Feuerwehrhaus kann nun mit Strom versorgt werden

Das Feuerwehrhaus des Löschbezirkes (LB) Mitte verfügt seit dem Bau über eine Einrichtung zur Notstromeinspeisung. Diese ist gedacht, um im Falle eines größeren Stromausfalles das Feuerwehrhaus mittels eines Notstromaggregates zu versorgen, damit die Einsatzbereitschaft der Einrichtung gewährleistet ist. Was bisher fehlte, war ein solches Notstromaggregat in der Gemeinde, das die benötigte Leistung erbringen konnte.

Nun wurde ein solches beschafft. Man entschied sich für ein mobiles Aggregat auf einem Anhänger. Für ein stationäres Gerät hätte noch ein Unterstand gebaut werden müssen. Der große Vorteil ist, dass dieses Gerät nicht standortgebunden ist und so im Falle eines Stromausfalles auch an einem anderen Gebäude, das über eine entsprechende Einspeiseeinrichtung verfügt, eingesetzt werden kann. Das Gerät kann auch ohne vorhandene Gebäude-Infrastruktur eine größere Einsatzstelle oder einen Sammel- oder Verpflegungsplatz mit Strom versorgen. Es ist für einen Dauereinsatz von mindestens 72 Stunden ausgelegt. In einer Übung im Juli erhielten die Mitglieder des LB Mitte eine Einweisung an dem Aggregat, damit es im Einsatz auch optimal genutzt werden kann.

Ein weiterer Baustein in der Entwicklung unserer Feuerwehr ist die Beschaffung eines sogenannten Gerätewagen Logistik (GW-Logistik). Es handelt sich hierbei weniger um ein klassisches Feuerwehrfahrzeug, sondern eher um einen LKW mit Kofferaufbau. Er ist nicht gedacht, um alleine an einer Einsatzstelle zu operieren, sondern um im jeweiligen Einsatzfall zusätzlich benötigtes Material zur Einsatzstelle zu bringen. Die Möglichkeiten sind hier fast unendlich und reichen z.B. von Schlauchmaterial über frische und kontaminierte Atemschutzgeräte, Verstärkerpumpen bis hin zu Tauchpumpen, Elektromaterial und Sandsäcken. Es ist fast alles denkbar. Allerdings sind bei den jeweiligen LB´s natürlich nur einzelne Komponenten verfügbar.

Üblicherweise sind die Geräte auf Rollcontainern verladen. Je nach Bedarf werden diese dann im Einsatzfall auf das Fahrzeug verladen. Um sie platzsparend zu lagern wurde in das Feuerwehrhaus ein Schwerlastregal eingebaut und ein entsprechender Elektro-Hochhubwagen beschafft. Auch für dieses Gerät ist eine Einweisung erforderlich. Diese Einweisung fand ebenfalls in der Übung im Juli statt.

Die Rollcontainer mit Material wurden zwischenzeitlich bereits geliefert. Mit der Auslieferung des Fahrzeuges ist nach den neuesten Entwicklungen erst Anfang des nächsten Jahres zu rechnen.

Bei dem Aggregat und dem GW-Logistik handelt es sich um keine klassischen Ersatzbeschaffungen. Der Stromerzeuger ist ein zusätzliches Gerät. Der GW-Logistik ersetzt ein klassisches Löschgruppenfahrzeug. Bei „normalen“ Einsätzen wird er eine kleinere Rolle spielen. Bei größeren Brandeinsätzen, Vegetationsbränden oder bei Unwetter- oder Hochwassereinsätzen wird er ein großer Mehrgewinn für die Sicherheit in unserer Gemeinde sein.

Grenzüberschreitende Einsatzübung

Am Samstag den 30. Mai 2026 führten die Freiwillige Feuerwehr Kleinblittersdorf, Löschbezirk Kleinblittersdorf (LB 3) und die sapeurs pompiers de Großbliederstroff eine gemeinsame Einsatzübung, geplant vom LB 3, durch.

Als Gäste der Übung konnten der Bürgermeister von Großbliederstroff, M. Pascal Weisslinger, der Ortsborsteher von Kleinblittersdorf und Alterswehrkamerad, Karl-Peter Fuhr, der Beauftragte für Kameradschaft innerhalb der sapeurs pompiers, und auch einige Alterswehrkameraden aus Großbliederstroff begrüßt werden!

