Funklehrgang bei der Feuerwehr

Der Funklehrgang bei der Feuerwehr ist Bestandteil der Grundausbildung, den möglichst jede/r Feuerwehrangehörige absolvieren sollte. Er gilt als einer der schwierigsten Lehrgänge in der Grundausbildung, den einige nicht im ersten Anlauf bestehen. Der Ausbilder Wolfgang Bauer führt dies darauf zurück, dass der Lehrgang viele rechtliche Komponenten beinhaltet.

Der Funk, den die Feuerwehren –wie auch die Polizei und der Rettungsdienst- nutzen, gehört zum nichtöffentlichen Funk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Deshalb wird er auch kurz BOS-Funk genannt. Dieses Funknetz ist deutschlandweit verfügbar. Da der Funk nicht öffentlich ist muss, jede/r TeilnehmerIn zur  Verschwiegen verpflichtet werden und eine entsprechende Verpflichtungserklärung unterschreiben. Zuvor werden sie u.a. auch über strafrechtliche Konsequenzen einer Nichteinhaltung der Verschwiegenheit belehrt.

Vor ca. 5 Jahren wurde der Funkbetrieb vom Analogbetrieb auf den Digitalbetrieb umgestellt. Ein großer Vorteil dieses Digitalfunkes ist, neben vielen anderen, dass er von Gerät zu Gerät  verschlüsselt ist und nicht abgehört werden kann. Deshalb musste der Lehrgang umfassend angepasst werden. Auch mussten die bereits ausgebildeten FunkerInnen nachgeschult werden, was eine gewaltige Aufgabe war. In der Übergangszeit mussten beide Bereiche geschult werden. Inzwischen wird der Anlaogfunk nun noch geschult wenn Bedarf besteht, z.B. da einzelne Wehren den Einsatzstellenfunk, auch „Baustellenfunk“ genannt, noch nicht umgestellt haben.

Die Lehrgänge finden bei uns ca. 6-8 mal jährlich auf Regionalverbandsebene statt. Geleitet werden sie ehrenamtlich von Wolfgang Bauer und Tim Heckmann. Wolfgang Bauer, der Funksachbearbeiter der Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken, leitet diese Lehrgänge seit über 20 Jahren. Obwohl er  kürzlich aus Altersgründen in die Alterswehr wechseln musste wird er die Lehrgänge noch weiter leiten. Unterstützt wird er seit über 18 Jahren von Tim Heckmann, ein eingespieltes Team also.

Am 03.03. und 10.03. fand solch ein zweitägiger Lehrgang im Gerätehaus des Löschbezirkes Kleinblittersdorf statt. Der Lehrgang besteht aus einem Praxisteil, in dem die verschiedenen Verkehrsformen und Betriebsarten beim BOS-Funk geübt werden, und einem theoretischen Teil mit rechtlichen und theoretischen Grundlagen. Die Prüfung haben drei Frauen und 18 Männer abgelegt. Diesmal haben erfreulicherweise alle TeilnehmerInnen bestanden. Und so konnte der Wehrführer der Gemeinde Kleinblittersdorf, Peter Dausend, allein TeilnehmerInnen ihre Lehrgangsbescheinigung überreichen. Ein Teilnehmer hat sich im Alter von 48 Jahren noch mal im Interesse der Allgemeinheit den Lehrgang absolviert und sich an die Prüfung gewagt. Von den Teilnehmern waren 6 aus der Stadt Saarbrücken und 15 aus der Gemeinde Kleinblittersdorf.

Markus Dincher
Pressesprecher