die letzte Übung dieser Art war.
Highlight war aber, dass Frank Grundhever, ein Reporter des Saarländischen Rundfunks, die Übung begleitete und einen Fernsehbericht für das Magazin „Wir im Saarland“ machte. Der Beitrag mit dem Titel „Die Feuerwehrschwestern“ kann in der SR Mediathek unter https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=72728 angesehen werden.
Im Ernstfall kann nur das funktionieren, was geübt wurde. So auch die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsdiensten. Bei Brandeinsätzen erfolgt die Tätigkeit i.d.R. nacheinander. Die Feuerwehr rettet und übergibt die geretteten Personen an den Rettungsdienst. Dieser versorgt dann die Personen medizinisch.
Bei Verkehrsunfällen ist die Sache ganz anders gelagert. Die Rettung von eingeklemmten Personen zieht sich länger hin. Während dieser Zeit müssen die verletzen Personen medizinisch versorgt werden. Und dies bei absolutem Platzmangel. Man arbeitet im wahrsten Sinne des Wortes auf Tuchfühlung. Da das Wohl der verletzten Personen im Vordergrund steht muss die Kommunikation stimmen. Der Rettungsdienst bestimmt je nach Zustand der Personen die Art der Rettung. Für die technische Durchführung ist dann die Feuerwehr zuständig. Oberbegriff ist die patientenorientierte Rettung. Man unterscheidet von Sofortrettung bis hin zu schonender Rettung.
Bei einer Sofortrettung muss die verletzte Person in kürzest
möglicher Zeit befreit werden. Die Situation ist so kritisch, dass man in Kauf
nimmt, dass sich der Patient durch die Rettung weitere Verletzungen zuzieht.
Bei der schonenden Rettung ist die Person stabil. Die Rettung soll für den
Patienten möglichst schonend durchgeführt werden, was natürlich mehr Zeit
erfordert. Zwischen diesen extremen Varianten gibt es natürlich noch
Kompromisse. Und es kann vorkommen, dass aus einer schonenden Rettung plötzlich
eine Sofortrettung wird, da sich der Zustand des Patienten geändert hat.
Um das zu üben hat der Löschbezirk Sitterswald gemeinsam mit
dem Malteser Hilfsdienst e.V., Stadtgliederung Saarbrücken, eine gemeinsame
Übung durchgeführt. Das Szenario war anspruchsvoll: Ein PKW war von der Fahrbahn
eine Böschung hinunter gegen einen Baum gefahren. Die Böschung war steil, der
Boden durch Regen aufgeweicht, das Gelände voll Sträucher und Hecken. Und es
war dunkel. Zwei Personen (eine davon wurde von einem Dummy dargestellt) waren
eingeklemmt und die Türen ließen sich nicht mehr öffnen. Wie meist im Ernstfall
war der Rettungsdienst als erstes vor Ort. Man arbeitete das Szenario gemeinsam
ab. Bis die zweite Person befreit war dauerte es ca. 50 Minuten. Nach der Übung
fand eine gemeinsame Übungsbesprechung statt, in der auf Fehler hingewiesen und
Verbesserungsvorschläge gemacht wurden. Auch wurden alternative Vorgehensweisen
angesprochen.
Danach konnte man sich noch mit der Technik des jeweils
anderen Hilfsdienstes befassen. Für die Feuerwehrleute war der Umgang mit
Fahrtragen von Interesse, während für den Rettungsdienst Schere und
Spreizer Objekte der Aufmerksamkeit
waren.
Danach wurden bei einem gemütlichen Zusammensein noch
Erfahrungen ausgetauscht. Der LB Sitterswald bedankt sich beim Malteser Hilfsdienst
für die Aufschlussreiche Teilnahme an der Übung.
Da die Haltung von exotischen Tieren wie Reptilien oder Spinnen im Saarland im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht eingeschränkt ist, müssen wir als Feuerwehr bei Einsätzen damit rechnen, in Wohnungen auf solche, eventuell für den Menschen gefährliche, Tiere zu treffen.
Der Fachberater für den Umgang mit exotischen Tieren der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, Stephan Müller, führte uns in dieser Übung in den Umgang mit exotischen Tieren, insbesondere Reptilien, ein.
Um den Unterricht anschaulicher zu gestalten hat er diverse lebende Reptilien mitgebracht: einen 3,50m langen Tigerpython, einen kleineren Python, eine Kornnatter, einen Skorpion und eine Bartagame.