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte über die Landesgrenzen zu vertiefen und die langjährige Freundschaft zwischen den Wehren zu pflegen. Die Freundschaft zwischen Feuerwehr Kleinblittersdorf LB 3 und sapeurs pompiers de Großbliederstroff wurde vor ein paar Jahren wieder neu aufgegriffen und mit neuer kameradschaftlicher und fachlicher Zusammenarbeit gefüllt.

Angenommen wurde folgende Einsatzlage in Großbliederstroff:

In einer Klinik für Kinder und Jugendliche kam es zu einer Explosion mit anschließendem Brand im 2. Obergeschoss, sieben Kinder sowie ein Betreuer wurden vermisst.

Unverzüglich wurden je zwei Trupps der Feuerwehr Kleinblittersdorf und der sapeurs pompiers de Großbliederstroff unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude geschickt.

Die Wasserversorgung wurde über die Fahrzeugtanks der eingesetzten Löschfahrzeuge (zwei aus dem LB 3 und eins aus Großbliederstroff) gestellt. Dank spezieller Kupplungen konnten die unterschiedlichen Schläuche miteinander und verwendet werden. 

Im Verlauf der Übung konnten alle vermissten Kinder sowie der Betreuer zügig gefunden und in Sicherheit gebracht werden. 

Das Feuer wurde ebenfalls schnell unter Kontrolle gebracht und erfolgreich gelöscht.

Nach einem erfolgreichen Abschluss der Übung erfolgte der gemeinsame Rückbau und alle konnten sich die Fahrzeuge und das Werkzeug der anderen Wehr ansehen.

Anschließend trafen man sich im Gerätehaus der Feuerwehr Kleinblittersdorf LB 3 zu einem gemeinsamen Essen und Trinken.

In kameradschaftlicher Atmosphäre fand dort die Nachbesprechung der Übung statt, bei der Erfahrungen und Anregungen angesprochen wurden. Trotz einer kleinen Sprachbarriere funktionierte die Kommunikation zwischen den beiden Feuerwehren gut.

Die Übungsleitung zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden.

Die Übung hat gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit über Landesgrenzen ist, was sich schon bei vorherigen Echteinsätzen gezeigt hat! Gleichzeitig wurde die Freundschaft zwischen den beiden Wehren noch mehr gestärkt.

Wir freuen uns auf weitere Zusammenarbeit mit sapeurs pompiers de Großbliederstroff und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen.

Im weiteren Verlauf des Jahres sind wir zu einer weiteren Übung nach Großbliederstroff eingeladen worden! 


Gemeindeübergreifende Übung Verkehrsunfall

Im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung fand am 12.06. eine gemeinsame Übung „Technische Hilfeleistung“ statt. Ausrichter war der Löschbezirk (LB) Mitte der Feuerwehr Kleinblittersdorf. Es war ein anspruchsvolles, von Tobias Lehmann inszeniertes, Szenario mit fünf an einem Verkehrsunfall beteiligten Personen, drei PKW und einem landwirtschaftlichen Fahrzeug mit Anhänger. Die Übung fand auf der Landstraße im Bereich der Bliesgersweiler Mühle, nahe der Grenze zwischen Kleinblittersdorf und Mandelbachtal, statt.

Dementsprechend groß war auch der Bedarf an Rettungskräften. Für den Rettungsdienst nahmen die Malteser, Stadtgliederung Saarbrücken, und der Arbeiter-Samariter Bund (ASB), Ortsverband Saarbrücken, mit je einem Rettungswagen teil. Der örtlich zuständige LB Bliesransbach, der nur über eine Mindestausstattung zur technischen Hilfeleistung verfügt, wurde durch den LB Bliesmengen-Bolchen aus der Gemeinde Mandelbachtal und den LB Mitte aus der Gemeinde Kleinblittersdorf unterstützt. Beide LB´s verfügen über eine Ausstattung, die normalerweise für PKW-Unfälle mit einem Fahrzeug ausreichend ist. Da hier mehrere PKW und ein größeres Fahrzeug beteiligt waren, war abzusehen, dass das vorhandene Material nicht ausreichen würde. Für solche Fälle gibt es bei der Feuerwehr sogenannte Rüstwagen (RW). Diese verfügen über eine Besatzung von nur drei Personen. Sie sind als Ergänzungsfahrzeuge konzipiert, um zusätzliches Material für technische Hilfeleitungen zu vorhandenem Personal zu bringen. Weder die Gemeinde Kleinblittersdorf noch die Gemeinde Mandelbachtal verfügen über einen solchen Rüstwagen. Normalerweise wird im Einsatzbereich der Gemeinde Kleinblittersdorf ein Rüstwagen aus Saarbrücken und im Bereich der Gemeinde Mandelbachtal einer aus Blieskastel hinzugezogen. Für die Übung wurde angenommen, dass der RW aus Saarbrücken anderweitig gebunden ist. Deshalb wurde der RW aus Blieskastel alarmiert. Es waren insgesamt rd. 50 Kräfte im Einsatz.

