Rauchmelder – Lebensretter

Brandrauch ist tödlich. Darum können selbst kleine Brände zur lebensbedrohenden Gefahr werden. Vor allem schlafende Menschen sind gefährdet. Bevor sie aufwachen, werden sie durch Rauch bewusstlos. Es droht die Gefahr des Erstickens.

Vor diesem Hintergrund muss man auch die Einführung der Rauchmelderpflicht im Saarland für Wohnungen sehr positiv sehen.

Seit 2015 besteht diese Pflicht, es gibt lediglich eine Übergangsfrist für die Nachrüstung bis zum 31.12.2016.

Für den Einbau und die Prüfung der Rauchmelder ist der Wohnungseigentümer verantwortlich. In wieweit die Kosten für Anschaffung und Überprüfung auf den Mieter umgelegt werden können ist noch nicht endgültig rechtlich geklärt und hängt wohl auch vom jeweiligen Mietvertrag ab. Diese rechtlichen Unsicherheiten ändern aber nichts an der Verpflichtung des Eigentümers zum Einbau und Prüfung bis spätestens 31.12.2016.

Ein Rauchmelder erkennt frühzeitig den tödlichen Brandrauch und warnt durch einen lauten, durchdringenden Ton. Menschen werden so frühzeitig geweckt und alarmiert, dass Rettung möglich ist. Rauchmelder sind daher Lebensretter. Ihre Kosten mit wenigen  Euro´s sind gering. Rauchmelder werden mit einer Batterie betrieben. Geht deren Ladung zu Ende, gibt der Melder einen entsprechenden Ton ab. Die meisten Rauchmelder funktionieren nach dem Streulichtprinzip. Dabei wird im Gerät eine Lichtquelle aktiviert. Ist Rauch in einer bestimmten Konzentration vorhanden reagiert der Melder und löst den Alarm aus.

 In § 46 Abs. 4 der Landesbauordnung heißt es

„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“

Daraus ergibt sich wohl die Mindestausstattung:

  • Schlafräume (auch kombinierte Wohn- Schlafräume)
  • Kinderzimmer
  • Flure, über die Wege von diesen Zimmern oder anderen Aufenthaltsräumen nach außen führen.

Optional:

  • Küchen/ Bäder
  • Keller
  • Speicher
  • Sonstige Räume

Bei mehrgeschossigen Gebäuden Rauchmelder auch im Treppenhaus montieren. Rauchmelder können auch durch Kabel/Funk miteinander verbunden werden. Bei Gefahr alarmieren dann alle Melder gleichzeitig. Rauchmelder an der Decke anbringen und möglichst in Raummitte. Von Wänden oder Einbaumöbeln Mindestabstand von 0,5 Meter beachten.

Tipps für den Kauf

Rauchmelder sind nicht teuer. Gute Geräte sind bereits für einen Preis von etwa 20 Euro zu erhalten. Auf einige Punkte sollten Sie beim Kauf achten: Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren! Achten Sie auf akustische Signalisierung einer „leeren“ Batterie!

Achten Sie auf das CE-Zeichen und das GS-Zeichen!

Achten Sie auf einen Testknopf, mit dem das Funktionieren des Gerätes überprüft werden kann!

Achten Sie auf die Möglichkeit, mehrere Geräte miteinander vernetzen zu können!

Für Gehörlose gibt es Ausführungen mit Blitzlicht und Vibrationsgeber, der nachts unter das Kopfkissen gelegt wird.

Zur besseren Verbraucherinformation gibt es seit 2011 das neue „Q“: ein unabhängiges Qualitätszeichen, dass für Rauchwarnmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht. Folgende Leistungsmerkmale sind ausschlaggebend: Geprüfte

Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen

Erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse

Fest eingebaute Batterien mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer.

Wo werden Rauchmelder installiert?

In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in der Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst – vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate oder ähnliches benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch zusätzliche Geräte schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf einen Rauchmelder verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdampf Fehlalarme ausgelöst werden können. Daher eignen sich auch besonders staubige Räume nicht für die Installation. In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen. Stellt ein Melder Rauch fest, werden Sie vom Pfeifen aller mit ihm verbundenen Rauchmelder alarmiert, also auch dann, wenn das Feuer in einem anderen Gebäudeteil ausgebrochen ist. Sie gewinnen so lebenswichtige Zeit.