Danke an Stephan Müller für diese sehr interessante Übung!
Für unseren Nachwuchs sind die gemeinsamen Übungen der fünf Löschbezirke unserer Gemeindejugendwehr immer ein besonderes Erlebnis: Ausnahmsweise geht es mit Blaulicht und Martinshorn zur „Einsatzstelle“ und Zuschauer, zumeist Eltern, schauen den Kindern und Jugendlichen zu.
So fand am Samstag, dem 13. Oktober die große Herbstübung statt. Ca. 70 Kinder und Jugendliche sowie deren Betreuer und Helfer sind unter dem Kommando von Gemeindejungendbetreuer Stephan Jung vor dem Feuerwehrhaus Rilchingen-Hanweiler angetreten. Die 1. Beigeordnete Frau Dr. Erika Heid, in Vertretung des Bürgermeisters, und Wehrführer Peter Dausend nahmen die Formation ab. Danach ging es in die Fahrzeuge und man begab sich zu den zugewiesenen Bereitstellungsräumen, von denen die einzelnen Fahrzeuge alarmmäßig zur Einsatzstelle gerufen wurden.
Die von Matthias Kehl geplante Übung fand bei der Firma KETTLER Alu-Rad GmbH, bei der wir uns hierfür herzlich bedanken, statt. Drei Verletzte mussten gerettet und erstversorgt werden. Der großflächige Hallenbrand musste umfassend angegriffen werden. Dabei wurden 10 Strahlrohre eingesetzt.
Ziel der Übung war nicht eine realistische oder spektakuläre Übungslage, sondern es ging darum, dass unser Nachwuchs zeigen konnte, was er gelernt hat. In der Jugendwehr sind feuerwehrtechnische Grundlagen und der sachgerechte Umgang mit dem Gerät gefragt. Sie lernen, dass eine Gruppe mit Aufgabenteilung mehr leisten kann als die Einzelpersonen. Es können durchaus noch Fehler passieren, denn man ist ja noch in der Lernphase. Dabei sollen die Teilnehmer Erfolgserlebnisse haben, sich aber auch schon etwas an Einsatzdruck gewöhnen.
An Geräten wurde von Fahrzeugpumpen, tragbaren Pumpen über Stromaggregate und Lichtmasten vieles eingesetzt, was für den Brandeinsatz zur Verfügung steht. Standrohre mussten gesetzt und Rückflussverhinderer, die gewährleisten, dass kein Wasser aus der Schlauchleitung der Feuerwehr zurück ins Trinkwassernetz gelangen kann, eingebaut werden. Es waren viele Schlauchleitungen zur Wasserversorgung und als Angriffsleitungen zu verlegen. Die Einsatzstelle musste ausgeleuchtet werden. Am Ende der Übung musste alles wieder zurückgebaut und einsatzbereit auf den Fahrzeugen verladen werden.
Nach der Übung wurde sich im Feuerwehrhaus Rilchingen- Hanweiler gestärkt. Der Gemeindejugendbetreuer Stephan Jung und der Wehrführer Peter Dausend waren mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden.
Eine starke Jugendwehr ist die Basis für eine leistungsstarke Aktive Wehr. Und eine leistungsstarke Aktive Feuerwehr ist unabdingbar für die Sicherheit in einer – unserer -Gemeinde.
Denn:
Stellen Sie sich vor: es brennt (bei Ihnen?!) und keiner kommt.
Fotos: Florian Breier, Markus Dincher; Bericht:Markus Dincher, Pressesprecher
Nachdem die gemeinsame Übung im letzten Jahr wegen Terminproblemen (u.a. Umzug in das neue Feuerwehrhaus) ausgefallen war, hat die Grubenwehr der Kalksteingrube Auersmacher GmbH die Feuerwehr Kleinblittersdorf auf das Gelände der Grube in Auersmacher eingeladen. Erstmals kamen die Kräfte der Löschbezirke Sitterswald und Auersmacher vom gemeinsamen Standort Mitte aus. Ziel dieser Übungen ist es, sich für den Einsatzfall auf gegenseitige Hilfs- und Unterstützungsaufgaben vorzubereiten. Ausbildung und Ausrüstung von Gruben- und Freiwilliger Feuerwehr sind sehr unterschiedlich, so dass hier im Vorfeld eine Abstimmung erforderlich ist. Das gilt auch für die Ortskenntnisse und das Bewegen im Grubengebäude. Der Geschäftsführer der Grube, Walter Pressmann, hat dem Wehrführer der Feuerwehr, Peter Dausend, ausdrücklich angeboten, dass die Grubenwehr bei ähnlichen Ereignissen wie der Unwetterkatastrophe im Juni, mit Personal und Material zur Unterstützung angefordert werden kann.