Zur Übungslage:

Ein PKW mit einer Person ist unter den Anhänger einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine gekommen. Der PKW Fahrer war eingeklemmt und für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer der Arbeitsmaschine war verletzt aber nicht eingeklemmt.

Zwei weitere PKW waren kollidiert. Einer davon befand sich im Gelände neben der Straße. Er war in Seitenlage auf der Beifahrerseite geraten und der Fahrer und einzige Insasse eingeklemmt. Um ein durch das Hängen in den Sicherheitsgurten verursachte Hängetrauma zu verhindern, war eine schnelle Rettung erforderlich. Ein Hängetrauma ist ein potentiell lebensbedrohlicher Schockzustand. In dem anderen PKW war der Fahrer ebenfalls verletzt und eingeklemmt, der Beifahrer verletzt. In enger Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr wurden Einsatzbereiche festgelegt, die Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt. Der Wehrführer der Feuerwehr Kleinblittersdorf, Michael Becker, war Einsatzleiter der Übung. Er war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden.

Abschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein im Feuerwehrhaus des LB Mitte. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, insbesondere bei den Kräften des Rettungsdienstes und den Kameraden aus Blieskastel. Bedanken möchten wir uns auch bei Timotheus Emanuel, der uns das Übungsgelände neben der Straße zur Verfügung gestellt hat.

Lehrgang erfolgreich abgeschlossen

Sicherheit für die Einsatzkräfte nimmt bei der Feuerwehr einen hohen Stellenwert ein. Um dies im absturzgefährdeten Bereich z.B. bei Kaminbränden, auf Flachdächern usw. zu gewährleisten, gibt es bei der Feuerwehr Kleinblittersdorf eine Gruppe „Absturzsicherung“, die mit entsprechendem, nicht zur Standartausrüstung der Feuerwehr gehörenden Material, ausgerüstet ist. Angesiedelt ist diese Gruppe beim Löschbezirk (LB) Mitte. Elf Mitglieder des LB haben nun einen Lehrgang „Anwender Gerätesatz Absturzsicherung“ absolviert. Der Lehrgang wurde von der Feuerwehr Kleinblittersdorf in Eigenregie durchgeführt. Dies war möglich, da der Lehrgangsleiter Alexander Lang und sein Assistent, Yannick Eckardt, ausgebildete Höhenretter bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken sind. Alexander Lang ist darüber hinaus Ausbilder für Höhenretter. Beide gehören auch dem LB Mitte an.

Bei dem 24 Stunden dauernden Lehrgang wurden zunächst theoretische Grundlagen gelegt. Danach wurde in mehreren unterschiedlichen Übungen der Umgang mit dem Material und die richtige Anwendung geübt. Am Ende stand eine Abschlussprüfung. Alle Teilnehmer haben das Lehrgangsziel erreicht. Lang zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement der Teilnehmer.

Wir beglückwünschen die Teilnehmer und bedanken uns bei den ehrenamtlichen Ausbildern. Wir bedanken uns auch bei dem Caritas Seniorenzentrum St. Barbarahöhe/Auersmacher, auf deren Gelände wir große Teile der praktischen Ausbildung durchführen konnten.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Einsätze der Feuerwehr werden im Allgemeinen durch die Bevölkerung wahrgenommen. Aber damit solche Einsätze erfolgreich abgearbeitet werden können sind, nicht nur Schulungen und Übungen notwendig. Ohne von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, werden Einsatzvorbereitungen durchgeführt. Das geht z.B. von der Zusammenstellung von Hydrantenplänen, Festlegung von Bereitstellungsplätzen für nachrückende Einheiten bis hin zur Planung der Löschwasserversorgung z.B. aus Flüssen oder Seen.

Wesentlicher Bestandteil von dieser Einsatzplanung ist auch das Erstellen von Einsatzplänen für bestimmte Objekte, sogenannte Objektpläne. Diese werden für Objekte mit besonderer Gefährdung, wie z.B. Alten- oder Pflegeheime, Krankenhäuser, Industriebetriebe usw. erstellt. Es werden die Aufstellung der ersten Fahrzeuge, Zugänge, Gebäudepläne, Wasserentnahmestellen und vieles mehr in die Pläne eingepflegt. Einzelne solcher Pläne werden durch Übungen getestet, auch um Erkenntnisse für andere Pläne zu gewinnen. Bei anderen Objekten finden anlassbezogen oder im Rahmen von Übungen Begehungen statt, damit die Einsatzkräfte die Übertragung der Pläne in die Wirklichkeit trainieren können.

Im Zuständigkeitsbereich des Löschbezirk Mitte befindet sich der Großwieserhof in Auersmacher. Es handelt sich um einen Reiterhof mit ca. 60 Pferden. Aufgrund der hohen Brandlast unter anderem durch Heu und Stroh, gelegentlich auch Düngemittel, existiert hier ein Objektplan. Auch die Pferde selbst müssen einerseits im Ernstfall gerettet werden. Andererseits können Sie auch, wenn sie frei und in Panik auf der Einsatzstelle rumlaufen, eine Gefahr für die Einsatzkräfte und andere Personen darstellen.

Betriebsleiter Gerald Hector führte durch den Hof und machte auf die neuralgischen Punkte aufmerksam. Er erläuterte, wie die Pferde aus Ihren Ställen direkt auf ein Koppelsystem evakuiert werden können, ohne die für Pferde vorgesehenen, abgesperrte Bereiche zu verlassen. Wer wollte konnte auch einem Pferd ein Halfter anlegen. Es ist aber fraglich, ob das jemandem, der nicht regelmäßig mit Pferden arbeitet, im Einsatz gelingen wird. Es ist ein Unterschied, ob man mit einem Pferd, bei dem eine vertraute Person anwesend ist, arbeitet oder im Einsatz, wenn ein verängstigtes Pferd es mit einer fremden Person zu tun hat.

Die Begehung war sehr aufschlussreich und wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme.

Umgang mit Löschschaum 

n einer Übung des LB Mitte ging es um das Thema Schaum. Gemeint ist natürlich Löschschaum.  Das Material zur Herstellung ist auf fast allen Löschfahrzeugen verladen. Wir hatten schon viele theoretische Übungen zu dem Thema und ab und an wurde auch in praktischen Übungen Schaum erzeugt.  

Dieses Mal war die Übung anders aufgebaut. Alexander Brach, Löschbezirksführer des LB Bliesranbach, hatte spezielles Übungsequipment dabei. So waren z.B. die Strahlrohre im Verhältnis 1 zu 100 verkleinert. Diese Ausführungen ermöglichen es, mit wenigen Millilitern Schaummittel, was die Umwelt schont, Löschschaum zu erzeugen und den Umgang damit zu üben. Doch davor ging er auf theoretische Grundlagen wie z.B. Aufbau des Schaumes, Mischungsverhältnis, Schaumverträglichkeit von verschiedenen Schaumsorten untereinander und bei bestimmten brennbaren Stoffen, und vieles mehr ein. Auch wurden die Unterschiede zwischen und Anwendungsbereiche von Schwer-, Leicht- und Mittelschaum erarbeitet.  

Es war eine sehr lehrreiche Übung mit vielen neuen Erkenntnissen, die allen viel Spaß gemacht hat. 

Alexander Brach ist Mitarbeiter in einer Werksfeuerwehr und hat eine spezielle Ausbildung bezüglich Löschschaum an der Landesfeuerwehrschule besucht. 

Wir bedanken uns bei Alexander Brach für die gelungene Ausbildungseinheit. 

Übung Wasserförderzug Obere Saar

Bei größeren Schadensereignissen war es in der Vergangenheit immer zeitaufwendig weitere Kräfte im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfeleistung anzufordern. Entweder wurde eine Nachbargemeinde alarmiert, die dann mit dem kam was dort verfügbar war, oder man musste bestimmte Fahrzeugtypen angeben, die dann durch die Leitstelle alarmiert wurden.
Um das zu vereinfachen wurden für den Regionalverband Saarbrücken sog. Modulare Fachzüge zusammenstellt. Diese bestehen aus fest zugeordneten Fahrzeugen (idR. keine Erstausrücker), teilweise aus verschiedenen Kommunen, die dann bei Bedarf als Einheit alarmiert werden können.
Im Regionalverband gibt es derzeit:
• Waldbrandbekämpfung (3 Züge) Waldbrandzug
• Löschwasserversorgung (3 Züge) Wasserförderzug
• Führungsunterstützung (noch im Aufbau)
• Überörtliche Unterstützung /
Flächenlagen (6 Züge) Einsatzzug
Zusätzlich gibt es noch einen Gefahrstoffzug für den Regionalverband, der sich aus Einheiten mehrerer Kommunen zusammensetzt.
Dabei ist zu beachten, dass einzelne Fahrzeuge Zügen aus unterschiedlichen Fachrichtungen angehören können. So gehören z.B. ein LF8 des LB Mitte und der GW-Logistick des LB Rilchingen-Hanweiler sowohl dem Wasserförderzug 2 Obere Saar als auch dem Einsatzzug 4 Kleinblittersdorf an.
Die Züge in jedem Fachbereich haben gewisse Vorgaben was das mitgeführte Material und die Personalstärke anbelangt. So weiß die Einsatzleitung mit welchem Personal und mit welchem Material sie rechnen kann.