Die Kalksteingrube mit ihren weit über 300 Kilometern Stollen wird seit knapp einem Jahr im Stand-by-Betrieb betrieben. Kalk ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Eisen-und Stahlherstellung. Stand-by bedeutet die Grube fördert nur wenn durch Lieferausfälle eines Lieferanten Engpässe entstehen, was schon vorgekommen ist.
Trotzdem ist das Dorf Auersmacher kein Ort mit Bergbautraditionen wie man sie aus den Kohlerevieren kennt. Umso beeindruckender ist es, wenn man sich dann lediglich zwischen 40 und 60 Metern unter der Erdoberfläche fortbewegt. Das Grubengebäude befindet sich allerdings nirgends unter bewohntem Gebiet. Der eigentliche Reiz an der Übung für die Feuerwehrleute sind immer die Teile unter Tage. Und so hat sich die aus 14 Mitgliedern und einer Gerätewartin bestehenden Grubenwehr unter der Leitung des Oberführers Jörg Ruppert gemeinsam mit der Hauptrettungsstelle für das Saarland, die ebenfalls an der Übung teilnahm, einiges Interessantes einfallen lassen. Eher unsere tägliche Arbeit, aber für die Grubenwehr ungewöhnlich, war der angenommene Brand in einem Gebäude über Tage. Etwas Besonderes war schon der angenommene Brand eines Fahrzeuges unter Tage. Hierzu muss man wissen, dass hier unter Tage Fahrzeuge vom Pkw über Mannschaftstransporter bis hin zu riesigen LKW`s und Radladern vieles an Fahrzeugen unterwegs ist. Diese Übung musste aber ohne Atemschutz durchgeführt werden, da die bei der Feuerwehr gebräuchlichen Geräte für den Einsatz unter Tage ungeeignet sind und für die Geräte der Grubenwehr eine spezielle Ausbildung erforderlich ist. Die Grubenwehr ist mit 16 Atemschutzgeräten zum Einsatz unter Tage ausgerüstet, die unter der Überwachung von Hauptgerätewart Andreas (Muck) Hohlreiter stehen.
Highlight für die Feuerwehr war aber eine Übung die durch die Hauptrettungsstelle geleitet wurde: Durch einen Schacht konnte man sich 53 Meter senkrecht in die Kalksteingrube abseilen. Danach ging es unter Tage mit Fahrzeugen zurück zum Ausgang. Obwohl neben dem Abseilseil noch ein Sicherungsseil vorhanden war, blieb bei einigen doch ein mulmiges Gefühl, das sich aber nach wenigen Metern wieder legte. Bei den Höhenrettern der Hauptrettungsstelle war man in sicheren Händen.
Für alle ist diese Übung immer ein Erlebnis und man gewinnt neue Erkenntnisse. Besonders gilt dies für unsere jungen Feuerwehrleute, die noch nie in der Grube waren. Es fand auch noch eine Kurzführung statt, in der die wichtigsten Anlagen unter Tage wie die Brecheranlage gezeigt wurden.
Wichtig bei diesen Übungen ist auch die anschließende gemeinsame Stärkung mit gemütlichem Beisammensein, bei dem man sich in Gesprächen über die gemeinsamen Erlebnisse näher kommt.
Wir bedanken uns bei der Kalksteingrube Auersmacher GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Walter Pressmann, für die freundschaftliche Aufnahme.
Glück auf!
Markus Dincher, FF Kleinblittersdorf, LB Auersmacher
Im
Rahmen der Truppmann-Ausbildung unserer Gemeinde wird als fester Bestandteil
das „Technische Hilfswerk“ (THW) besucht. Während die Tätigkeit als
„humanitärer Botschafter“ für die Bundesrepublik Deutschland bei Katastrophen
im Ausland immer pressewirksam ist, spiegelt sie doch nur einen kleinen Teil
des Aufgabenbereichs dieser Hilfsorganisation wieder.