Ende April fand nun die jährliche Übung des Wasserförderzuges Obere Saar statt. Dieser besteht aus einem GW-Logistik des zur Landeshauptstadt Saarbrücken gehörenden LB Ensheim, einem GW Logistik des LB Rilchingen-Hanweiler, einem LF8 des LB Mitte und einer Führungseinheit -die letzten alle aus der Gemeinde Kleinblittersdorf- satt. Die flexiblen GW Logistik werden zu diesem Zweck u.A. mit jeweils 2.000 Metern Schlauch und zwei tragbaren Pumpen (Tragkraftspritzen) beladen. So stehen 4 Kilometer Schlauch und mit den Pumpen des Löschfahrzeuges sechs Pumpen zur Verfügung.
Bei einer Wasserförderung über lange Wegestrecken muss einiges geplant werden. Durch die Reibung in den Schläuchen entstehen Druckverluste, die abhängig von der geförderten Wassermenge und der Schlauchlänge sind. An der nächsten Pumpe wird noch ein Restdruck benötigt und Geländesteigungen bringen Druckverluste, Gefälle bringen Druckgewinne. So müssen aus den Parametern verfügbarer Druck, Druckverlust durch Reibung und Druckverlusten und -gewinnen durch das Gelände die Pumpenstandorte berechnet werden. Dabei ist auch zu beachten, dass aufgrund der langen Nutzungsdauer bei Feuerwehren noch Pumpen mit der alten Norm mit einer Nennleistung von 8 bar und nach der neuen Norm mit 10 bar im Einsatz sind.


In der durch Joshua Zins geplanten Übung war die Wasserversorgung einer großräumigen Einsatzstelle bei einem Vegetationsbrand vorgegeben. Ziel war es, die Einsatzstelle an zwei ca. 150 Meter voneinander entfernten Punkten mit jeweils 800 Litern Löschwasser zu versorgen. So wurden bis zu Teilung zwei Leitungen nebeneinander verlegt. Das Wasser wurde aus der Blies entnommen.
Es dauerte ca. 30 Minuten vom Beginn des Aufbaues bis das Löschwasser in der geplanten Menge an den Zielorten war. Dabei wurden über 1.500 Meter Schlauch verlegt und rd. 45 Meter Steigung überwunden. Der Wehrführer Michael Becker und der als Zuführer fungierende Peter Dausend waren mit der Leistung zufrieden. Auch der Bürgermeister Rainer Lang, der zufällig an der Übung vorbeikam und sich über die fremden Fahrzeuge wunderte, machte sich ein Bild über das Geschehen und war beeindruckt.
Nach dem Rückbau, der erfahrungsgemäß länger dauert als der Aufbau, fand im Feuerwehrhaus Mitte noch einen Nachbesprechung statt.
Negativ war bei der Übung, dass mehrere Schläuche durch nicht von den Hundebesitzern entfernten Hundekot verschmutzt wurden. Dadurch entstand vor allem für die Schlauchwarte, die nach solch einer Übung eh noch etliche Stunden beschäftigt sind, zusätzlicher Zeitaufwand.

Bei größeren Schadensereignissen war es in der Vergangenheit immer zeitaufwendig weitere Kräfte im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfeleistung anzufordern. Entweder wurde eine Nachbargemeinde alarmiert, die dann mit dem kam was dort verfügbar war, oder man musste bestimmte Fahrzeugtypen angeben, die dann durch die Leitstelle alarmiert wurden.
Um das zu vereinfachen wurden für den Regionalverband Saarbrücken sog. Modulare Fachzüge zusammenstellt. Diese bestehen aus fest zugeordneten Fahrzeugen (idR. keine Erstausrücker), teilweise aus verschiedenen Kommunen, die dann bei Bedarf als Einheit alarmiert werden können.
Im Regionalverband gibt es derzeit:
• Waldbrandbekämpfung (3 Züge) Waldbrandzug
• Löschwasserversorgung (3 Züge) Wasserförderzug
• Führungsunterstützung (noch im Aufbau)
• Überörtliche Unterstützung /
Flächenlagen (6 Züge) Einsatzzug
Zusätzlich gibt es noch einen Gefahrstoffzug für den Regionalverband, der sich aus Einheiten mehrerer Kommunen zusammensetzt.
Dabei ist zu beachten, dass einzelne Fahrzeuge Zügen aus unterschiedlichen Fachrichtungen angehören können. So gehören z.B. ein LF8 des LB Mitte und der GW-Logistick des LB Rilchingen-Hanweiler sowohl dem Wasserförderzug 2 Obere Saar als auch dem Einsatzzug 4 Kleinblittersdorf an.
Die Züge in jedem Fachbereich haben gewisse Vorgaben was das mitgeführte Material und die Personalstärke anbelangt. So weiß die Einsatzleitung mit welchem Personal und mit welchem Material sie rechnen kann.

Ende April fand nun die jährliche Übung des Wasserförderzuges Obere Saar statt. Dieser besteht aus einem GW-Logistik des zur Landeshauptstadt Saarbrücken gehörenden LB Ensheim, einem GW Logistik des LB Rilchingen-Hanweiler, einem LF8 des LB Mitte und einer Führungseinheit -die letzten alle aus der Gemeinde Kleinblittersdorf- satt. Die flexiblen GW Logistik werden zu diesem Zweck u.A. mit jeweils 2.000 Metern Schlauch und zwei tragbaren Pumpen (Tragkraftspritzen) beladen. So stehen 4 Kilometer Schlauch und mit den Pumpen des Löschfahrzeuges sechs Pumpen zur Verfügung.
Bei einer Wasserförderung über lange Wegestrecken muss einiges geplant werden. Durch die Reibung in den Schläuchen entstehen Druckverluste, die abhängig von der geförderten Wassermenge und der Schlauchlänge sind. An der nächsten Pumpe wird noch ein Restdruck benötigt und Geländesteigungen bringen Druckverluste, Gefälle bringen Druckgewinne. So müssen aus den Parametern verfügbarer Druck, Druckverlust durch Reibung und Druckverlusten und -gewinnen durch das Gelände die Pumpenstandorte berechnet werden. Dabei ist auch zu beachten, dass aufgrund der langen Nutzungsdauer bei Feuerwehren noch Pumpen mit der alten Norm mit einer Nennleistung von 8 bar und nach der neuen Norm mit 10 bar im Einsatz sind.
In der durch Joshua Zins geplanten Übung war die Wasserversorgung einer großräumigen Einsatzstelle bei einem Vegetationsbrand vorgegeben. Ziel war es, die Einsatzstelle an zwei ca. 150 Meter voneinander entfernten Punkten mit jeweils 800 Litern Löschwasser zu versorgen. So wurden bis zu Teilung zwei Leitungen nebeneinander verlegt. Das Wasser wurde aus der Blies entnommen.
Es dauerte ca. 30 Minuten vom Beginn des Aufbaues bis das Löschwasser in der geplanten Menge an den Zielorten war. Dabei wurden über 1.500 Meter Schlauch verlegt und rd. 45 Meter Steigung überwunden. Der Wehrführer Michael Becker und der als Zuführer fungierende Peter Dausend waren mit der Leistung zufrieden. Auch der Bürgermeister Rainer Lang, der zufällig an der Übung vorbeikam und sich über die fremden Fahrzeuge wunderte, machte sich ein Bild über das Geschehen und war beeindruckt.
Nach dem Rückbau, der erfahrungsgemäß länger dauert als der Aufbau, fand im Feuerwehrhaus Mitte noch einen Nachbesprechung statt.
Negativ war bei der Übung, dass mehrere Schläuche durch nicht von den Hundebesitzern entfernten Hundekot verschmutzt wurden. Dadurch entstand vor allem für die Schlauchwarte, die nach solch einer Übung eh noch etliche Stunden beschäftigt sind, zusätzlicher Zeitaufwand.

Alles war so vertraut; und jetzt ist alles neu….