Als Bundesbehörde, die dem Bundesministerium des Innern
untersteht und sogar über ein eigenes Kfz-Kennzeichen (THW) verfügt, ist sie
über das ganze Bundesgebiet verteilt. Sie ist nicht an Bundeslands- oder
Gemeindegrenzen gebunden. Im Saarland gibt es 24 Ortsverbände (OV), davon 6 im
Regionalverband Saarbrücken. Aufgabe ist die technische Hilfeleistung bei
besonderen Schadenslagen oder bei Katastrophen im Inland. Wir als Feuerwehr
können im Bedarfsfall auf die Einheiten des THW zurückgreifen. Dafür ist es notwendig
zu wissen, für welche Tätigkeiten das THW ausgerüstet ist.
Das THW ist, neben seinen Bergungsgruppen innerhalb der
Technischen Züge, in viele Fachgruppen wie z.B. Ortung, Wassergefahren, aber
auch Brückenbau (mittlerweile sogar Eisenbahnbrücken), Elektroversorgung,
Trinkwasserversorgung und sogar Sprengen aufgeteilt. Nicht jeder Ortsverband
kann das ganze Portfolio verfügen. Im Einsatzfall werden die im Baukastensystem
konzipierten Fachgruppen, die jeweils im gesamten Bundesgebiet einheitlich
ausgestattet sind, zu komplexen Einheiten für den speziellen Einsatzzweck
ortsverbandübergreifend zusammengestellt. Dies führt natürlich zu längeren Anrückzeiten
als bei der Feuerwehr, geht aber je nach Entfernung trotzdem sehr zügig. Das
THW ist dann in der Lage auch mehrere Tage völlig autark zu arbeiten.
Unsere „Auszubildenden“ besuchten den Ortsverband Saarbrücken. Bei diesem sind, neben dem Zugtrupp und den beiden Bergungsgruppen, die Fachgruppen Ortung und Wassergefahren stationiert. An dem Standort sind 49 Aktive im Technischen Zug und weitere 11 im OV Stab ehrenamtlich tätig. Die Jugendgruppe, das Pendant zu unserer Jugendfeuerwehr, besteht aus ca. 15 Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren.
Das Team um den Fachberater Patrick Altendorf brachte uns
die Tätigkeit des THW zunächst in der Theorie näher. Danach wurde die
technische Ausstattung und die Arbeit mit Rettungshunden vorgeführt. Es war
eine interessante Zeit. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit.
Eine besondere Übung fand beim Löschbezirk
Rilchingen-Hanweiler statt. Wir versuchen möglichst oft Übungen realitätsnah
durchzuführen. Allerdings zählen „Heiße Übungen“, also Übungen mit
Feuer, zu den absoluten Ausnahmen. Nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen. Aber
gerade solche Übungen bringen den Wehrleuten wichtige Erkenntnisse und
wertvolle Erfahrungen.
In der von einem Team um Benedikt Koch sehr gut geplanten
Übung wurde mit Holz der Brand eines Gartenhauses simuliert. Das hört sich im ersten
Moment nicht spektakulär an. Doch der Eindruck täuscht. Gerade Gartenhäuser
können eine Fülle von Gefahren bergen. In Gartenhäusern, die zum Feiern genutzt
werden, ist immer mit Gasflaschen zu rechnen, die bei Hitze leicht explodieren
bzw. zerbersten können. In Gartenhäusern, die für Gartengeräte benutzt werden
bergen Treibstoffkanistern und die gefüllten Treibstofftanks von Gartengeräten
große Gefahren. Hinzu können noch Dünger und Pflanzenschutzmittel kommen, durch
deren Verbrennen hochgiftige Gase entstehen können. Also scheuen Sie sich
nicht, sollte es mal bei Ihnen brennen, die Feuerwehr auf evtl. besondere
Gefahren hinzuweisen. Es dient dem Leben und der Gesundheit der Einsatzkräfte.
So mussten sich die Einsatzkräfte in der Übung neben einem
Verletzten noch um einen Kanister mit einer gefährlichen Flüssigkeit kümmern.
Bei Temperaturen über 30 Grad wurde die Übung unter schwerem Atemschutz in
voller Schutzausrüstung zu einer schweißtreibenden Veranstaltung. Nachdem die
Person gerettet und der Kanister in Sicherheit gebracht waren wurde der Brand
zunächst mit Wasser gelöscht. Für die letzten Glutnester wurde Schaum
eingesetzt, da auch der Umgang mit diesem Löschmittel geübt werden muss.