Diese Liedzeile von Klaus Lage viel mir spontan ein, als ich mit dem Löschbezirk Mitte kurz vor dem Umzug des Kindergartens Auersmacher an der Begehung der neuen Räume im Ruppertshof teilnahm. Die Fassade hat sich kaum verändert. Aber das ist auch schon alles. Das aus seiner Zeit als Restaurant vertraute Gebäude hat sich innerlich sehr verändert. Die ehemalige Kellertreppe ist nicht mehr vorhanden. Eine neue wurde an anderer Stelle gebaut. Statt Toiletten und Kegelbahn findet man im ehemaligen Keller die stark genutzten Gruppenräume. Diese haben Türen in den Außenbereich. Gerade für die Feuerwehrleute, die das Gebäude von früher kannten, war es wichtig, sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen. Denn wenn man versucht, sich mit seiner „alten“ Ortskenntnis in stark verqualmten Räumen bei „null Sicht“ zurecht zu finden, kann man hier nur scheitern.

So war die durch Thomas Broßius vom Bauamt Kleinblittersdorf geführte Begehung für alle sehr aufschlussreich. Broßius erläutere u. A. was in den einzelnen Räumen passiert und wo sich technische Einrichtungen befinden.

Da sich tagsüber viele Kinder und Kleinkinder in der Einrichtung befinden, ist im Falle des Falles schnelle Hilfe notwendig. Und dabei ist eine gute Ortskenntnis sehr wichtig.

Schweißtreibendes Seminar

Vegetationsbrände sind bei der Feuerwehr schon immer wieder mal Einsatzthema. Durch den Klimawandel und die vergangen trockenen Jahre mit dem damit verbundenen verstärkten Auftreten solcher Brände in Europa und in Deutschland hat das Thema an Bedeutung gewonnen.

Im Regionalverband wurden Fahrzeuge zu Waldbrandzügen zusammengestellt, die dann bei Bedarf angefordert werden können. In unserer Gemeinde wurden Gerätschaften zur Vegetationsbrandbekämpfung beschafft. Nur das Thema „Ausbildung“ in diesem Bereich wurde wegen den vielfältigen anderen Aufgabengebieten, die geschult werden müssen, etwas stiefmütterlich behandelt.

Deshalb hat sich die Wehrführung entschlossen, das zu ändern. Statt sich selbst mit Literatur nur theoretisches Wissen anzueignen und dieses dann versuchen weiterzugeben, bedient man sich externer Kräfte, die auch praktische Erfahrung haben.

So wurde ein Team der International Fire & Rescue Service e.V. für den 31.08. und den 01.09. gebucht. Am Samstag wurden die Mannschaften geschult. Am Sonntag waren dann die Führungskräfte mit angepassten Ausbildungsinhalten dran. Es ging um das Verhalten bei solchen Bränden, vor allem um den Selbstschutz. Im praktischen Teil wurde der Umgang mit verschiedenen Geräten geübt und auch Brandschneisen vorbereitet. Es wurden kontrolliert Feuer gelegt, die dann mit verschiedenen Taktiken gelöscht wurden. Dabei wurde auf einen sparsamen Umgang mit Wasser geachtet, da Löschwasser im Gelände oft nur mit großem materiellem Aufwand herangeschafft werden kann. Es wurde auch demonstriert, dass bei kombinierten Trupps, die mit einem Löschrucksack und verschiedenen Handwerkzeugen ausgerüstet sind, sehr effektiv arbeiten können. Es wurde auch deutlich, dass unter solchen Bedingungen die Mannschaften permanent ausgetauscht werden müssen und auch Verpflegung, insbesondere Trinkwasser, frühzeitig bereitgestellt werden muss.

Gerade die praktischen Teile verlangten den Teilnehmern alles ab. Bei über 30° C musste bei den Übungsteilen, bei denen mit Feuer gearbeitet wurde, die komplette Schutzkleidung angelegt werden. Dazu gehören unter anderem Jacke, Helm, Flammschutzhaube und FFP2 Maske. Damit musste dann schwere körperliche Arbeit ausgeführt werden. Und das in unmittelbarer Nähe zum Feuersaum, wo eine wesentlich höhere Hitze herrschte. Es wurde auch deutlich, dass unter solchen Bedingungen die Mannschaften permanent ausgetauscht werden müssen und auch Verpflegung, insbesondere Trinkwasser, frühzeitig bereitgestellt werden muss.

Wir bedanken uns bei dem Ausbilder-Team um Stefan Gard und Sabine Kerber für eine lehrreiche Ausbildung. Bei Wolfgang Keßler vom Hartungshof und seinem Mitarbeiter Tobias Lehmann für die Zurverfügungstellung und Vorbereitung des Geländes und Bereitstellung des Materials für die Brände.


Jahreshauptübung der Gemeindejugendfeuerwehr

Eines der Highlights der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Kleinblittersdorf ist die gemeinsame Jahreshauptübung. So traten am 27.04.2024 insgesamt 54 Kinder und Jugendliche vor dem Gerätehaus des Löschbezirk (LB) Mitte in Auersmacher an. Es erfolgte die offizielle Meldung an den Wehrführer Michael Becker und den Chef der Wehr, Bürgermeister Rainer Lang durch die Gemeindejugendbetreuerin Melanie Faas.

Anschließend begaben sich die Teilnehmer zu ihren Fahrzeugen und fuhren die zugewiesenen Bereitstellungsräume an. Nachdem um 16:00 Uhr die Sirenen ertönt waren, wurden die Einheiten per Funk zur Einsatzstelle beordert. Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Fahrzeuge rund um den Einsatzort, die Mehrzweckhalle und den Schützenverein in Sitterswald, an. Angenommene Lage war eine Explosion im Schützenhaus, die bei Bauarbeiten ausgelöst wurde. Weiterhin hat sich dadurch in beiden Gebäuden ein Brand entwickelt und es wurden mehrere Personen vermisst. Im Außenbereich wurde durch die Explosion ein Chemikalientank beschädigt, aus dem eine unbekannte Flüssigkeit austrat.

Nach einer kurzen Einweisung und Aufgabenzuteilung vor Ort durch den Einsatzleiter, zeigten alle was sie in den Übungen gelernt haben:

  • zur Brandbekämpfung wurden im Außenangriff sechs Rohre vorgenommen
  • drei Trupps gingen unter Atemschutzgeräteattrappen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude
  • zur Riegelstellung wurden zwei Rohre vorgenommen
  • zur Absicherung der auslaufenden Chemikalien wurde ein Schaumangriff mit Übungsschaum aufgebaut
  • mehrere B-Leitungen wurden zur Wasserversorgung verlegt und
  • die Einsatzstelle wurde aufgrund des fließenden Verkehrs mit Hilfe der aktiven Kameraden abgesichert.

Auch bei dieser Übung zeigten die 8-16 jährigen Kinder ihr Können und arbeiteten ruhig, konzentriert und selbstständig. Alle vermissten Personen wurden schnell gefunden und konnten an die Rettungswagen-Besatzung des Malteser Hilfsdienstes übergeben werden.

Bei dieser Übung kam das erste Mal der Übungsschaum zum Einsatz, was problemlos verlaufen ist und die auslaufende Flüssigkeit konnte schnell gebunden und aufgefangen werden.

Nach Übungsende wurde gemeinsam abgebaut und das Material wieder auf den Einsatzfahrzeugen verladen. Wieder einmal war die Hilfe zwischen Groß und Klein sehr schön zu beobachten. Wie sehr die Arbeit der Jugendfeuerwehren wertgeschätzt wird, zeigte sich anhand der vielen Zuschauer und Vertretern aus der Politik. Neben den Eltern waren auch mehrere Ortsvorsteher und der Chef der Wehr, Bürgermeister Rainer Lang, anwesend.

In einer abschließenden Übungsbesprechung sprach Wehrführer Michael Becker ein großes Lob an alle Übungsteilnehmer aus. Er betonte die ruhige und ordentliche Durchführung der Übung sowie die gute Ausbildung durch die Jugendwarte. Auch Rainer Lang ließ es sich nicht nehmen, sein Lob und Anerkennung auszusprechen. Weiterhin hob er das ganzjährige Engagement der Kinder und Jugendlichen hervor und teilte ihnen so seinen Stolz mit.

Abschließend gab es für alle zur Stärkung Grillwürste, hierfür vielen Dank an die Kameraden des LB Mitte.

Vielen Dank auch Lukas Grewer für die Ausarbeitung einer sehr guten und anspruchsvollen Übung.

Weiterhin möchten wir uns auch bei den Kollegen des Malteser Hilfsdienstes aus Saarbrücken für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.

Zu guter Letzt geht unser Dank auch an die Gemeinde Kleinblittersdorf, die uns das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat. Nur hierdurch kann eine Großübung wie diese auch stattfinden.

Wir sind die Jugend von heute. Und die Retter von morgen

Ihre Jugendfeuerwehr der Gemeinde Kleinblittersdorf

Melanie Faas, Gemeindejugendbetreuerin

P.S: Auch Jonas, der erst vor kurzem aus der Jugendwehr in die Aktive Wehr übernommen wurde (wir berichteten) konnte schon an der Übung teilnehmen.

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