Hierfür wurde spezieller Übungsschaum verwendet. Dieser hat zwar nicht die
Löschwirkung wie „echter“ Schaum, er ist aber umweltverträglich. Wenn
man den Brand mit diesem Schaum unter Kontrolle bringt ist es mit „normalem“ wesentlich
einfacher.
In der anschließenden Übungsbesprechung wurde auf alle
Schwierigkeiten der Übung noch mal eingegangen und es wurden Hinweise für
andere, ähnliche Lagen gegen. Es gab auch seitens der Wehrführung, die durch
den Wehrführer Peter Dausend und seinen Stellvertreter Michael Becker vertreten
war, kaum Anlass für Kritik.
Danach galt es, das eingesetzte Material zurück zu bauen, zu
reinigen und wieder einsatzbereit zu machen. Diese Tätigkeiten sind oft
zeitaufwendiger als die eigentliche Übung.
Wir bedanken uns beim Löschbezirk Bliesransbach, der vor dem Anzünden des Holzstapels die nähere Umgebung mit Wasser befeuchtet hat und der mit Wasser am Strahlrohr während der ganzen Übung, vor allem bis der LB Rilchingen-Hanweiler seinen Löschangriff aufgebaut hat, bereitstand um allen Eventualitäten vorzubeugen. Auch bedanken möchten wir uns bei der Firma Kettler für die Zurverfügungstellung der Geländes.
Anlässlich des 80 jährigen Bestehens des Löschbezirks Sitterswald fand auch die diesjährige Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Kleinblittersdorf in Sitterswald statt. Geplant wurde die wichtigste Übung des Jahres, in der die Schlagkraft der Wehr getestet werden soll, von Joshua Zins.
Zur Freude der Gemeindewehr verfolgten zahlreiche Zuschauer,
darunter Bürger, Gäste und auch Vertreter der französischen Nachbarfeuerwehren,
das kommentierte Übungsgeschehen der Aktiven.
Keine einfache Lage haben die Kameraden der
Gesamtwehr der Feuerwehr Kleinblittersdorf bei ihrer Jahreshauptübung am
sonnigen Samstagnachmittag meistern müssen – doch alles lief nach Plan. Die
Verantwortlichen zeigten sich zufrieden.
Das Einsatzszenario bestand aus einem Verkehrsunfall, in den
zwei Fahrzeuge mit jeweils einem eingeklemmten Verletzten involviert waren.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde festgestellt, daß ein nachfolgender
Schulbus not bremsen musste. Die Insassen, Kinder und Fahrer, waren so
verletzt, dass Sie den Bus nicht aus eigener Kraft verlassen konnten. Deshalb
wurden Kräfte sowohl der Feuerwehr als auch des Rettungsdienstes nachalarmiert.
Da es sich um einen Massenanfall von Verletzten handelte wurde auch die
Psychosoziale Notfallseelsorge Saarland e.V. (PSNV Saarland), auch als
Notfallseelsorge bekannt, alarmiert. Diese besteht aus zwei Fachbereichen. Der
eine Fachbereich versorgt die betroffenen Opfer und Angehörige. Der andere Fachbereich
kümmert sich um traumatisierte Einsatzkräfte. Es waren drei Einsatzkräfte der
PSNV vor Ort.
Die Sondereinsatzgruppe des DRK (SEG), bestehend aus Kräften
des DRK Rilchingen-Hanweiler, verstärkt durch Kräfte aus Heusweiler und
Völklingen, war mit vier Fahrzeugen und elf Einsatzkräften zur Stelle. Der
Rettungsdienst des ASB Brebach war mit zwei Fahrzeugen und sechs Kräften zur
Stelle. Der ASB lobte die Planung der Übung, die reale Einsatzbedingungen
vorgab. Aus Sicht des Rettungsdienstes war der ASB als Primärrettungsdienst
eingesetzt, der durch die SEG des DRK als Ergänzung unterstützt wurde. Dies
würde im Einsatzfall auch der Realität entsprechen. In Übungen wird es aber
selten so durchgeführt, da hierzu Kräfte der ständig besetzten Rettungswachen
erforderlich sind. Die Zusammenarbeit funktionierte lt. Auskunft der Dienste
hervorragend.
Für die Feuerwehr war es eine Premiere, dass das Sitterswalder
Feuerwehr-Fahrzeug mit einer gemischten Mannschaft der Löschbezirke Sitterswald
und Auersmacher besetzt war. Bald wird dies gelebter Alltag, wenn das
gemeinsame Gerätehaus bezogen wird. So konnten sich die Wehrleute aus
Auersmacher unter Anleitung der Sitterswalder Kameraden in der technischen
Hilfeleistung weiterentwickeln. Die Feuerwehr hatte acht Fahrzeuge und ca. 55
Einsatzkräfte aus allen fünf Löschbezirken in die Übung eingebunden.
Bei dieser Übung war ein Arbeiten Hand in Hand der Dienste
gefragt. Die Feuerwehr hat eine technische Einsatzleitung installiert und drei
Einsatzabschnitte gebildet. Es galt elf Kinder und den Fahrer aus dem Bus zu
retten und anschließend die medizinische Erstversorgung durchzuführen.
Anschließend waren die Verletzten zu betreuen und teilweise in Krankenhäuser zu
fahren. Es gab hier keine lebensgefährlich Verletzten. Anders sah es bei den
Fahrzeugen aus. Die Personen waren schwer verletzt und eingeklemmt. Es wurde
jeweils ein Zugang für medizinisches Personal geschaffen. Dann erfolgte die
Erstversorgung. In Absprache zwischen dem ASB als Primärrettungsdienst und der Feuerwehr
wurde in beiden Fällen beschlossen, die Rettung als „Schnelle
Rettung“ im Rahmen der patientenorientierten Rettung durchzuführen. Dabei
erfolgen die Rettungsmaßnahmen genau auf den Zustand des Patienten
zugeschnitten. Diese werden in Zusammenarbeit zwischen Notarzt und der
Feuerwehr festgelegt. Daneben gibt es noch die Sofortrettung (früher auch
Crashrettung genannt) und die schonende Rettung. Die Arbeiten an dem umgestürzten
Fahrzeug wurden durch den LB Kleinblittersdorf durchgeführt. An dem anderen war
das Fahrzeug des LB Sitterswald mit einer gemischten Besatzung aus Sitterswald
und Auersmacher tätig.
Wie bei der Feuerwehr Kleinblittersdorf üblich wussten die
Einsatzkräfte vor der Übung nicht mit welchem Einsatzszenario sie konfrontiert
werden.
Während der Übung konnte der Brandinspekteur des Regionalverbandes,
Tony Bender, den neuen Kommandanten der „Sapeurs-pompiers de Sarreguemines“, Capitaine
Matthieu Oberhauser, über die Einsatzstelle führen. Dabei wurden auch
unterschiedliche Vorgehensweisen in Frankreich und in Deutschland erörtert.
Bei der Übungsnachbesprechung bescheinigte Regionalverbands-Brandmeister
Christian Ziegler der Gemeindewehr Kleinblittersdorf, allen Mitwirkenden und
insbesondere dem Einsatzleiter eine respektable Leistung. Die Übungsannahme sei
sehr realistisch, das einsatztaktische Vorgehen unter Gesichtspunkt einer
Demonstrationsübung richtig und zielführend gewesen. Er fand, dass die Übung
sehr gut und ruhig ablaufen und dass die Wehr gut ausgebildet und gut
aufgestellt sei. Dem Lob schloss sich Bürgermeister Stephan Strichertz in
seiner Ansprache an. Gleichzeitig bedankte er sich für das ganzjährige
Engagement der ehrenamtlichen Kräfte. Wehrführer Peter Dausend bedankte sich
abschließend bei allen Mitwirkenden der Übung. Er und die ganze Wehr bedanken
sich darüber hinaus bei der Firma Alfred
Thiry GmbH & Co. KG für die zur Verfügungsstellung des Busses und bei den „Theatermäusen“
der Jungen Bühne Auersmacher, die die Verletzten in dem Bus mimten.
Zum Abschluss wurden noch die Jugendwehrleute Maximilian Risch
und Lukas Grewer als Feuerwehranwärter in den aktiven Dienst übernommen. Die
Übernahme erfolgte durch den Chef der Wehr, Bürgermeister Stephan Strichertz,
und den Wehrführer Peter Dausend.
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